Olympia in Düsseldorf und NRW. Ernsthaft jetzt?

Düsseldorf und das Ruhrgebiet liebäugeln erneut mit Olympia. Die Idee einer deutschen Bewerbung klingt ambitioniert, symbolträchtig – und doch gefährlich vertraut. Denn schon einmal träumte die Region von den Spielen. Düsseldorf wollte gemeinsam mit der Rhein-Ruhr-Region die Olympischen Spiele 2012 austragen. Anfang der 2000er Jahre sollte „Düsseldorf Rhein-Ruhr 2012“ das internationale Megaereignis an den Rhein holen. Am Ende jedoch blieb der Traum unerfüllt – und hinterließ viele offene Fragen. Die damalige Bewerbung ging 2002 mit großen Erwartungen an den Start. Unterstützt von NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement und Düsseldorfs Oberbürgermeister Joachim Erwin wollte ein Städtebündnis von Aachen bis Köln Gastgeber der Welt sein.

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Wenn wir streiken, steht die Welt still

„Wo Frauen streiken, wird sichtbar, dass Politik nicht nur in Parlamenten stattfindet, sondern dort, wo Menschen ihre Zustimmung verweigern“ Hannah Arendt.

Diese Worte sind ein Aufruf, der uns alle angeht – nicht nur Frauen*, sondern auch Männer und Väter. Denn der Kampf für Gleichberechtigung, Emanzipation und Teilhabe ist kein Frauenthema, sondern ein Menschenthema. Der Frauen*streik 2026 am 9. März ist eine Gelegenheit, gemeinsam ein Zeichen zu setzen gegen die falsche Verteilung von Care-Arbeit und gegen die falschen Anforderungen im gesellschaftlichen System und in der Arbeitswelt.

Auf zum feministischen Kampf- und Streiktag! Es geht um Gleichberechtigung und Fairness. Die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit ist ein Problem, das uns alle betrifft. Frauen* tragen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit – Kinderbetreuung, Haushalt, emotionale Fürsorge. Diese Arbeit wird oft als selbstverständlich vorausgesetzt, ohne Wertschätzung, ohne Anerkennung, ohne Bezahlung. Das ist nicht nur unfair, sondern auch ein strukturelles Problem, das unsere Gesellschaft als Ganzes schwächt.

Die falschen Anforderungen in der Arbeitswelt verstärken diese Ungleichheit. Frauen* werden oft als „Kostenfaktoren“ oder „Life Style-Teilzeitlerinnen“ abgetan, ihre Leistungen werden unterbewertet, ihre Karrierechancen eingeschränkt. Das ist nicht nur ein Problem für Frauen, sondern für uns alle, denn es verhindert eine echte Teilhabe und eine gerechte Gesellschaft.

Emanzipation bedeutet, sich von alten Rollenbildern zu lösen, die uns einengen und einschränken. Teilhabe bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Status – die gleichen Chancen haben, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Das ist nicht nur ein Recht, sondern eine Notwendigkeit für eine gerechte und solidarische Gesellschaft.

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Klimazwillinge. Warum Düsseldorf bald so warm sein könnte wie Toulouse.

Wie sich Düsseldorf in Richtung Süden bewegt – und warum mich das nicht loslässt.

Der Klimawandel ist leichter zu verdrängen ist, solange es abstrakt bleibt. Aber wenn man weiß, wie sich Toulouse im August anfühlt, bekommt man eine Ahnung, was auf uns zukommt. Und vielleicht auch eine Idee, wie wir uns vorbereiten können – als Stadt, als Nachbarschaft, als Menschen, die hier wohnen.

Es gibt Themen, die einen nicht loslassen. Mich zum Beispiel das Klima. Nicht als Schlagzeile, sondern als etwas, das sich verändert, leise und stetig. Ich habe an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – damals noch HHUD – Geographie bei Professor Jordan studiert. Im Studium sprachen wir über Wärmeinseln, Albedo-Effekte, über die Wechselwirkung von Boden, Luft und Stadtstruktur. Über Klimaerwärmung und Kipppunkte. Das klang damals theoretisch, fast fern. Heute reicht ein Sommerabend am Bilker Bahnhof, um zu verstehen, was gemeint war. Wenn der Asphalt selbst nach Mitternacht noch Wärme abstrahlt und die Luft steht, dann ist das Stadtklima kein Lehrbuchbegriff mehr, sondern Realität. Vor zwei Jahren bin ich auf ein Konzept gestoßen, das den Klimawandel greifbarer macht als jede Statistik: die Klimatischen Zwillinge.

