
Düsseldorf sieht sich ja gerne als „kleines Paris“ am Rhein – Mode, Flaniermeilen, Gastro, ein bisschen Savoir-vivre. Wenn wir diesen Vergleich ernst nehmen, könnten wir beim Thema Stadtgrün und Klimaanpassung ziemlich viel von Paris abschauen.
Ein „forêts urbaines“ oder urbaner „Tiny Forest“ ist ein sehr dichter Mini‑Wald, meist so groß wie ein Tennisplatz, der mit vielen heimischen Bäumen und Sträuchern bepflanzt wird. Grundlage ist die Miyawaki‑Methode: Statt Einzelbäumen setzt man 3–5 Jungpflanzen pro Quadratmeter, in mehreren Schichten (Bodendecker, Sträucher, Bäume) und mit möglichst vielen regionalen Arten. Durch diese Dichte entsteht in wenigen Jahren ein kleines, stabiles Waldökosystem mit viel Schatten, besserem Mikroklima und hoher Artenvielfalt.
Paris hat vor wenigen Jahren angefangen, innerstädtische Flächen in sogenannte „forêts urbaines“ umzuwandeln – also Mini‑Wälder, die nach ähnlichen Prinzipien wie Tiny Forests funktionieren. Ziel ist, Hitzeinseln zu reduzieren, CO₂ zu binden und die Stadt für Hitzewellen robuster zu machen. Wo vorher Rasen und Zierbeete viel Pflege brauchten, wachsen jetzt robuste, standortgerechte Bäume und Sträucher dichter zusammen und entwickeln mehr Schatten und Kühlung.
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