Schlagwort: gentrifizierung

Wir sind alle BRAUSE!

Dies sind die Reste der ehemaligen ‚Tanke‘ an der Bilkerallee / Zimmerstraße. Bis vor wenigen Wochen war diese halbe Ruine noch ein Hotspot der Subkultur von Düsseldorf – die Metzgerei Schnitzel / BRAUSE . Heute Nachmittag wurde – obwohl es aktuell eine offizielle Prüfung auf Denkmalwürdigkeit gibt – mit dem Abriss begonnen – kurz nach der Mittagspause (taktisch?). Dies aber wohl ohne eine Genehmigung… *hüstel* aber wehe wir achten nicht eure Regeln. Durch eine Intervention des Bauaufsichtsamts (konkret Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege) kam es nur zu einem Teilabriss des Gebäudes. In der kommenden BV-Sitzung wird es nun zum Thema gemacht werden (mal sehen was dort kommt – vermutlich nur ein kurzer Sachstandsbericht). Aktuell versammeln sich immer mehr UnterstützerInnen und FreundInnen der Brause vor der Baustelle zu einer Mahnwache. Der Wunsch etwas gegen Gentrifizierung und den Ausverkauf unserer Viertel aktiv werden wird immer lauter!

Leerstand und Gammel statt Ideen und Konzepte.

Beim Thema Leerstand und Mangel an bezahlbarem Wohnraum fallen mir in Bilk aktuell einige Objekte ein die leer stehen – und nicht nur Wohnungen, sondern ganze Häuser. In einem solchen Gebäude wie dem hier könnte man sicherlich 10-12 Wohnungen und Appartements unterbringen. (10/2017)

Schade aber auch leider symptomatisch 😞 Nun wurde über Jahre gezögert und überlegt bzw nix gemacht das aus dem #leerstand des alten EVK Verwaltungsgebäudes wohl ein Fall für die Abrissbirne wird. Statt dies schöne, alte Objekt einer sinnvollen Nutzung zuzuführen – verrückte Idee : Wohnen für Jung & Alt – wurde lieber der Leerstand favorisiert. Aber auch Denkmalschutz kann man anscheinend einfach umgehen – man muss es nur ordentlich vergammeln lassen. Danke für nix! Hoffen wir mal das eine politische Initiative noch etwas bringt und dies schöne Gebäude erhalten wird und nicht einem weiteren Spekulanten-Bau weichen muss.

Gentrifizierung – ein Viertel zerfällt.

‚Wie viel wollt ihr uns noch wegnehmen, bis ihr merkt, dass wir es sind, die diese Stadt bunt machen.‘ Es geht aber nicht nur um Subkultur. Man kann seit Jahren dabei zusehen wie gewachsene Milieus verdrängt werden 🙁 Diese Spirale von Wohnumfeldverbesserungen, Aufwertungen, Modernisierungen, Luxus-Sanierungen, Spekulationen mit Leerstand, „Ferienapartments“ statt Mietwohnungen usw. dreht sich immer schneller in unserer Stadt. Was bleibt eigentlich von den Vierteln noch übrig wenn diese sich keine RentnerInnen, Angestellten, HandwerkerInnen, StudentInnen, KünstlerInnen, junge Familien, Menschen die auf Stütze angewiesen sind, GründerInnen mit Ideen usw. mehr leisten können? Wohnquartiere leben von der Vielfalt – diese sozialräumliche Segregation und fortschreitende Yuppisierung zerstören die Viertel. Es geht nicht „nur“ um Subkultur – es geht um Menschen die hier seit Jahrzehnten leben.

„Wir werden noch tanzen, wenn an euch schon keiner mehr denkt.“

Die BRAUSE hat heute ihren letzten Tag 🙁 Kommt heute noch mal vorbei und habt Spaß … Wir sind das Lachen! Die Idee der BRAUSE und die Erinnerungen werden bleiben und wir werden sehen was an anderer Stelle die Zukunft bringen wird…
Ich war immer gerne hier. Hab immer gerne ein Getränk zu mir genommen und geschaut oder zugehört oder gequatscht oder auch mal diskutiert… aber frustriert oder enttäuscht war ich nie. Dies liegt an den Menschen und dem Ort. Aber besonders an den Menschen. Wenn es eine realistische Chance für eine Neuauflage geben kann – dann mit der Konstellation an Menschen. Eine neue Location die Geschichte der Brause – Vereinsheim des Metzgerei Schnitzel e.V. muss her – bis zur Fortschreibung der Geschichte bleiben erst einmal die vielen bunten Erinnerungen. Danke für die vielen Jahre. Danke für die vielen Momente. Danke für alles und bis gleich.

