Trödeln, stöbern, Schätze finden. Flohmarkt auf dem Friedensplätzchen

Wenn sich auf dem Friedensplätzchen wieder Tapeziertische aneinanderreihen und die ersten Umzugskisten geöffnet werden, dann ist klar: Es ist Zeit für Nachbarschaftströdel – und für die kleinen Funde, die man eigentlich gar nicht gesucht hat, aber dringend braucht.

Am Samstag, 30. Mai 2026, wird Unterbilk von 10 bis 17 Uhr wieder zur Fundgrube. Zwischen Kinderbüchern, Holzspielzeug und ausrangierten Lieblingsstücken aus dem Kinderzimmer liegen gut erhaltene Alltagsdinge, Schallplatten mit Geschichte und die eine oder andere Kiste voller Fahrradteile – perfekt für alle, die lieber schrauben als neu kaufen. Dazwischen: Kaffee, selbstgebackener Kuchen, herzhafte Snacks und entspannte Live-Musik. Kein großes Spektakel, sondern genau die richtige Atmosphäre, um zu stöbern, zu quatschen und mit etwas Glück den perfekten Fund mit nach Hause zu nehmen.

Ein Tag für alle, die gerne stöbern, tauschen, weitergeben – und für die Trödeln mehr ist als nur Ausmisten.

Hinweis für alle die selbst verkaufen möchten: Die Standplätze werden am Sonntag, 10. Mai 2026, um 11 Uhr direkt auf dem Friedensplätzchen verlost. Als Standgebühr bringt einfach etwas fürs Buffet mit – süß oder herzhaft, Hauptsache selbstgemacht.

Der Trödelmarkt wird von der Anwohner‑Initiative Friedensplätzchen organisiert, die den Platz mit solchen Veranstaltungen, Aktionen und kleinen Festen Jahr für Jahr lebendig hält. Danke für euer Engagement!

Unterbilk hat Geschichte(n).

Geschichten aus unserem Viertel. Auf der Lorettostraße (am Viertelladen)hängt gerade ein Aushang – es werden Geschichten aus dem Viertel gesucht. Nicht die glatten, sondern die echten.

Mir fallen da zum Beispiel solche ein: Wie war das eigentlich, als hier noch die Straßenbahn auf der Lorettostraße fuhr? Als der Plus auf der Lo im Sommer regelmäßig kapitulierte, weil die Kühlschränke streikten? Als das Friedensplätzchen einfach… nicht da war?
Oder noch weiter zurück: Als Unterbilk nicht „angesagt“, sondern einfach nah am Hafen war. Und mit Hafen meine ich nicht den Medienhafen mit Architekturpreisen, sondern den mit Lärm, Staub und diesem ganz eigenen Geruch. Eine Zeit, in der hier niemand freiwillig hinzog – und „Gentrifizierung“ eher nach Seminarraum klang als nach Realität vor der Haustür. Die vielen Hausprojekte, WGs, Kinderläden, Kollektive die es im Viertel gab.

30, 40, 50 Jahre – eigentlich nicht lange her. Und doch eine ganz andere Stadt. Genau solche Geschichten sucht ein Projekt der HSD. Wer Lust hat, Unterbilk nicht nur zu erleben, sondern festzuhalten: info@viertelladen.de

Vielleicht ist jetzt genau der Moment, diese kleinen Erinnerungen zu retten, bevor sie einfach verschwinden.

Bereicherung im Sternwartpark – Café NOCA hat bald richtig geöffnet

„Das ist doch offen, oder? Da brennt doch wieder Licht und es gibt Stühle und Schirme!“ Manchmal fühlt sich eine Neueröffnung nicht neu an, sondern wie eine lang ersehnte Rückkehr. So ist es jetzt im Sternwartpark (Alter Bilker Friedhof), wo vorgestern direkt am Wasserspielplatz das Café NOCA eröffnet hat – am Ort der alten Florabar, die über viele Jahre hinweg bereichert hat.

Mehr als ein Jahrzehnt lang war die Florabar an unterschiedlichen Orten präsent: im Florapark, im Volksgarten, hier im Sternwartpark. Sie war nie nur ein Kiosk, sondern ein Treffpunkt. Ein Ort für Kaffee nach dem Spielplatz, für Gespräche auf der Parkbank, für spontane Pausen zwischen Alltag und Grün. Viele verbinden mit ihr Sommerabende, Kinderwagen, Fahrräder, erste Limonaden und Cappucino mit Waffeln.