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Laut gegen Nazis zu sein ist normal und nicht linksextrem.

Rock gegen Rechts im Volksgarten. Umsonst & draußen, ab 14 Uhr auf der Ballonwiese. Musik, Freundinnen und Freunde treffen. Mit dabei: Jaya the Cat, The Courettes, Antifuchs, pogendroblem, Angelic in Jeans, Words Beyond Borders, Martin Marzipano und viele mehr. Über 30 Initiativen sind vor Ort – vernetzen, informieren, mitreden. Barrierefrei, solidarisch, laut und bunt.

Kommt vorbei. Im Volksgarten Düsseldorf – Ballonwiese – heute ab 14 Uhr bis spät in die Nacht 🙂 Mehr Infos: www.rock-gegen-rechts-duesseldorf.de We love music. We hate fascism.

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NordRadWestfalen – nicht labern, machen!

Fahrrad raus. Luft checken. Kette ölen. Helm schnappen. Und dann: ab auf die Straße – zur ADFC-Fahrradsternfahrt NRW 2025 am Sonntag, 4. Mai. 2025.

Es ist wieder soweit: Radler*innen aus allen Ecken von Nordrhein-Westfalen machen sich auf den Weg nach Düsseldorf. Im Herzen fühlt es sich eher an wie: Bewegung, die sichtbar wird. Dieses Jahr unter dem Motto: „NordRadWestfalen – nicht labern, machen!“ Und ganz ehrlich – das ist längst überfällig.

Denn während sich Politik und Verwaltung seit Jahren in runden Tischen und Schubladenparaden verlieren, rollt da draußen das echte Leben. Menschen, die einfach nur sicher mit dem Rad zur Arbeit wollen. Kids, die nicht zwischen parkenden Autos Slalom fahren sollten. Und Strecken, die mehr Buckelpiste und Slalom-Strecke als Verbindung sind. Die Lücken im Radhauptnetz klaffen immer noch. Parkplätze haben Vorrang vor Radwegen. Und der ländliche Raum? Da ist Radinfrastruktur so oft ein Glücksfall wie der eine Bus, der wirklich mal fährt.

Darum geht’s am 4. Mai nicht um eine Sonntagsrunde mit Aussicht, sondern um klare Forderungen auf zwei Rädern: Breite Radspuren. Lückenschluss. Radschnellwege, die nicht nur auf Papier existieren. Die Kommunalwahl ist nicht weit. *hüstel*

Fakten zum Mitradeln und den Startpunkten / Sammelpunkten findet ihr beim ADFC – www.adfc-sternfahrt.org und in Kurzform hier gelistet : Sonntag, 4. Mai 2025; Kundgebung Johannes-Rau-Platz, Düsseldorf; Sammeln ab 14.00 Uhr; Kundgebung 14.30 Uhr; Start der gemeinsamen Rundtour durch Düsseldorf 15.00 Uhr; Ausklang und Ende gegen 18.00 Uhr.

Eure Stimme zählt – nutzt sie!

Wenn man kein Nazi ist,dann wählt man auch keine Nazis. Eigentlich ganz einfach.
Armin Rohde

Es ist wieder soweit: Deutschland wählt. Und wie immer wird uns erzählt, dass es um alles geht – um Wohlstand, Sicherheit, Zukunft. Aber diesmal stimmt es tatsächlich. Denn es geht nicht nur um die nächsten vier Jahre, sondern um die Weichenstellung für ein Jahrzehnt, in dem wir entweder vorwärtsgehen oder in die Vergangenheit zurückfallen.