Eine ‚Safari‘ durch unser Gentrifizierungs-Gebiet

Kurze Gedankenskizze : Spaziergänge zum Thema sollte es eigentlich viel öfter geben – vielleicht wäre auch ein virtueller Stadtrundgang mit der „Historia App“ der HHU hier hilfreich. Denn die vielen verschwinden Prozesse und Aspekte eines sozioökonomischen Strukturwandels in einem Viertel müssen nicht nur benannt, sondern auch eingeordnet werden. Womit beginnt denn die Aufwertung eines Stadtteils – ist es nur die Sanierung von Häusern oder der Umbau der Straßen? Was sind die Trigger die zu einer Yuppisierung und der Verdrängung der ansässigen Bevölkerung durch wohlhabendere Bevölkerungsschichten führt? Warum wird ein Viertel mit der Zeit hip und angesagt? Es gibt sichtbare Effekte für die Wandlung eines Viertels oder Wohnquartiers – aus einer Autowerkstatt wird eine Raum für Kunst & Kultur, aus einer Metzgerei ein Café, aus einer Fabrik ein CoworkingSpace oder eine Multifunktionsfläche für  Veranstaltungen, usw. – aber es ist nicht nur die Umnutzung von Flächen, sondern auch die Änderungen in den Mietpreisen und dem Gefüge der Eigentumsverhältnisse. Dies löst auch einen – dieser ist aber nicht direkt sichtbar –  Segregationsprozess innerhalb einer Stadt aus und ändert Gesellschaften / Miljös in Quartieren und wandelt diese. Es wäre ein perfektes Forschungsfeld für GeographInnen, by the way.  Es gab ja bereits einige Abhandlungen über die Gentrifizierung in unserer Stadt zB. „Lokale Transformationsprozesse in der Global City : Düsseldorf-Oberbilk – Strukturwandel eines citynahen Stadtteils“ – leider wird dies Thema nur sporadisch von den EntscheidungsträgerInnen in Politik und Verwaltung mitgedacht ist ein spannendes, vielschichtiges Thema, insbesondere wenn man schon sehr früh merkt das man auch Teil dieses ablaufenden Prozesses & Problems ist, aber keinen Hebel findet dies zu beeinflussen… Und natürlich ein Zitat vom Känguru „Letztens hatte ich den Gedanken, dass jeder, der das Wort Gentrifizierung kennt, Teil derselben ist“ (Marc-Uwe Kling)

Ein Zitat vom Känguru „Letztens hatte ich den Gedanken, dass jeder, der das Wort Gentrifizierung kennt, Teil derselben ist“ (Marc-Uwe Kling)

Kurze Gedankenskizze : Spaziergänge zum Thema sollte es eigentlich viel öfter geben – vielleicht wäre auch ein virtueller Stadtrundgang mit der „Historia App“ der HHU hier hilfreich. Denn die vielen verschwinden Prozesse und Aspekte eines sozioökonomischen Strukturwandels in einem Viertel müssen nicht nur benannt, sondern auch eingeordnet werden. Womit beginnt denn die Aufwertung eines Stadtteils – ist es nur die Sanierung von Häusern oder der Umbau der Straßen? Was sind die Trigger die zu einer Yuppisierung und der Verdrängung der ansässigen Bevölkerung durch wohlhabendere Bevölkerungsschichten führt? Warum wird ein Viertel mit der Zeit hip und angesagt? Es gibt sichtbare Effekte für die Wandlung eines Viertels oder Wohnquartiers – aus einer Autowerkstatt wird eine Raum für Kunst & Kultur, aus einer Metzgerei ein Café, aus einer Fabrik ein CoworkingSpace oder eine Multifunktionsfläche für Veranstaltungen, usw. – aber es ist nicht nur die Umnutzung von Flächen, sondern auch die Änderungen in den Mietpreisen und dem Gefüge der Eigentumsverhältnisse. Dies löst auch einen – dieser ist aber nicht direkt sichtbar – Segregationsprozess innerhalb einer Stadt aus und ändert Gesellschaften / Miljös in Quartieren und wandelt diese. Es wäre ein perfektes Forschungsfeld für GeographInnen, by the way. Es gab ja bereits einige Abhandlungen über die Gentrifizierung in unserer Stadt zB. „Lokale Transformationsprozesse in der Global City : Düsseldorf-Oberbilk – Strukturwandel eines citynahen Stadtteils“ – leider wird dies Thema nur sporadisch von den EntscheidungsträgerInnen in Politik und Verwaltung mitgedacht ist ein spannendes, vielschichtiges Thema, insbesondere wenn man schon sehr früh merkt das man auch Teil dieses ablaufenden Prozesses & Problems ist, aber keinen Hebel findet dies zu beeinflussen…

Die Brause wird verdrängt und dies schon bald… konkret Ende Mai 2019.

Der nächste Ort der verschwinden wird 😞 Lasst uns gemeinsam helfen und gemeinsam suchen – und dies nicht nur damit das Wohnzimmer von Bilk eine neue Bleibe findet 🙂

Unsere Wohnquartiere und Viertel unterliegen einem immer schnelleren Wandel und einer galoppierenden Umstrukturierung – gegen diesen sozioökonomischen Strukturwandel (auch als Gentrifizierung zusammengefasst) lässt sich leider aktuell gesellschaftlich nur wenig ausrichten. 
Es scheint auch nur wenige Argumente zu geben die von den Akteuren, sprich Investoren und StadtplanerInnen, verstanden werden – sozialpolitische Gründe gegen eine fortschreitende Segregation sind schließlich irrelevant. Versuche kann man es ja mal so: wenn man zu viel vom Flair eines Viertels zerstört – also Orte die ein Viertel prägen und ausmachen entfernt – desto eher ist ein solches Viertel nicht mehr lebenswert und damit uninteressant für Menschen die dort leben und investieren wollen. 

Ich befürchte es ist den Immobilien-Heuschrecken einfach egal, denn wenn es nicht mehr lukrativ genug ist, dann ziehen sie weiter. Würden die EigentümerInnen der Häuser oder Grundstücke selber hier wohnen & leben würden viele Entscheidungen anders ausfallen.

Am liebsten möchte man den Verantwortlichen entgegenschreien : Finger weg von unserem Viertel!

Hier die Stellungnahme der Brause – Vereinsheim des Metzgerei Schnitzel e.V.:

Liebe Freundinnen und Freunde der Brause!
Leider müssen wir Euch schweren Herzens mitteilen, dass wir nun schon zum 31.05.2019 raus müssen. Bis Ende Juni bauen wir dann unser kleines Vereinsheim ab. Auch für uns kommt diese Nachricht überraschend. Und nach dem schweren Schock, den wir letztes Jahr mit der Nachricht, dass wir raus müssen, erlitten haben, ist dies wieder eine Hiobsbotschaft. Es schmerzt gerade sehr.
In gut drei Monaten verschwindet in Friedrichstadt eine Institution der Sub- und Off-Kultur. Düsseldorf verliert das „Wohnzimmer von Bilk“! Ein Ort, an dem man stets mit Sinn rumgehangen hat. 18 Jahre lang wurde hier gezeigt, wie man im Gegensatz zum etablierten Kunst- und Kulturbetrieb in einer alternativen Form Kunst und Kultur anbieten kann. Und das lediglich für ein Lächeln.
Düsseldorf bekommt einen neuen grauen Fleck. Bunte Kulturorte verschwinden und müssen Wohnraum weichen. Versteht uns bitte nicht falsch. Wohnraum ist wichtig. Aber dann bitte auch für jeden bezahlbar. Dennoch müssen Kleinkulturstätten geschützt werden. Sie sind Oasen der Entspannung in einer vitalen Großstadt, Quellen der Kreativität und der Nährboden für die große Kunst und Kultur.
Die Stadt gehört den Bewohnern, nicht irgendwelchen Immobilienfirmen oder seelen- und herzlosen Investoren. Sagt „Nein“ zur Gentrifizierung! Bezahlbarer Wohnraum und Kulturorte für alle! Unsere Stadt soll nicht langweilig und grau werden. Wir wollen lebendige, lebhafte, bunte Viertel haben, in denen Kunst und Kultur gedeihen kann. Wir sind die Stadt und wir gestalten diese, wie es uns beliebt.
Wir danken unseren Freunden und besten Nachbarn von der Automobilfaktur und dem Kucheneck. ❤️ Wir wünschen Euch viel Erfolg bei der Suche nach einem neuen Objekt. Bei denen geht es um Existenzen! Wir danken unserer großartigen Nachbarschaft. ❤️ Dem Bilker Häzz, dem Kiosk, den Dönerbuden und dem Linken Zentrum. Beste Ecke in Düsseldorf! Wir danken unseren Anwohnern auf der Zimmerstraße und auf der Bilker Allee für deren Geduld mit uns, denn bestimmt waren wir auch mal etwas lauter. ❤️ Wir waren aber gerne in Eurer Nähe. Wir danken den KünstlerInnen und MusikerInnen, die bei uns ausgestellt, gelesen und musiziert haben. ❤️ Ihr habt das Wohnzimmer von Bilk zum Strahlen gebracht. Ihr habt dem Rumhängen Sinn gegeben. Wir danken der Brause Crew, die unermüdlich und freiwillig, ohne dass sie Geld verdiente, den Laden schmiss und das alles erst ermöglicht hat. ❤️ Ihr seid fantastisch! Schließlich wollen wir unseren Gästen danken. ❤️ Ihr habt die Brause mit Leben gefüllt und uns in einem Maße supportet, dass wir sprachlos sind. Vielen Dank! ❤️❤️❤️
Es waren 18 wundervolle Jahre. Wir hatten unendlich viel Spaß! Wir könnten gerade losheulen. Wir vermissen unsere kleine Tankstelle jetzt schon. Aber unsere Suche nach einem neuen Objekt läuft auf Hochtouren und wir werden jetzt noch eine Schippe drauflegen. Die Brause geht. Aber das Lächeln bleibt! 😊
Eure Brause ❤️😘
PS: Morgen feiern wir bei der alten Brause das letzte Mal Karneval mit Euch. Wir würden uns über einen kurzen Besuch von Euch freuen. Gönnt Euch ein oder zwei Getränke und macht noch einmal ausgelassen Party mit uns. Wenn Ihr uns einen riesengroßen Gefallen tun wollt, dann spendet uns Euren Pfand. Dieser wird zu hundert Prozent in unsere Umzugskasse fließen. Vielen lieben Dank! ❤️

Brause – Vereinsheim des Metzgerei Schnitzel e.V (2. März um 09:24) · 

Fahrrad Müller – ein Laden mit Charakter & Geschichte

Es hat sich ja bereits herumgesprochen – der ra(n)dvolle Laden ‚Fahrrad Müller‘ auf der Bilkerallee würde eigentlich in wenigen Monaten seinen 100sten Geburtstag feiern können. Aber „dank“ des neuen Eigentümers des Hauses muss der Laden bis Ende Mai raus und sich eine neue Location suchen, ick hör dir trapsen. Es ist schade, wie sich es sich hier im Viertel entwickelt. Drücke Carsten und seinem Team die Daumen bei der Suche nach einer neuen Location.

Es hat sich ja bereits herumgesprochen – der ra(n)dvolle Laden ‚Fahrrad Müller‘ auf der Bilkerallee würde eigentlich in wenigen Monaten seinen 100sten Geburtstag feiern können. Aber „dank“ des neuen Eigentümers des Hauses muss der Laden bis Ende Mai raus und sich eine neue Location suchen,  Gentrifizierung, ick hör dir trapsen. Es ist schade, wie sich es sich hier im Viertel entwickelt.

Drücke Carsten und seinem Team die Daumen bei der Suche nach einer neuen Location.