Jetzt ist dieser Ort im Sternwartpark zurück – neu gedacht, neu gebaut, mit überarbeitetem Gebäude, neuer Toilettenanlage und frischem Konzept. Und doch fühlt es sich vertraut an. Am (inoffiziellen) Eröffnungstag gab es Waffeln, genau richtig, um sich die Hände zu wärmen, während die Hänge im Park voller rodelnder Kinder waren. Dazu Kaffee und heiße Getränke, bald auch Sandwiches, Kuchen und Kinderstullen. Für die Großen ein Füchschen Alt zum Entspannen, für die Sportler*innen Fruchtgetränke und Proteinshakes zum Durchatmen nach der Runde durch den Park. (Kleiner Wehrmutstropfen – es gibt keinen Pizzaofen mehr…)

Offizielle Eröffnung mit Kaffee und Spaß ist am 17.01.2026 ab 11:00 Uhr 🙂

„Bereicherung im Sternwartpark – Café NOCA hat bald richtig geöffnet“ weiterlesen

Unser Viertel wechselt in den Weihnachtsmodus

Es riecht wieder nach Weihnachten im Viertel. Nicht nach dem perfekten Katalog-Weihnachten, sondern nach unserem ganz eigenen Mix.
Richtig beginnt es für mich immer dann, wenn auf dem Friedensplätzchen der Weihnachtsbaum steht. Kein städtisches Event, keine große Bühne – einfach die Nachbar*innen-Initiative, die sich kümmert.
Es wird geschleppt, gerückt, diskutiert, ob die Lichterkette so oder lieber anders herum gehört… Und irgendwann steht er dann da, der Baum. Schief im Zweifel, aber unserer. Dieser Baum wird mit Lichtern, Sternen, Kleinigkeiten (die man nicht im Baumarkt bekommt) festlich geschmückt – dickes Danke an die Kinder bei uns im Viertel für die Bastelfreude.
Besonderheit: Auch das kleine Telefonhäuschen ist diesmal dekoriert 🙂

Und natürlich: Zu Nikolaus kommt wieder ein besonderer Gast auf dem Plätzchen vorbei. Manche wissen längst, wer. Andere tun so, als wüssten sie es nicht.

Wenn es nach mir ginge, stünde da längst auf dem Friedensplätzchen ein lebender Weihnachtsbaum, fest verwurzelt als Ersatzpflanzung, Jahr für Jahr wachsend mit dem Viertel. Aber die Bezirksvertretung 3 sieht das anders – warum auch immer. Manchmal ist es wohl leichter, jedes Jahr neu zu fällen, als einmal nachhaltig zu denken. Aber gut, die Diskussion heben wir uns für nach den Feiertagen auf.

„Unser Viertel wechselt in den Weihnachtsmodus“ weiterlesen

Der Blick geht nicht wirklich in die Landschaft.

Den #hambibleibt im Rücken und den #suendibleibt fest im Blick. Was RWE hier anrichtet, ist schwer in Worte zu fassen. Die ökologischen Schäden sind gewaltig – und sie werden sich nie wirklich ausgleichen oder kompensieren lassen.

Und doch gibt es sie: die Menschen, die immer noch vor Ort sind. Die sich im letzten Rest des Waldes den Plänen entgegenstellen. Still, entschlossen, unbeirrt.

Manchmal braucht es nicht viele Worte – nur die Erinnerung daran, dass Widerstand auch Ausdauer bedeutet. Und es gilt immer noch das alte Motto: Gemeinsam sind wir unausstehlich 😉

Tausche Lebensraum gegen Parkraum.

Sind wir ehrlich: Autos sind in der Stadt längst Stehzeuge und keine Fahrzeuge. Ganze Straßenzüge werden blockiert – dabei könnte hier so viel mehr Leben stattfinden. Die Idee kam mir unterwegs – beim Blick auf ein Wahlplakat der @gruene_duesseldorf_bezirk3 : Dort wurde vorgeschlagen, die Konkordiastraße komplett neu zu denken und visionär zu überarbeiten – mit mehr Bäumen und Wasserlauf (gespeist aus der unterirdisch fliessenden Düssel) usw.

Eine schöne Vision, die mich direkt inspiriert hat. Warum nicht mehr Spielstraßen schaffen bei uns im Viertel wie zum Beispiel auf Straßen die innerhalb der Quartiere liegen wie der Sedanstraße?

Weniger Blech, mehr Platz zum Spielen, Radeln, Quatschen. Kinder mit Kreide auf dem Asphalt, Bänke zum Sitzen, Nachbarschaft, die sich trifft…. Kurz um – eine Straße, die wieder den Menschen gehört. Was muss man eigentlich tun, um eine Straße offiziell als Spielstraße auszuweisen? Welche Auflagen, welche Möglichkeiten gibt es?

Vielleicht ist es ein weiter Weg – aber jede Veränderung beginnt mit einer Idee. Und manchmal eben mit einem Plakat an der Ecke.

Büdchentag 2025 – Friedensplätzchen ist ready!

