Jacques Tillys Mottowagen – Satire, die vor keinem Mächtigen haltmacht

Der Rosenmontagszug in Düsseldorf bietet neben Fussgruppen und Mottowagen auch eine perfekte Bühne für scharfzüngige Satire: Jacques Tilly, der unangefochtene Meister des Düsseldorfer Wagenbaus, hat erneut zugeschlagen. Seine Mottowagen für den Rosenmontagszug sind nicht nur buntc und laut – sie sind politisch, provokant und unangenehm für die, die sie treffen sollen. Und diesmal hat Tilly die Mächtigen wieder analysiert: Wladimir Putin und Donald Trump stehen im Fokus seiner scharfen Kritik.

Wer Macht missbraucht, wer Leids verursacht, der wird im Karneval nicht verschont. Satire muss wehtun. Die russische Justiz hat Tilly wegen seines Wagens auf dem Russlands Präsident Wladimir Putin buchstäblich im Blut der Ukraine badet – eine schonungslose Anklage gegen den Krieg, den Putin seit 2022 führt – angeklagt. So what. Dies ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit in einem anderen Land. Schon 2006, nach dem Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja, baute er seinen ersten Putin-Wagen. Seitdem hat er den russischen Präsidenten immer wieder ins Visier genommen… und dies mit Recht.

Narrenfreiheit: Eine jahrhundertealte Tradition. Tillys Arbeit steht in einer langen Tradition. Schon im Mittelalter hatten Hofnarren die Aufgabe, den Mächtigen unangenehme Wahrheiten ins Gesicht zu sagen – geschützt durch ihre Rolle als „Narren“. Diese „Narrenfreiheit“ ist bis heute ein zentraler Bestandteil des rheinischen Karnevals. Der Narr darf sagen, was andere nicht wagen. Seit 40 Jahren prägt er mit seinen Wagen den Düsseldorfer Rosenmontagszug. Ob Kirche, Staat, Klimakatastrophe oder Rechtsextremismus: Tilly schreckt vor keinem Thema zurück.

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Brause Karneval – Helau die Raupe!

Endlich wieder Brause-Karneval! Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es soweit: Das liebste Wohnzimmer vieler Feierfreudiger öffnet seine Türen – wenn auch temporär, aber mit umso mehr Herzblut!

Wann & wo?

📅 Karnevalssonntag, 02. März 2025
🕐 Start: 13:11 Uhr im A44 (Adersstraße 44)
🎭 Umzug: 20:11 Uhr ins Linke Zentrum / Hinterhof – denn Karneval endet nicht mit dem letzten Kölsch!

Ob alte Bekannte oder neue Jecken – die Brause-Familie feiert gemeinsam, laut und bunt. Mit einem dreifachen Brause-Helau, Raupe-Helau, A44-Helau! Mehr Infos findet ihr unter : Metzgerei Schnitzel Kunstverein e.V.

Die Jecken sind los und haben ordentlich Spaß in den Backen :-)

Den Rosenmontagszug in Düsseldorf sollte man sich nicht entgehen lassen – insbesondere wenn man bissige Themenwagen und es generell ‚etwas‘ politischer mag 🙂

Den Rosenmontagszug in Düsseldorf sollte man sich nicht entgehen lassen – insbesondere wenn man bissige Themenwagen und es generell ‚etwas‘ politischer mag 🙂 Der Zug zeigt auch einen guten Querschnitt durch die Themen die aktuell in der Stadtgesellschaft diskutiert werden und auch das Düsseldorf nicht nur Schickimicki ist – denke da an die Karnevalswagen der TotenHosen, den der Fortuna (die von Sprechchören begleitet wird), die Fußgruppe bestehend aus Umweltaktivisten die ein neues Umweltzentrum planen, den CSD Wagen, usw. usw.

Mit dem Bollerwagen zum Rosenmontagszug …

Mit dem Bollerwagen zum Rosenmontagszug zu ziehen ist schon ausgewiesen praktisch. Er dient vortrefflich als Treffpunkt für Nachbarn, Freunde und Verwandtschaft und ist als neuralgische Versorgungsstation unverzichtbar im Straßenkarneval 🙂
Waren auch nicht die einzigen die mit Kinder- oder Bollerwagen unterwegs waren – haben auch schon überlegt den Schwanenmarkt in „Bollerwagenwiese“ umzubennen…

Ein donnerndes Helau auf Eventies & Kommerz.

Ein donnerndes Helau auf die immer weiter fortschreitende Kapitalisierung des Karnevals! Solche VIP Pavillons mit Toilettenwagen und Catering haben doch mit dem Straßenkarneval nix mehr zu tun :-/ Mal abgesehen davon das diese Pavillons, wie hier am Schwanenmarkt, in diesem Jahr noch mal größer geworden sind (im Vergleich zum Vorjahr) und AnwohnerInnen und Nachbarn verdrängen … Ich verstehe aber auch diese Event-Touristen nicht – man stellt sich dazu und feiert mit oder man bleibt eben weg. Aber sich in einem Zelt abzuschotten ist doch echt nur erbärmlich und hat mit Karneval nix zu tun. Und die Verantwortlichen von CC und Stadt verstehe ich aber auch nicht – haben wir es wirklich so nötig? Muss denn wirklich alles zur Ware erklärt und kommerzialisiert werden? Zum Glück lautet das Motto in diesem Jahr „Uns kritt nix klein – Narrenfreiheit, die muss sein“ 😉