
Ein Abend am Rheinufer mit Feuerzangenbowle im Becher und diesem Himmel. Leben in der Stadt.
bilkOrama. Leben findet Stadt.
Ein Blog aus und über (m)ein urbanes Leben.
augenscheinlich sind dies hier alles schnappschüsse aus düsseldorf :-)

Ein Abend am Rheinufer mit Feuerzangenbowle im Becher und diesem Himmel. Leben in der Stadt.

Dieses leicht verpeilte Gefühl, wenn der Sonntag plötzlich eine Stunde länger ist – aber der Abend dafür früher dunkel wird. Zeitumstellung ist ein klimaschonender Jetlag – ganz ohne Boarding, Kofferpacken oder Reisepass suchen. Großartig.

Es war eine lange Woche – viel geschehen, viel organisiert, viel im Kopf. Und jetzt? Endlich Freitag, endlich durchatm
Über den Dächern der Stadt schweift der Blick. Wolken ziehen vorbei, der Kirchturm reckt sich dazwischen in den Himmel. Vögel kreisen, als würden sie schon den Feierabend einläuten.
Ein Moment, um den Kopf frei zu bekommen, um zu merken: Das Wochenende ist nah. Und manchmal reicht es, einfach nur in den Himmel zu schauen, um ein kleines Stück Ruhe zu finden.

September hat für mich bis heute einen ganz eigenen Klang. Auch Jahre nach der Uni meldet sich da noch dieses alte Gefühl: bald beginnt wieder das Wintersemester.Plötzlich riecht die Luft nicht nur nach Spätsommer, sondern auch nach Neuanfang. Nach schnell noch Hausarbeiten zusammenschreiben und abgeben. Nach Vorfreude auf die ersten Seminare, neue Themen, neue Welten. Nach dem Wiedersehen mit Kommiliton*innen, dem Organisieren der ersten Partys und den obligatorischen Propädeutika.
Damals stapelten wir das frisch kopierte Vorlesungsverzeichnis, heute scrollt man PDFs durch. Aber das Kribbeln bleibt: dieses leichte Lampenfieber, die Lust, sich neu einzulassen, die Neugier, die in der Luft liegt.
Vielleicht ist das das Beste am September: Er fühlt sich immer ein bisschen nach Aufbruch an.

Dieser Moment, in dem die Welt kurz innehält. Die Sonne verabschiedet sich langsam, zieht goldene Streifen über die Dächer, färbt Fensterrahmen warm und macht alles irgendwie schön.
Ein paar Vögel fliegen noch planlos durch die Luft, als hätten sie auch den Himmel bestaunt. Kinderstimmen klingen aus der Ferne, jemand lacht, jemand schließt ein Fenster. Es riecht Sommerabend.
Und dann wird es still. Nicht traurig still. Sondern diese Sorte Still, die sich anfühlt wie: Genau jetzt ist alles gut.

Kein Lärm, kein Gewusel – nur der leise Übergang vom Alltag in den späten Abend. Für einen Moment wirkte die Stadt entschleunigt und über den Dächern spannt sich dieser wolkenlose Himmel mit einem leuchtendes Farbenspiel aus Orange, Rosa und Violett.

Manche nennen es Sperrmüll, andere sehen darin echte Stadtmöblierung auf Zeit. An der Ecke steht sie: eine Sitzgelegenheit mitten im Straßenraum – spontan, einladend und wunderbar zweckentfremdet. Ein Ort für Begegnungen, spontane Gespräche oder einfach zum Innehalten.
Hoffen wir, dass dieses kleine Stück urbaner Wohnlichkeit noch eine Weile bleibt und den Straßenraum ein wenig gemütlicher macht.

Der frühe Morgen im Florapark – das Licht fällt sanft durch die Bäume, malt Muster aus Licht und Schatten auf den Boden. Für unsere Kids ist der Park kein Ort zum Spazierengehen, sondern ein kleines Abenteuer: es gibt hier Nil-Gänse mit Küken, Sträucher & Pfützen, Sonnenstrahlen-Spiele auf den Wegen…. Und genau dies macht die Fahrt zum Kindergarten oder Schule besonders.