Klartext: Wir stehen vor einer Wahl zwischen Parteien, die Lösungen für die drängenden Fragen unserer Zeit suchen – und jenen, die entweder nur blockieren oder offen die Demokratie und das europäische Projekt torpedieren wollen. Wer sich ernsthaft für Zukunftsthemen interessiert, kann sich nicht leisten, zuhause zu bleiben oder aus Frust die Falschen zu wählen.

Wer unsicher ist, welche Partei die eigenen Werte am besten vertritt, kann den Wahl-O-Mat nutzen. Hier werden die Aussagen der Parteien abgeglichen und helfen, eine Orientierung zu bekommen. Noch genauer schaut der Real-O-Mat hin – dort werden die tatsächlichen Abstimmungen im Bundestag analysiert, um zu sehen, welche Partei nicht nur schöne Versprechen macht, sondern auch entsprechend handelt.

Keine Stimme für den Rückwärtsgang. Wer erinnert sich noch an das Deutschland vor der Ampel? Ein Land mit maroder Infrastruktur, lahmendem Netzausbau, Schulen, die in den 90ern stehengeblieben sind – all das als Ergebnis von jahrzehntelanger CDU/CSU-Politik der schwarzen Null. Digitaler Stillstand? Marode Brücken?. Veraltetes Bildungssystem? Alles erst in den paar Jahren SPD/GRÜNE/FDP passiert…

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Kacke-ist-am-dampfen. The Far Right is Rising in the Land of ‘Never Again’

Jan Böhmermann warnt in der New York Times vor Rechtsruck. Er meldet sich mit einem Gastbeitrag zu Wort – und das mit gewohnt scharfem Ton. In einem knapp neunminütigen Video analysiert der Satiriker die politische Lage in Deutschland und erklärt einem internationalen Publikum, warum die AfD aktuell auf rund 20 % der Wählerstimmen kommen könnte.

„Guten Tag from Germany“, beginnt Böhmermann, „dem Land, das laut Elon Musk gerettet werden muss. Aber keine Sorge, wir wissen, was wir tun.“ In seinem Video legt er dar, wie sich die politische Landschaft verschiebt und welche gesellschaftlichen Dynamiken dazu geführt haben, dass eine rechtspopulistische Partei immer mehr Zustimmung erhält…

Wie der Rosa-Liebknecht-Sockenpuppenzoo Wikipedia zerstören wollte (oder will)

Podcast-Tipp: „Sockenpuppenzoo – Angriff auf Wikipedia“. Wikipedia – eine der letzten großen Internet-Utopien? Ein freies Lexikon, das allen gehört, an dem jede*r mitschreiben kann? Genau diese radikale Offenheit macht die Plattform so mächtig – aber auch verwundbar.

Warum ist das ein Problem? Wikipedia ist nicht nur eine Wissensquelle – sie ist oft die Quelle. Artikel aus der Online-Enzyklopädie erscheinen ganz oben in den Google-Suchergebnissen und werden millionenfach angeklickt. KI-Lösungen wie ChatGPT greifen bei ihren Antworten auf diese Daten zurück. Wenn Wikipedia manipuliert wird, dann verändert das nicht nur die Wahrnehmung der Vergangenheit – es prägt, was wir heute als Wahrheit betrachten.

Wikipedia als Zielscheibe der Geschichtsmanipulation. Der Podcast „Sockenpuppenzoo – Angriff auf Wikipedia“ deckt auf, wie gezielte Manipulation das Online-Lexikon unterwandert hat. Der sogenannte Rosa-Liebknecht-Sockenpuppenzoo weiß genau, wie Wikipedia funktioniert – und nutzt dieses Wissen skrupellos aus. Mit hunderten Fake-Accounts versuchten sie, die Geschichte umzuschreiben, insbesondere die des Nationalsozialismus. Fakten wurden verdreht, der Holocaust relativiert, geschichtliche Ereignisse umgedeutet – bis eine kleine Gruppe Wikipedianer*innen sich mutig entgegenstellte.

Das ist kein Einzelfall. Schon heute gibt es ganze Wikipedia-Versionen, die nicht mehr nutzbar sind. Die kroatische Wikipedia ist ein trauriges Beispiel: Dort wurden systematisch Falschinformationen verbreitet und historische Fakten so umgeschrieben, dass sie nationalistische Erzählungen unterstützen. Inzwischen ist diese Version der Enzyklopädie praktisch wertlos – doch bis heute greifen Algorithmen und Suchmaschinen darauf zurück.