So, die Pavillons stehen, die Soundtechnik läuft – und das Friedensplätzchen ist damit offiziell im Büdchentag-Modus. Nach und nach trudeln die Stände ein und gleich übernehmen die Künstlerinnen die Bühne.

Es ist diese besondere Mischung, die den Tag ausmacht: ein bisschen improvisiert, ein bisschen Festival, aber vor allem Nachbarschaft pur. Supported by unserer NachbarschaftsInitiative – genau so, wie es sein soll.

Also: kommt heute Nachmittag vorbei, genießt den Tag und feiert mit uns das, was ein Büdchentag ausmacht – Gemeinschaft, Kultur und eine große Portion Düsseldorfer Straßencharme.

„Büdchentag 2025 – Friedensplätzchen ist ready!“ weiterlesen

Büdchentag 2025 – raus aus der Tür, rein ins Viertel

Am 30. August ist es wieder soweit: Düsseldorf feiert zum 9. Mal den Büdchentag. Merkt euch das Datum, ne? Dann heißt es wieder durch die Stadt rauschen, tanzen, lachen – und dabei die Gemeinschaft und den Zusammenhalt feiern.

Seit 2016 bringt dieses dezentrale Stadtfest Menschen zusammen: rund 30 Kioske machen mit, dazu Künstlerinnen, Studierende und Nachbarinnen aus allen Ecken der Stadt. Ein Büdchen ist ja sowieso viel mehr als nur ein Ort für kalte Getränke – es ist Treffpunkt, Anlaufstelle und kleiner Lebensmittelpunkt im Viertel. Seit 2020 ist die Trinkhallenkultur sogar immaterielles Kulturerbe von NRW. Ziemlich verdient, wenn ihr uns fragt.

Beim Büdchentag wird genau das gefeiert: Vielfalt, Nachbarschaft und die kleine große Kultur der Trinkhalle. Überall gibt es Live-Musik, Kunstperformances, Essen, Trinken und spontane Begegnungen. Von Unterbilk bis Flingern, von Oberkassel bis Eller – überall öffnen Büdchen ihre Türen und machen den Asphalt ein bisschen wärmer, bunter, lebendiger.

Kurz gesagt: ein Fest für alle. Offen, niedrigschwellig, umsonst und draußen. Ein Tag, an dem die Stadt ein bisschen näher zusammenrückt.

Also: Kalender zücken, den 30. August fett markieren und den Büdchentag 2025 mit uns feiern. Das ganze Programm mit Bühnen, Aktionen und Treffpunkten findet ihr hier:

duesseldorfer-buedchentag.de/programm-2025

Auf die Nachbarschaft, die Stadt Düsseldorf – und einen entspannten Büdchentag!

Entmietungsalarm auf der Konkordiastraße – Wie Gentrifizierung unsere Nachbarschaften verändert

Die Bewohner:innen auf der Konkordiastraße eines Hauses bekommen plötzlich mit, dass ihr Zuhause verkauft wurde. Für sie ein Schock. Der neue Eigentümer macht keinen Hehl daraus, dass er möglichst bald die meisten Mieter:innen raus haben will. Ein bekanntes Muster – nicht nur hier, sondern auch auf der Luisenstraße oder der Aaachener Straße, wo bereits viele Familien und Einzelpersonen ihre Wohnungen räumen mussten.

„Wir wollen bleiben“, sagen sie bei einem Pressetermin vor ihrem Haus. „Hier ist unser Zuhause. Hier haben wir Freund:innen, unser soziales Umfeld, unsere kleinen Rituale.“ Und einen bezahlbaren Ersatz im Viertel zu finden, das ist nahezu unmöglich.

Dieses Beispiel ist kein Einzelfall. In Düsseldorf – in all seinen Stadtteilen – erleben immer mehr Menschen das Gefühl, ihre Heimat zu verlieren. Mieterhöhungen, Kündigungen, Schikanen durch Vermieter und die Übernahme durch renditeorientierte Investoren führen dazu, dass Menschen aus ihren vertrauten Vierteln gedrängt werden. Das ist die bittere Realität der Gentrifizierung und Verdrängung.

Doch es gibt auch das Bündnis für bezahlbaren Wohnraum Düsseldorf, das sich seit seiner Gründung aus verschiedenen Initiativen und Organisationen zusammensetzt, und eine Plattform sowie Unterstützung bietet. . Gemeinsam treten sie für den Erhalt und die Schaffung von Wohnraum ein, der für alle bezahlbar bleibt. Mehr Infos unter: www.bezahlbarer-wohnraum-duesseldorf.derf.de

„Entmietungsalarm auf der Konkordiastraße – Wie Gentrifizierung unsere Nachbarschaften verändert“ weiterlesen