„PRÜF, PRÜF, PRÜF!“

Laut, bunt und entschlossen: Über 2.000 Menschen versammelten sich vor den Arkaden, um mit einer kraftvollen Demonstration eine klare Forderung auf die Straße zu tragen: „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“ – kurz PRÜF. Der Demonstrationszug zog durch Bilk und Unterbilk, endete auf dem Friedensplätzchen – und richtete sich direkt an die Politik: Partien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, müssen endlich vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden.

Eine Forderung. Ein Ziel. PRÜF steht für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“ – und genau das war heute der Kern: Wer die freiheitlich-demokratische Grundordnung bedroht, darf nicht ungehindert weiter agieren. „Wenn es für jeden Toaster eine Sicherheitsprüfung gibt, warum dann nicht für Parteien, die unsere Verfassung angreifen?“Es kann daher nur eine Antwort geben: „Prüf, prüf, prüf!“

Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Schutz – und zwar jetzt. Parteien, bei denen der Verdacht besteht, sie könnten die Grundpfeiler unserer Gesellschaft untergraben. Die Demonstration war Teil einer wachsenden Bewegung (mehr dazu: pruef-demos.de), die seit Monaten Druck macht

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Karneval-Critical-Mass am Freitag

Karneval und Critical Mass gehen Hand in Hand. Am 13. Februar ist nicht nur Freitag, der 13., sondern auch Karneval-Critical-Mass. Das bedeutet: Verkleiden erwünscht! Ob als Clown, als Superheld:in oder einfach nur mit Luftschlangen am Lenker – hier geht’s darum, mit Kreativität und guter Laune auf die Rechte von Radfahrer:innen aufmerksam zu machen. Treffpunkt ist wie immer um 19:00 Uhr am Fürstenplatz.

Critical Mass ist eine weltweite Bewegung, die seit den 90er-Jahren in Städten auf der ganzen Welt stattfindet. Die Idee ist simpel: Viele Radfahrer:innen treffen sich an einem festen Punkt und fahren gemeinsam durch die Stadt. Keine festgelegte Route, keine Hierarchie, einfach nur eine kritische Masse an Menschen, die zeigt: Wir sind da, wir gehören zum Verkehr, und wir wollen sicher und respektiert unterwegs sein.

Radfahren in der Stadt wird zwar besser – es ist aber oft zu wenig Platz, zu unsicher und es ist alles dem Auto untergeordnet. Lasst uns mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren, damit sich mal was ändert! Und weil es einfach ein gutes Gefühl ist, gemeinsam mit anderen durch die Straßen zu ziehen – ohne Stress, ohne Hupen.

Tanzdemo zu Karneval. PRÜF bringt die Bewegung auf die Straße

Wer dachte, Karneval wäre nur in Köln oder Düsseldorf ein Ding, der irrt sich gewaltig! Am Samstag, den 14. Februar 2026, wird Bilk zum Hotspot für politische Tanzbewegungen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Statt klassischer Kundgebungen heißt es diesmal: Laufen, tanzen, laut sein! Die PRÜF-Demo (kurz für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“) lädt alle ein, die für Demokratie, Freiheit und gegen Rechtsextremismus auf die Straße gehen wollen.

PRÜF ist eine überparteiliche Bewegung, die sich für die konsequente Prüfung von Parteien einsetzt, bei denen ein berechtigter Verdacht auf Verfassungsfeindlichkeit besteht. Die Initiative verweist auf umfangreiche Recherchen und Beweissammlungen, etwa vom Zentrum für politische Schönheit oder dem Institut für Menschenrechte. Wer sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, findet dort fundierte Argumente und Fakten – etwa auch die 10 Fakten gegen rechtsextreme Mythen von Volksverpetzer.

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Der Mythos vom sauberen Rhein – und die bittere Realität

Der Rhein gilt als Lebensader Europas: Trinkwasserquelle für Millionen, Heimat für Fische und Wasservögel, Symbol für Natur und Heimat. Doch während wir uns an seinen Ufern erholen, wird er zur Müllkippe für die Industrie – still, unsichtbar und oft ungestraft. Neue Recherchen von CORRECTIV zeigen: Der Fluss ist voller unbekannter, teils gefährlicher Chemikalien, die von Fabriken eingeleitet werden. Und niemand weiß genau, was sie anrichten.

Die Industrie nutzt den Rhein als billige Entsorgungsstraße. Fabriken leiten Abwässer ein, ohne die genauen Inhalte offenzulegen. Selbst wenn Behörden auffällige Stoffe entdecken, bleibt deren Herkunft oft unklar. Ein Beispiel: Im März 2023 schlugen Messstationen in Nordrhein-Westfalen Alarm – eine unbekannte Substanz war im Wasser. Wer sie eingeleitet hatte? Unbekannt. Wie gefährlich sie ist? Unbekannt.

Doch das ist kein Einzelfall. Zwischen 2020 und 2025 registrierten Behörden 65 Mal auffällige Stoffe im Rhein. Nur 44 davon konnten identifiziert werden. Der Rest? Ein Rätsel. Einleiten zuerst, Verantwortung später – das Prinzip der Konzerne.

Die Petition „Wasser für alle statt Profite für Wenige“ fordert, dass Konzerne endlich ihre Verantwortung übernehmen. Klare Regeln und mehr Transparenz: Der Rhein ist kein Abfluss für die Industrie. Unterschreib sie, teil sie, mach Druck!

