PRÜF NRW, PRÜF!

Es gibt Tage, an denen man sich entscheiden muss, ob man nur zuschaut – oder Haltung zeigt. Heute ist so ein Tag. Um 14 Uhr startet am Graf-Adolf-Platz die PRÜF-Demo. Die Forderung ist klar und längst überfällig: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden oder unter entsprechendem Verdacht stehen, müssen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.

Der Aufruf dahinter ist bewusst einfach gehalten: Wenn in Deutschland alles geprüft wird – vom Toaster bis zur Wasserqualität – dann sollte das auch für Parteien gelten, die im Verdacht stehen, die demokratische Grundordnung infrage zu stellen. Oder kurz gesagt: „Ordnung muss sein.“

Rechtsextreme Positionen, Rassismus und Rechtspopulismus sind keine Meinung wie jede andere. Sie greifen das Fundament an, auf dem unsere Gesellschaft steht. Und wer unsere Demokratie abschaffen will, darf sich nicht ungestört hinter ihr verstecken. NRW ist vielfältig, solidarisch und offen – zumindest im Anspruch. Aber genau dieser Anspruch muss auch politisch eingelöst werden. Wegschauen oder Abwarten reicht nicht.

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Prüf heute, schütz morgen!

Unter dem Motto „PRÜF!“ geht es am 13.06.26 wieder auf die Straße – klar, sichtbar und mit einer einfachen, aber gewichtigen Forderung: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden. Nicht kompliziert. Sondern konsequent.

Los geht es um 13:30 Uhr mit einer Kundgebung am Graf-Adolf-Platz. Um 14 Uhr startet der Demozug – pünktlich, versteht sich. Von dort führt die Strecke über die Kö und weiter durch die Innenstadt: vorbei an Orten, die viele aus dem Alltag kennen, die an diesem Tag aber zu einer gemeinsamen Route werden. Rund 2,5 Kilometer bis in den Hofgarten, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

Mehr Infos gibt es unter pruef-demos.de/nrw/

„Tanzen, bis die Prüfung kommt!“

Bewegung statt Stillstand: Die fünfte Düsseldorfer „Prüf!“-Demo verlässt am Samstag (9. Mai) ihren gewohnten Platz vor dem Landtag und wird zur Lauf- und Tanzdemo quer durch die Innenstadt. Start ist um 14 Uhr am Worringer Platz – und von dort geht’s mit Beats, Bannern und Botschaft über Karlstraße, Stresemannplatz, Graf-Adolf-Straße und die Kö bis zum Corneliusplatz.

Das Motto ist Programm: „Tanzen, bis die Prüfung kommt!“ – und dahinter steckt mehr als gute Stimmung. Es geht um eine einfache, aber überfällige Forderung: Prüfen, ob Parteien, die als rechtsextremer Verdachtsfall gelten oder entsprechend eingestuft sind, überhaupt auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Nicht irgendwann. Jetzt.

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Kein Podium für Remigrationsfantasien

Ein wichtiger Aktionsaufruf von Düsseldorf stellt sich quer : Am 27.04. will die AfD Düsseldorf im Bürgerhaus Bilk – also direkt an den Arcaden – erneut einer der radikalsten Vertreterinnen ihres menschenfeindlichen Projektes eine Bühne geben. „Remigration“ klingt harmlos, meint aber rassistische Vertreibung, Ausgrenzung und die Idee, Menschen nach Herkunft oder politischer Haltung aus dem Land zu deportieren.

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Erinnerung an die Bücherverbrennung in Düsseldorf

„Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald auch Menschen.“ – Heinrich Heines warnende Worte sind heute aktueller denn je.

Gerade hier, in unserer Stadt, ist dieses Kapitel der Geschichte besonders nah: Am 11. April 1933, vor dem damaligen Planetarium – der heutigen Tonhalle – brannten in Düsseldorf die Werke zahlreicher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Organisiert wurde die Aktion nicht etwa von der Universität, sondern von der Hitlerjugend, angekündigt als „Kundgebung der Düsseldorfer Jugend“.
Unter dem Motto „wider den undeutschen Geist“ wurden die Bücher von Heinrich Heine, Erich Maria Remarque, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner, Anna Seghers, Else Lasker-Schüler, Karl Marx, Sigmund Freud und vielen anderen in die Flammen geworfen. Die bekannteste dieser Aktionen fand wenige Wochen später – am 10. Mai 1933 – auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen August-Bebel-Platz, statt.

