Regennass und trotzdem da…

Ich fahre gerade zurück. Die Jacke klatschnass und der Hoodie feucht. Schuhe durchweicht. Stimme heiser. Wir haben nicht geschwiegen.
Demokratie passiert nicht nur im Parlament. Sie passiert auf der Straße.
Wer schweigt, stimmt zu. Und Düsseldorf hat heute nicht geschwiegen.

Montagabend in Garath. Regen. Dunkle Wolken. Und mehr als 12.000 Menschen, die sich entschieden haben, gegen rechtsradikale Hetze aufzustehen. Gegen den Auftritt von Björn Höcke im Kulturhaus Süd. Gegen rechte Demagogie. Gegen das schleichende Gewöhnen an Sprache und Ideologie, die unsere offene Gesellschaft angreifen.

Wehrhafte Demokratie ist kein Schlagwort aus einer beliebigen Sonntagsrede. Sie ist Praxis. Sie bedeutet, dass wir nicht warten, bis Gerichte entscheiden oder Parlamente debattieren. Sie bedeutet, dass wir selbst Verantwortung übernehmen, wenn rechte Demagogen versuchen, sich in unsere Viertel einzunisten.

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Gemeinsam gegen Höcke und die AfD auf die Straße gehen (Update)

Düsseldorf ist bunt, weltoffen und tolerant! Wir brauchen keine menschenfeindliche Parolen und dumpfe Stimmungsmache von zugereisten Rechtsextremen und Nazis!

Am Montag, den 23. Februar 2026, will die AfD den Faschisten Björn Höcke zu einem Vortrag ins Kulturhaus Süd in Garath einladen. Ein Auftritt, der uns alle angeht . „Düsseldorf stellt sich quer“ (@dssq2015) und das Bündnis „Garath tolerant und weltoffen“ organisiert eine Gegendemonstration. Es gibt auch neben Gewerkschaften und Parteien auch weitere Initiven die zu Protesten und Aktionen aufrufen – unter anderem auch das Aktionsbündnis widersetzen. Am Montag werden mit zivilem Ungehorsam wieder viele Menschen auf die Straße gehen und gegen Faschismus und rechte Politik.​​​​ protestieren​. Widerstand ist möglich – und nötig!

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„PRÜF, PRÜF, PRÜF!“

Laut, bunt und entschlossen: Über 2.000 Menschen versammelten sich vor den Arkaden, um mit einer kraftvollen Demonstration eine klare Forderung auf die Straße zu tragen: „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“ – kurz PRÜF. Der Demonstrationszug zog durch Bilk und Unterbilk, endete auf dem Friedensplätzchen – und richtete sich direkt an die Politik: Partien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, müssen endlich vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden.

Eine Forderung. Ein Ziel. PRÜF steht für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“ – und genau das war heute der Kern: Wer die freiheitlich-demokratische Grundordnung bedroht, darf nicht ungehindert weiter agieren. „Wenn es für jeden Toaster eine Sicherheitsprüfung gibt, warum dann nicht für Parteien, die unsere Verfassung angreifen?“Es kann daher nur eine Antwort geben: „Prüf, prüf, prüf!“

Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht Schutz – und zwar jetzt. Parteien, bei denen der Verdacht besteht, sie könnten die Grundpfeiler unserer Gesellschaft untergraben. Die Demonstration war Teil einer wachsenden Bewegung (mehr dazu: pruef-demos.de), die seit Monaten Druck macht

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Tanzdemo zu Karneval. PRÜF bringt die Bewegung auf die Straße

Wer dachte, Karneval wäre nur in Köln oder Düsseldorf ein Ding, der irrt sich gewaltig! Am Samstag, den 14. Februar 2026, wird Bilk zum Hotspot für politische Tanzbewegungen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Statt klassischer Kundgebungen heißt es diesmal: Laufen, tanzen, laut sein! Die PRÜF-Demo (kurz für „Prüfung Rettet Übrigens Freiheit!“) lädt alle ein, die für Demokratie, Freiheit und gegen Rechtsextremismus auf die Straße gehen wollen.

PRÜF ist eine überparteiliche Bewegung, die sich für die konsequente Prüfung von Parteien einsetzt, bei denen ein berechtigter Verdacht auf Verfassungsfeindlichkeit besteht. Die Initiative verweist auf umfangreiche Recherchen und Beweissammlungen, etwa vom Zentrum für politische Schönheit oder dem Institut für Menschenrechte. Wer sich tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, findet dort fundierte Argumente und Fakten – etwa auch die 10 Fakten gegen rechtsextreme Mythen von Volksverpetzer.

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Höcke in Düsseldorf entgegentreten!

Am Montag, den 23. Februar 2026, will die AfD in Düsseldorf-Garath einen Vortrag mit Björn Höcke veranstalten – ausgerechnet im Kulturhaus Süd, das von der Stadt verwaltet wird. Höcke, einer der bekanntesten Vertreter der extremen Rechten in Deutschland, steht für rassistische, völkische und demokratiefeindliche Positionen. Dass er in einem städtischen Kulturhaus eine Bühne bekommt, ist ein Skandal. Das dürfen wir nicht hinnehmen!

