Jazz meets Bilk

JazzCity Bilk ist längst mehr als ein Ersatz für die Jazz Rally – das Festival hat sich in Bilk als eigenständiges, urbanes Kulturereignis etabliert und verbindet Konzerte, Tanz und Kunst quasi zu einem vielschichtigen Stadtteil‑Festival. Was 2024 als Alternativformat startete, ist heute ein fester Bestandteil des Düsseldorfer Kultursommers geworden.

Aus dem Wunsch heraus, die Jazzkultur in Düsseldorf zu stärken und Bilk als kulturelles Zentrum sichtbar zu machen, entstand JazzCity Bilk. Zwischen 6. und 10. Mai verwandelt sich der Stadtteil in eine offene Musiklandschaft mit mehr als 30 Veranstaltungen an Orten wie Jazz‑Schmiede, Bürgerhaus Bilk, Salzmannbau, Metropol Kino, Café Modigliani, Aachener Platz und Bilker Bunker.

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Wurmhotel. Wenn aus Kartoffelschalen wieder Erde wird.

Bioabfall ist kein Restmüll, sondern ein wertvoller Rohstoff. Die Stadtverwaltung wurde ganz aktuell vom Rat gebeten ein Konzept zu erarbeiten, wie die Nutzung der Biotonne weiter erhöht werden kann. Oder welche Alternativen es geben könnte, damit nicht fast ein Drittel des Restmülls immer teuer verbrannt werden muss.

Nur so als Anregung – wir haben 2018 in Amsterdam dies Wormenhotel gefunden – und der Name ist so charmant wie das Prinzip dahinter. Dort wohnen tausende Würmer, die sich durch Schalen von Obst und Gemüse arbeiten und daraus wertvollen Kompost machen. Was übrig bleibt, ist kein Müll mehr, sondern nährstoffreiche Erde für Pflanzen, Balkonkästen und Gärten.

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Unterbilk hat Geschichte(n).

Geschichten aus unserem Viertel. Auf der Lorettostraße (am Viertelladen)hängt gerade ein Aushang – es werden Geschichten aus dem Viertel gesucht. Nicht die glatten, sondern die echten.

Mir fallen da zum Beispiel solche ein: Wie war das eigentlich, als hier noch die Straßenbahn auf der Lorettostraße fuhr? Als der Plus auf der Lo im Sommer regelmäßig kapitulierte, weil die Kühlschränke streikten? Als das Friedensplätzchen einfach… nicht da war?
Oder noch weiter zurück: Als Unterbilk nicht „angesagt“, sondern einfach nah am Hafen war. Und mit Hafen meine ich nicht den Medienhafen mit Architekturpreisen, sondern den mit Lärm, Staub und diesem ganz eigenen Geruch. Eine Zeit, in der hier niemand freiwillig hinzog – und „Gentrifizierung“ eher nach Seminarraum klang als nach Realität vor der Haustür. Die vielen Hausprojekte, WGs, Kinderläden, Kollektive die es im Viertel gab.

30, 40, 50 Jahre – eigentlich nicht lange her. Und doch eine ganz andere Stadt. Genau solche Geschichten sucht ein Projekt der HSD. Wer Lust hat, Unterbilk nicht nur zu erleben, sondern festzuhalten: info@viertelladen.de

Vielleicht ist jetzt genau der Moment, diese kleinen Erinnerungen zu retten, bevor sie einfach verschwinden.

Vorfreude. Neuer Spielplatz am Kirchplatz :-)

Am Kirchplatz entsteht gerade ein neuer Spielplatz, direkt hinter der Kirche an der Kirchfeldstraße. Für viele Kinder im Viertel ist die Vorfreude schon jetzt groß, denn die neue Fläche verspricht genau das, was es in der Stadt so dringend braucht: Platz zum Spielen, Bewegen, Treffen und einfach Kind sein. „Das wird großartig“ sagen die kleinen Beobachterinnen und Beobachter mit denen ich unterwegs bin.

Geplant sind mehrere Spielgeräte, Sitzgelegenheiten und auch eine Fläche zum Boule-Spielen. Damit wird der Bereich nicht nur für Kinder attraktiv, sondern auch für Eltern, Großeltern und alle, die sich gern im Quartier aufhalten. Der Kirchplatz gewinnt damit einen weiteren Baustein als lebendiger Ort im Viertel, an dem sich verschiedene Generationen begegnen können.

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Jazz City Bilk. Bilk wird wieder zur Klangmeile

Jazz City Bilk ist längst mehr als ein Ersatz für die Jazz Rally: Das Festival hat sich in Bilk als eigenständiges, urbanes Kulturereignis etabliert und verbindet es Konzerte, Tanz und Kunst zu einem vielschichtigen Stadtteil-Festival.

Aus dem Wunsch heraus, die Jazzkultur in Düsseldorf lebendig zu halten und den Stadtteil Bilk als kulturelles Zentrum sichtbar zu machen ist dies Festival entstanden. Bilk wird über mehrere Tage hinweg zur offenen Musiklandschaft mit Spielorten wie Jazz-Schmiede, Bürgerhaus Bilk, Salzmannbau, Metropol Kino, Café Modigliani, Aachener Platz, Bilker Bunker und weiteren Orten. Genau dieser Mix aus etablierten Kulturorten, Nachbarschafts-Locations und Open-Air-Flächen macht den besonderen Reiz des Festivals aus.

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Gieß den Kiez. Ideen für eine lebenswerte Stadt.

Ein Hochsommer in der Stadt fühlt sich seit eininge Jahren an wie ein Backofen mit Kopfsteinpflaster. Die Luft steht, die Bäume hängen schlaff, und von unten glüht der Asphalt. Während wir über globale Klimaziele diskutieren, verdursten vor unserer Haustür die stillsten Verbündeten, die wir haben: unsere Stadtbäume.
Wer einmal bewusst darauf geachtet hat, wie eine junge Platane im Juli die Blätter aufrollt, versteht sofort, warum „Gießen“ mehr ist als Hobby für Gartenschalenromantiker – es ist Stadtpflege, Nachbarschaftsarbeit, Zukunftsschutz. Denn ohne regelmäßiges Wasser verlieren die Wurzeln Halt, die Krone stirbt zurück, und am Ende steht die Stadt ohne Schattenspender da.

Berlin hat es vorgemacht. Das Projekt Gieß den Kiez vom citylab-berlin.org/giess-den-kiez verbindet eine digitale Karte mit echter Nachbarschaftsenergie: Bürgerinnen und Bürger sehen, welche Bäume Durst haben, übernehmen Patenschaften und halten die Stadt lebendig – Eimer für Eimer. Kanne für Kanne. Dazu wurden auch fast 2000 öffentliche Pumpen und Brunnen kartiert…

Düsseldorf könnte das übernehmen, ganz bodenständig und praktisch. Mit Schwengelbrunnen, die Grundwasser statt Trinkwasser spenden, wäre das Gießen plötzlich einfach: kurze Wege, kein Transport, und vor allem kein schlechtes Gewissen. Es wäre eine Ergänzung für die Orte der Gießkannenheldinnen an denen es keine IBC Container geben kann, die Regenwasser auffangen können.

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Schokohohlkörperfiguren. Osterfeuer. Mogelpackungen.

Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern – das klingt nach Kirchenbank, Eierfärben und ein bisschen Restfrömmigkeit im Supermarktregal. In Wahrheit ist das Fest längst ein seltsamer Mischmasch aus christlicher Heilserzählung, Frühlingsfolklore und knallhartem Konsum.
Nur zur Einordnung – der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl, der Karfreitag an Tod und Trauer, Ostern an Auferstehung und Neubeginn. Und was macht der späte Kapitalismus daraus? Schokofiguren, Osterdeko, Rabattaktionen und eine Armada aus Hasen, die in Wahrheit vor allem eines sind: perfekt verpackte Verkaufsobjekte. Der Osterhase selbst ist dabei eine merkwürdige Erfolgsgeschichte. In der christlichen Bibel taucht er nicht auf, in der volkstümlichen Tradition aber wurde er zum Symbol für Fruchtbarkeit, Frühling und neues Leben. Heute ist er vor allem Markenfigur. Diese Schokohohlkörper, süß glänzenden Figuren, die außen nach viel aussehen und innen ziemlich luftige Verhältnisse bieten. Shrinkflation nennt man das, wenn der Preis bleibt, der Inhalt schrumpft und der Kunde am Ende die teure Luft bezahlt.

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Stadtverwaldung. Tiny Forests gegen die Erwärmung unserer Städte.

Düsseldorf sieht sich ja gerne als „kleines Paris“ am Rhein – Mode, Flaniermeilen, Gastro, ein bisschen Savoir-vivre. Wenn wir diesen Vergleich ernst nehmen, könnten wir beim Thema Stadtgrün und Klimaanpassung ziemlich viel von Paris abschauen.

Ein „forêts urbaines“ oder urbaner „Tiny Forest“ ist ein sehr dichter Mini‑Wald, meist so groß wie ein Tennisplatz, der mit vielen heimischen Bäumen und Sträuchern bepflanzt wird. Grundlage ist die Miyawaki‑Methode: Statt Einzelbäumen setzt man 3–5 Jungpflanzen pro Quadratmeter, in mehreren Schichten (Bodendecker, Sträucher, Bäume) und mit möglichst vielen regionalen Arten. Durch diese Dichte entsteht in wenigen Jahren ein kleines, stabiles Waldökosystem mit viel Schatten, besserem Mikroklima und hoher Artenvielfalt.

Paris hat vor wenigen Jahren angefangen, innerstädtische Flächen in sogenannte „forêts urbaines“ umzuwandeln – also Mini‑Wälder, die nach ähnlichen Prinzipien wie Tiny Forests funktionieren. Ziel ist, Hitzeinseln zu reduzieren, CO₂ zu binden und die Stadt für Hitzewellen robuster zu machen. Wo vorher Rasen und Zierbeete viel Pflege brauchten, wachsen jetzt robuste, standortgerechte Bäume und Sträucher dichter zusammen und entwickeln mehr Schatten und Kühlung.

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Das suffige dunkle Landbier vom Tigges – eine Zeitreise mit jedem Schluck

Es gibt Biere, die schmeckt man einfach. Und dann gibt es Biere, die erlebt man einfach. Zu letzteren gehört das dunkle Landbier vom Tigges in Bilk. Ein spontanes Bier mit meinem alten WG-Mitbewohner – okay, es wurden dann doch zwei oder so – hat mich wieder dorthin zurückgebracht, wo alles irgendwie angefangen hat: in diese urige Kneipe, die seit schon immer einfach da ist. Und dieses Bier? Eine Offenbarung.

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