#Lesepause „Die Stadt besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben“

Hab am Wochenende einen Artikel in der taz gelesen, der hängen geblieben ist. Es geht um Kopenhagen, um Tourismus – und um eine Idee, die erstaunlich schlicht und gleichzeitig ziemlich clever ist. Laut dem Global Destination Sustainability Index (GDSI) 2024 gehört Kopenhagen zu den drei nachhaltigsten Touristenzielen der Welt und belegt dort Platz 3, direkt hinter nachhaltigen Vorreitern wie Helsinki und Göteborg (kann ich noch mal sehen wo wir in dieser Liste sehen… ach nee besser nicht). Kopenhagen hat lange Fahrradhighways, „Wolkenbruchviertel“, in denen bei Starkregen das Wasser versickert, und seit 2024 mit CopenPay ein Belohnungssystem für Reisende, das genau jene nachhaltigen Verhaltensweisen honoriert, die die Stadt selbst schon länger lebt. Der Gedanke dahinter: Reisen soll nicht nur weniger Schaden anrichten, sondern im besten Fall sogar etwas zurückgeben. Wer sich nachhaltig verhält, wird belohnt. Wer mit dem Rad unterwegs ist, Müll sammelt, lokale Projekte unterstützt oder bewusst Ressourcen schont, bekommt Anerkennung – ganz konkret. Grob nach dem Grundsatz von Robert Baden-Powell „Wir wollen die Welt ein wenig besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben.“

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„Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat.“

Danke an die Brauerei Uerige für diese Bierdeckel. Nicht, weil sie belehren. Sondern weil sie erinnern. Daran, dass Toleranz kein bequemes Weglächeln ist. Kein „Lass mal laufen“. Danke dafür. Denn dieser Satz ist kein Wohlfühlzitat. Er ist eine Zumutung. Eine Aufforderung zum Denken.

Toleranz heißt nicht, alles durchzuwinken. Sie ist kein Schulterzucken und kein „Man wird ja wohl noch sagen dürfen“. Toleranz beginnt dort, wo ich mir ernsthaft zutraue, mich irren zu können. Wo ich bereit bin zuzuhören, auch wenn es unbequem wird. Aber genau hier liegt auch ihre Grenze.

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Spotify den Stecker ziehen.

Ich mag Musik, wenn sie laut ist. Am liebsten live, irgendwo an der Bühne, Basswellen und verschwitztem Menschengedränge. Aber auch aus der Konserve – morgens in der Küche, abends im Garten, zwischendurch im Zug.

Nur eines möchte ich nicht: Künstler*innen ausbeuten, während ich ihre Songs höre. Kunst ist Arbeit. Arbeit verdient Respekt. Und Respekt heißt auch: faire Bezahlung.

Streaming ist bequem, klar. Aber einige Zahlen sind bitter. Ein paar tausend Streams, ein paar Euro. Millionen Streams, und trotzdem reicht es für viele nicht zum Leben. Wir hören Musik jeden Tag, wir leben mit ihr, sie trägt uns durch Wochen, Jahreszeiten, Lebensphasen – aber bei den Plattformen kommt davon kaum etwas bei den Menschen an, die sie erschaffen.

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Der Sündi ist geräumt worden

Das Sündenwäldchen, der Sündi, dieses kleine Waldstück direkt am Tagebau Hambach, ist geräumt. Die Baumhäuser, Plattformen, Seilstrukturen – verschwunden. Die Besetzung, die dort seit weit mehr als einem Jahr gelebt, gewacht, ausgehalten hat, wurde beendet. Und der Wald selbst: alle Bäume gefällt.

Was bleibt, ist ein Ort, der nicht mehr atmet.

Der Sündi war klein. Aber er war ein Trittstein. Ein Schutzraum. Ein Zeichen dafür, dass es noch Orte gibt, an denen Menschen sagen: Bis hierhin und nicht weiter.

Jetzt ist er weg. Was bleibt, ist die Leerstelle.

Fledermäuse im Kino. Ein Abend für die heimlichen Superhelden der Nacht

Wer einmal eine Fledermaus in der Dämmerung beobachtet hat, kennt dieses besondere Gefühl: das lautlose Gleiten, das blitzschnelle Wenden, die Ahnung, dass die Nacht voller Geheimnisse steckt. Genau diese Atmosphäre fängt die Liveshow ein.

Am 28. November um 20 Uhr bringt das Team von Fledermaus NRW ihre nächtliche Welt auf die große Leinwand des UFA Palasts Düsseldorf. Tickets & wei6er Infos: www.ufa-duesseldorf.de/de/programm/1742141 Keine Fiktion, kein Grusel – sondern die tatsächlichen Geschichten jener Tiere, die über unseren Köpfen jagen, navigieren und sich im städtischen Dunkel behaupten.

Was die Besucherinnen und Besucher erwartet:
– Eindrückliche Bilder und Videoaufnahmen, die man sonst nie so nah zu sehen bekommt
– Persönliche Erlebnisse und Momente der Menschen, die mit und für Fledermäuse arbeiten
– Ein Infostand vor Ort, an dem man ins Gespräch kommen, Fragen stellen und mehr über den Schutz dieser Tiere erfahren kann

Ein Abend für alle, die wissen, dass zwischen Hinterhöfen, Parks und Waldresten mehr lebt, als wir bei Tageslicht erahnen. Und vielleicht auch ein Abend, der den Blick für das nächtliche Leben über unseren Köpfen ein wenig verändert.