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„Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat.“

Danke an die Brauerei Uerige für diese Bierdeckel. Nicht, weil sie belehren. Sondern weil sie erinnern. Daran, dass Toleranz kein bequemes Weglächeln ist. Kein „Lass mal laufen“. Danke dafür. Denn dieser Satz ist kein Wohlfühlzitat. Er ist eine Zumutung. Eine Aufforderung zum Denken.

Toleranz heißt nicht, alles durchzuwinken. Sie ist kein Schulterzucken und kein „Man wird ja wohl noch sagen dürfen“. Toleranz beginnt dort, wo ich mir ernsthaft zutraue, mich irren zu können. Wo ich bereit bin zuzuhören, auch wenn es unbequem wird. Aber genau hier liegt auch ihre Grenze.

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PRÜF: Prüfung Rettet Übrigens Freiheit.

In den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass autoritäres Denken und rechtsextreme Rhetorik längst wieder mitten in der Gesellschaft angekommen sind. Was früher am Rand stand, wird heute beklatscht, geteilt und gewählt.

Der Kabarettist und ehemalige Europaabgeordnete Nico Semsrott, der von Juli 2019 bis Juli 2024 im Europäischen Parlament saß, ruft jetzt dazu auf, die Petition „Prüft ein AfD-Verbot“ zu unterstützen. Sein Argument ist einfach: Wenn es ernsthafte Anzeichen gibt, dass eine Partei gegen die Grundwerte unserer Demokratie arbeitet, dann muss das Bundesverfassungsgericht prüfen, ob diese Partei mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar ist. Nicht der Bundestag, nicht die öffentliche Meinung, sondern das Gericht – das ist im Grundgesetz so vorgesehen.

Dass es solche Anzeichen gibt, lässt sich kaum leugnen. Der Verfassungsschutz stuft Teile der AfD als gesichert rechtsextrem ein. Journalist*innen, Faktenchecker und unabhängige Organisationen wie der Volksverpetzer haben unzählige Beispiele dokumentiert, in denen Funktionäre der Partei offen rassistische, demokratiefeindliche oder geschichtsrevisionistische Positionen vertreten. Und das Deutsche Institut für Menschenrechte kommt in einem Rechtsgutachten zu dem Schluss, dass die AfD die Kriterien für ein Parteiverbot erfüllt.

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Laut gegen Nazis zu sein ist normal und nicht linksextrem.

Rock gegen Rechts im Volksgarten. Umsonst & draußen, ab 14 Uhr auf der Ballonwiese. Musik, Freundinnen und Freunde treffen. Mit dabei: Jaya the Cat, The Courettes, Antifuchs, pogendroblem, Angelic in Jeans, Words Beyond Borders, Martin Marzipano und viele mehr. Über 30 Initiativen sind vor Ort – vernetzen, informieren, mitreden. Barrierefrei, solidarisch, laut und bunt.

Kommt vorbei. Im Volksgarten Düsseldorf – Ballonwiese – heute ab 14 Uhr bis spät in die Nacht 🙂 Mehr Infos: www.rock-gegen-rechts-duesseldorf.de We love music. We hate fascism.

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Nazi-Kundgebung vor dem DGB-Haus. Unsere Antwort : Wir stellen uns quer!

Am kommenden Samstag, den 22. März, soll unter dem Motto „Gemeinsam für Deutschland“ eine rechte Kundgebung in Düsseldorf stattfinden – um 14:00 Uhr vor dem DGB-Haus auf der Friedrich-Ebert-Straße. Seit Wochen wird diese Veranstaltung in rechten Netzwerken und über soziale Medien beworben. Neben der Kundgebung ist auch ein Autokorso geplant, der sich später dem rechten Aufmarsch anschließen soll. Daher ruft „Düsseldorf stellt sich quer“ dazu auf, sich ab 13:30 Uhr den Gegenprotesten anzuschließen! Treffpunkt für die Proteste und Aktionen ist Friedrich-Ebert-Straße (vor dem DGB-Haus)!

Rechtes Narrativ unter dem Deckmantel der „Meinungsfreiheit“

Die angekündigten Redner*innen haben eine deutliche Nähe zur AfD und anderen rechten bis rechtsextremen Strömungen. Ihre Forderungen – darunter „flächendeckende Grenzkontrollen“ und ein angeblicher „Schutz der Bevölkerung“ – entsprechen klassischen rechten Kampfbegriffen.

Bekannte Verschwörungserzählungen über eine „bedrohte Meinungsfreiheit“ und eine „Spaltung der Gesellschaft“ werden genutzt, um Ängste zu schüren. Dies erinnert stark an die extrem rechte Pandemieleugner*innen-Bewegung und ihre Protestformen, wie z. B. den geplanten Autokorso.

Die erwartete Teilnehmendenzahl dürfte im unteren dreistelligen Bereich liegen – doch auch kleinere Neonazi-Gruppen könnten sich einfinden.

Unsere Antwort: Gegenprotest organisieren & laut werden! Kein Platz für rechte Hetze! Lasst uns gemeinsam zeigen, dass Düsseldorf bunt, solidarisch und antifaschistisch bleibt!

Aktuelle Infos zu den Gegenprotesten gibt es hier: