Sonntag am Sündewäldchen – Zeigt, dass dieser Wald nicht allein ist.

Der Sündewäldchen bei Manheim steht wieder im Zentrum eines Konflikts, den wir längst überwunden glaubten. Während sich der Tagebau langsam an das letzte Stück Wald heranschiebt, wächst auch der Druck auf die Besetzer*innen und die beiden Mahnwachen, die seit Jahren versuchen, zu schützen, was von einer ganzen Landschaft noch übrig ist. Seit zwei Wochen gibt es eine neu gebaute Rampe direkt aus dem Tagebau, die unverkennbar in Richtung des verbleibenden Waldstücks zeigt. Im Umfeld des Waldes wurden in den letzten Tagen Hubsteiger, Gitter, Baustrahler, Radlader – ein Arsenal, das nur eine Botschaft hat: Die Räumung wird erwartet. Und bald. Umso wichtiger ist es jetzt, sichtbar zu sein.
Umso wichtiger ist es, nicht still zu bleiben.

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Herbstspaziergang am Tagebaurand

Ich war heute im besetzten Sündewäldchen bei Manheim, am Rand des Tagebaus bei Buir. Ein Ort zwischen Hoffnung und Widerstand – zwischen dem, was bleibt, und dem, was noch verteidigt werden muss.

Seit Beginn der neuen Rodungssaison rechnen die Aktivist*innen jederzeit mit der Räumung. Ein Großteil des Waldes wurde im Frühjahr bereits von RWE gerodet. Nur die Bereiche, die von Menschen geschützt werden – durch Baumhäuser, Seiltraversen und Mut – stehen noch.
Doch dieser Wald ist mehr als ein Restwald. Er ist lebendig. Er ist vernetzt. Und er ist wichtig. Das Sündewäldchen bildet den Trittstein zwischen dem Hambacher Forst und der Steinheide – ein zentraler Bestandteil der Biotopvernetzung, die in Zeiten des Artensterbens und der Klimakrise wichtiger ist denn je.

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Der Blick geht nicht wirklich in die Landschaft.

Den #hambibleibt im Rücken und den #suendibleibt fest im Blick. Was RWE hier anrichtet, ist schwer in Worte zu fassen. Die ökologischen Schäden sind gewaltig – und sie werden sich nie wirklich ausgleichen oder kompensieren lassen.

Und doch gibt es sie: die Menschen, die immer noch vor Ort sind. Die sich im letzten Rest des Waldes den Plänen entgegenstellen. Still, entschlossen, unbeirrt.

Manchmal braucht es nicht viele Worte – nur die Erinnerung daran, dass Widerstand auch Ausdauer bedeutet. Und es gilt immer noch das alte Motto: Gemeinsam sind wir unausstehlich 😉

Vergiss Meyn nicht – Film, Erinnerung. Hambi lebt.

Am Anfang ist da nur Stille. Die Kamera fängt den Blick vom Waldboden ein, schwenkt langsam über die hohen Baumkronen, die in den blauen Septemberhimmel ragen. Ein friedliches Bild. Doch die Ruhe trügt. Stimmen, Schreie, Weinen – Geräusche drängen sich ins Bild, bis ein Polizist nach der Linse greift. Es sind die letzten Bilder der 360°-Helmkamera von Steffen Meyn – und die ersten, die der Film „Vergiss Meyn nicht“ zeigt.

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Zwischen Baumhaus und Baggerschaufel – vom Sündenwald und dem Mut dagegenzuhalten

Neulich, irgendwo zwischen Wäsche aufhängen und Feierabendbier, höre ich diesen Podcast.
Unbequem – mit Shari Jung“. Die Folge: Sündenwald besetzt: Kai & Tortuga im Protest gegen RWE.

Und plötzlich bin ich nicht mehr in meiner Küche, sondern gedanklich mitten in einem kleinen, unscheinbaren Waldstück – gleich neben dem bekannteren Hambacher Forst. Sündi aka Sündenwäldchen. Ein Ort, der klingt wie aus einem Märchenbuch, aber die Realität dort ist härter als jede Fabel.

Seit September 2024 halten Kai und Tortuga mit einer Handvoll Aktivistis den Wald besetzt. Baumhäuser statt Wohnungen. Kochstelle statt Kantine. Hoffnung statt Routine.
Ihr Ziel? Ganz einfach, und doch so groß:
Zeit gewinnen. Aufmerksamkeit schaffen. Jeden Baum verteidigen.

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Sonntagsspaziergang im Sündi – während die Kettensägen schweigen

Heute war wieder Sonntagsspaziergang im Sündi, ein relevantes Waldstück unmittelbar am  Hambacher Forstes. Wir haben mal wieder Äpfel, Orangen, Mandarinen, warme Socken und dringend benötigte Handschuhe vorbeigebracht. Seit Mittwoch rückt RWE mit schwerem Gerät an und fällt systematisch den Wald. Ohne Rücksicht auf Winterquartiere geschützter Tiere, ohne Transparenz, ohne Presse. Selbst Bäume, die als Lebensraum für Fledermäuse markiert wurden, werden einfach gefällt und geschreddert.

Warum das alles? Nicht für Kohle – sondern für Kies und Sand. RWE will die sogenannte Manheimer Bucht abbaggern, um mit dem Material die Hänge des Tagebaus zu stabilisieren und irgendwann einen riesigen Fantasie-See zu schaffen.

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Alarmstufe Rot am Hambacher Forst. Gemeinsam gegen die Zerstörung des Sündenwäldchens

Es ist wieder so weit: Der Hambacher Forst, ein Symbol für den Kampf um Klimaschutz und nachhaltige Zukunft, ist erneut in Gefahr. Die RWE Power AG plant, Fakten zu schaffen und das Manheimer „Sünden“- oder „Sportplatz“-Wäldchen zu zerstören – eine Schlüsselstelle im Biotopverbund der Region.

Warum dieser Wald so wichtig ist

Das Sündenwäldchen ist nicht nur ein Stück Natur, sondern ein unverzichtbarer ökologischer Trittstein für die Region. Hier leben streng geschützte Fledermäuse, und der Stieleichen-Hainbuchenwald ist von hohem naturschutzfachlichem Wert. Seine Zerstörung würde einen massiven Rückschlag für die Wiedervernetzung des Hambacher Waldes bedeuten und die langfristige Rettung dieser einzigartigen Waldlandschaft nahezu unmöglich machen.

Doch RWE will den Wald roden – nicht, weil es um dringend benötigten Raum oder Rohstoffe geht, sondern um Material für die Böschungsstabilisierung und die (unsinnig überhöhte) Innenkippe des Tagebaus zu gewinnen. Ein Kahlschlag ohne Rücksicht auf die ökologischen und klimatischen Folgen.

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