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Atomkraft Ideologie. Wunschdenken statt Realismus.

Eine Sendung, die mich dazu inspiriert hat, mir ein paar Gedanken zum Atomkraft-Wiedereinstieg zu machen, war Marc-Uwe Kling über Atomkraft und die „Söder-Challenge“ in Till Reiners’ Happy Hour. Mit trockenem Humor, messerscharfer Analyse zeigt Kling, warum Atomkraft ökonomisch unsinnig ist – und warum trotzdem so viele Politiker davon reden. Seine Herausforderung an Markus Söder ist so simpel wie entlarvend: Wenn Atomkraft wirklich wirtschaftlich wäre, würde sich doch sicher ein Investor finden, oder? Spoiler: Die „Söder-Challenge“ dürfte schwer zu meistern sein.

Atomkraft – ein Thema, das in Deutschland als erledigt galt, aber in Europa weiter diskutiert wird. Vor allem CDU, AfD und FDP preisen sie als realistische Alternative, um die Energiewende zu meistern. Doch ein Blick auf aktuelle Bauprojekte zeigt: Die Realität sieht anders aus.

Ideologie statt pragmatischer Energiepolitik. Die konservativen Parteien von CDU, FDP und AfD halten an der Atomkraft fest – nicht aus ökonomischen Gründen, sondern aus ideologischer Überzeugung. Anstatt den Strompreis und eine nachhaltige Energieversorgung im Blick zu haben, geht es einmal mehr um die Gewinne großer Konzerne und um erfolgreiche Lobbyarbeit. Statt eine realistische und kosteneffiziente Lösung für die Energiezukunft zu suchen, werden Milliarden Steuergelder in eine überholte Technologie gepumpt, die sich ohne massive staatliche Unterstützung längst nicht mehr rechnen würde.

Atomkraft wird oft als schnelle und verlässliche Lösung für die Energiekrise dargestellt. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Milliardenverluste, endlose Verzögerungen, ungelöste Sicherheitsfragen. Ohne Subventionen passiert nichts, ohne Endlager bleibt das Problem bestehen. Atomkraft ist alles – nur keine realistische Alternative.

Verzögerungen, Kostenexplosionen und technische Probleme

Flamanville 3 (Frankreich): Geplante Kosten: 3,3 Milliarden Euro. Aktuelle Kosten: 19,1 Milliarden Euro. Der Bau begann 2007, die Inbetriebnahme war für 2012 geplant. Stand jetzt: Frühestens 2025. Schweißnähte, Reaktorhülle, endlose Mängel – Frankreichs Prestigeprojekt wird zum Alptraum.

Hinkley Point C (Großbritannien): Ursprünglich 21 Milliarden Euro, mittlerweile 53 Milliarden Euro. Start war 2017, der erste Reaktor sollte 2025 ans Netz. Neuer Termin: 2031. Kostenexplosion und Managementprobleme inklusive.

Olkiluoto 3 (Finnland): Derselbe Wahnsinn: Geschätzte 3 Milliarden, geworden sind es 9 Milliarden. Bauzeit? Statt vier Jahren dauerte es 17. Ein Musterbeispiel für die „Zuverlässigkeit“ dieser Technologie.

Subventionen oder gar nichts. So sehr CDU und FDP Atomkraft als Heilsbringer sehen – ohne Subventionen passiert nichts. Kein privater Investor ist bereit, das finanzielle Risiko zu tragen. Neue Reaktoren entstehen nur, wenn Staaten Milliarden zuschießen. In Osteuropa sind groß angelegte Atompläne in Arbeit – geschätzte Kosten: 130 Milliarden Euro. Ob das Geld tatsächlich investiert wird? Fraglich.

Kein Endlager, keine Lösung. Ein weiteres Problem, das gerne ausgeblendet wird: Es gibt bis heute kein Endlager für hochradioaktiven Müll. Nirgendwo in Europa. Während die Baukosten explodieren, bleibt die entscheidende Frage ungelöst: Wohin mit dem strahlenden Abfall?