Am 11. April 2026 um 11 Uhr laden die Omas gegen Rechts Düsseldorf zur öffentlichen Lesung auf dem Schadowplatz ein – mit Texten jener Autorinnen und Autoren, deren Stimmen damals ausgelöscht werden sollten.

Wir wollen, dass ihr prüft – jetzt.

Am Samstag, 11.04.2026, um 14 Uhr ruft die Initiative PRÜF erneut auf die Wiese vor dem Landtag in Düsseldorf. Wer ein Zeichen für Demokratie setzen will, ist hier genau richtig: Kommt vorbei, bringt Freundinnen, Freunde und Kolleg:innen mit und zeigt gemeinsam Haltung.


PRÜF steht für „Prüfung rettet übrigens Freiheit!“. Die Forderung ist klar und dringend: Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden. Es geht um den Schutz unserer Demokratie, um klare Grenzen gegenüber Extremismus und darum, dass politisches Wegsehen keine Option bleibt.

Die Bewegung wächst sichtbar. Bereits 70.200+ Menschen haben an PRÜF-Demos teilgenommen, 94.125 Unterschriften wurden für die Petition gesammelt, und seit fünf Monaten gehen Menschen bei insgesamt 19 PRÜF-Demos auf die Straße. Das zeigt: Der Wunsch nach einer konsequenten Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus ist längst da.


Auch politisch gibt es einen klaren Hebel: Der Bundesrat kann die Prüfung ohne den Bundestag beantragen. Für eine Mehrheit reichen 35 von 69 Stimmen — es fehlen also nur noch 21 Stimmen. Jetzt ist der Moment, den Druck weiter zu erhöhen.
Also: Hin gehen, laut sein, sichtbar werden. Die Demo vor dem Landtag in NRW ist eine Gelegenheit, Demokratie nicht nur zu fordern, sondern sie auch gemeinsam zu verteidigen. Wir sehen uns auf der Straße 🙂

Unsere NRW Landesregierung hat PRÜFungsangst

Auf der Wiese vor dem Landtag hat Düsseldorf heute trotz Regen ein deutliches Signal gesendet: PRÜF, NRW, PRÜF! Rund 1.500 Menschen standen am Nachmittag im Nieselregen, um den Abgeordneten im Landtag im Grunde nur einen einzigen Wunsch mitzugeben: Prüft rechtsextreme Parteien – mit den Mitteln des Rechtsstaats, nicht mit Bauchgefühl.

PRÜF steht für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“ und die Forderung ist klar: Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.

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Regennass und trotzdem da…

Ich fahre gerade zurück. Die Jacke klatschnass und der Hoodie feucht. Schuhe durchweicht. Stimme heiser. Wir haben nicht geschwiegen.
Demokratie passiert nicht nur im Parlament. Sie passiert auf der Straße.
Wer schweigt, stimmt zu. Und Düsseldorf hat heute nicht geschwiegen.

Montagabend in Garath. Regen. Dunkle Wolken. Und mehr als 12.000 Menschen, die sich entschieden haben, gegen rechtsradikale Hetze aufzustehen. Gegen den Auftritt von Björn Höcke im Kulturhaus Süd. Gegen rechte Demagogie. Gegen das schleichende Gewöhnen an Sprache und Ideologie, die unsere offene Gesellschaft angreifen.

Wehrhafte Demokratie ist kein Schlagwort aus einer beliebigen Sonntagsrede. Sie ist Praxis. Sie bedeutet, dass wir nicht warten, bis Gerichte entscheiden oder Parlamente debattieren. Sie bedeutet, dass wir selbst Verantwortung übernehmen, wenn rechte Demagogen versuchen, sich in unsere Viertel einzunisten.

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