‚Jeder Mensch braucht ein Zuhause‘

 ‚Jeder Mensch braucht ein Zuhause‘ - ein Aktionstag der @caritas.de zum Thema Wohnungsnot. Es fehlen rund 1 Millionen Wohnungen in Deutschland und damit sind bezahlbare Wohnungen gemeint. Durch Spekulationen mit Wohnraum und einer fortschreitenden Gentrifizierung in städtischen Wohnquartieren wird wohnen immer mehr zum Luxus...
Jeder Mensch braucht ein Zuhause‘ – ein Aktionstag der Caritas zum Thema Wohnungsnot. Es fehlen rund 1 Millionen Wohnungen in Deutschland und damit sind bezahlbare Wohnungen gemeint. Durch Spekulationen mit Wohnraum und einer fortschreitenden Gentrifizierung in städtischen Wohnquartieren wird wohnen immer mehr zum Luxus.

Ein Zuhause für jeden darf in einem reichen Land wie Deutschland jedoch kein Privileg sein, sondern stellt ein Grundrecht dar. Die Caritas setzt sich mit ihrer Kampagne für bezahlbaren Wohnraum ein.

Die Brause aka Metzgerei Schnitzel hat die Kündigung bekommen!

Ich bin geschockt :-/ Das Ende der Brause – Vereinsheim des Metzgerei Schnitzel e.V. wird in 2 Jahren kommen 🙁 Die Gentrification in unserem Viertel schlägt weiter zu und die Orte, die dieses Viertel ausmachen, werden immer weiter verschwinden. Warum? Damit Menschen hier hinziehen und andere Menschen damit einfaches Geld verdienen aber dies Menschen werden sich irgendwann mal fragen : Warum soll es denn hier so toll sein? Die Menschen und deren Projekte und Lebensweisen prägen ein Viertel – dies ist aber der Wirtschaft egal, Hauptsache Profit und Gewinn und wenig Steuern und Egoismus und Gewinnstreben pur und immer mehr mehr mehr…

Liebe Freundinnen und Freunde der Brause!
Wir haben schlechte Nachrichten! Das Grundstück auf dem die Brause steht, wurde verkauft und es soll bebaut werden. Nicht direkt! Keine Sorge. Aber spätestens zum 31.10.2020 müssen wir raus. Dann kommen irgendwann die Bagger und machen unsere kleine, schöne und gemütliche Tankstelle dem Erdboden gleich.
Der Gentrifizierung in Düsseldorf fällt ein weiteres kulturelles Kleinod zum Opfer. Die Brause war sich immer bewusst, dass wir leider auch ein Teil dieses Prozess waren und auch noch sind. Wir haben auch stets intern darüber diskutiert. Gentrifizierung wollten wir nie! Es ging und geht uns immer darum einen Ort zu schaffen, der künstlerischer und kultureller Begegnungsraum ist und an dem man sich einfach nur wohlfühlt. Und wo man selbstverständlich auch lächelt. Mit der Brause wird eine weitere Institution der Kleinkultur aus dem Düsseldorfer Stadtbild verschwinden. Und dies ist ein erneuter Schlag für die unabhängige Kleinkulturszene in der Stadt am Rhein. Nach dem Damen und Herren verliert der Stadtteil Friedrichstadt nun also auch die Brause.

Seit 17 Jahren kann man bei uns mit Sinn rumhängen. Wir haben viel erlebt. Es gab Höhen und Tiefen. Und dennoch sind wir geblieben und haben einfach unser Ding durchgezogen. Mit Herzblut und viel Schweiß haben unsere Mitglieder ehrenamtlich etwas geschaffen, dass einfach nur großartig ist. Und all die vielen Künstler und Musiker haben die Brause mit Leben und einem Zauber, der seinesgleichen sucht, gefüllt. Und natürlich haben alle Gäste, Freunde und Unterstützer dafür gesorgt, dass wir immer Bock auf dieses einzigartige Projekt hatten und noch immer haben.

Wir sind erschüttert und sehr traurig. Es schmerzt gerade unheimlich. Aber wir sind noch nicht weg. Gut zwei Jahre haben wir noch und diese zwei Jahre werden wir in vollen Zügen mit Euch genießen. Auch werden wir uns zusammensetzen und beratschlagen, wie es weitergeht und wie wir mit dieser Situation umgehen. Aber erstmal müssen wir den Schock verkraften. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten. Es wird weitergehen! Das Lächeln bleibt! 😊

Wir danken und lieben Euch ❤
Eure Brause