Die Vorräte müssen ja weg – egal ob nun Generalprobe oder nicht …
Schlagwort: karneval
Der Düsseldorfer Karneval ist gut gegen Alaafismus
Wenn schon kein Rosenmontagszug – denn wir sind nun mal als Stadt wirklich Ela-geschädigt – dann doch wenigstens ein paar Wagen schauen und zusammensetehen und Bier trinken 🙂 Wir haben es immer schon gesagt – der Düsseldorfer Karneval ist gut gegen Alaafismus 😉
Karneval meint auch : Levve und levve losse!
Och, kick ens aan, eine quick & dirty Übersicht zum Thema Karneval in der Stadt 🙂 Also, wer keinen Bock auf „Malle“Karneval hat, der findet zum Glück einige Alternative Partys und Rückzugsorte in der Stadt…
// ‚Altweiber‘ / 04.02.2016
11:11 Uhr Sturm der Möhnen (aka Frauen) auf das Rathaus
15:00 Uhr Altweiber Alternativ – Rock‘n’Roll, Soul, Indie, Pop, Schlager mit Monsieur 77 und Gästen in der Kassette
// Samstag / 06.02.2016
14:00 Uhr Kinderkarnevalszug in der Altstadt – Start ist am Görres-Gymnasium an der Kö…
um 21:00 Uhr ‚Karneval im KIT : Heavy Gummi Jailhouse Party‘ KIT — Kunst im Tunnel
ab 22:00 Uhr KOSTÜM-PARTY // CLUB Boui Boui Bilk
// Sonntag / 07.02.2016
ab Mittags ‚Kö-Treiben‘ Straßenkarneval auf der Königsallee – treffen und quatschen
‚Helau, die Raupe: Wir gehen auf den Mostrich!‘ von 13:11 – 20:00 Uhr in der Brause – Vereinsheim des Metzgerei Schnitzel e.V.
// Montag / 08.02.2016
Rosenmontagszug mit Kamelleregen und Killepitsch. Entweder am Schwanenspiegel oder am GAP oder oder oder …
(diese Liste ist ein ‚lebendes Dokument‘ und wird noch weiter ergänzt)
Wer keine Lust auf den ganzen Trubel hat – es gibt auch karnevalsfreie Zonen wie im Frida Tapasbar an der Bilkerkirche, dem Modigliani am Friedensplätzchen usw..
In dem Sinne: Levve und levve losse!
Karneval und Kommerz. Wie sollte es auch anders sein :-/
Auch der Karneval und der Rosenmontagszug im Besonderen wird immer weiter kapitalisiert. An Standorten die bis jetzt für jeden zugänglich waren, werden wohl -teilweise- im kommenden Jahr Privatzelte mit Catering und DixiKlo aufgestellt werden… Denn wenn es nach dem Comitee Düsseldorfer Carneval geht – dann sollen im kommenden Jahr neben den Standorten an der Kö auch „an anderen Punkten des Zugweges Partyzelte in verschiedenen Größen von 4×4 Meter bis 8×15 Meter“ errichtet und bewirtschaftet werden.
Überraschung – es sind die Stellen mit der besten Aussicht und Erreichbarkeit dabei, wie zum Beispiel der Schwanenmarkt. Wo sich bis jetzt beim Rosenmontagszug noch Nachbarn trafen und gemeinsam feierten sollen Zelte stehen und man darf sich ab 80 Euro (oder mehr) pro Person incl. Catering zu dann als Gruppe einmieten… Infos findet man zum Beispiel bei diesem Anbieter aus Meerbusch. Ich frage mich ernsthaft: Wieso kann man als Unternehmen sich für diesen Tag öffentliche Flächen von der Stadt reservieren und mieten um sie dann privatwirtschaftlich zu bewirtschaften? Wieso wird die Öffentlichkeit von ihren eigenen Flächen (Hinweis: Bürger zahlen die Steuern und füllen die Stadt mit Leben) verdrängt? Ist dies fair? Muss man denn alles regeln, vermarkten und kommerzialisieren? Ich glaube nicht.
PS. Und kommt mir nicht mit dem Scheinargument: der Zugweg ist 5,5 km lang, dann geh doch 100 Meter weiter. Nee warum denn? Dann stellt doch die Zelte an einer anderen Stelle auf – aber ohne den Blick auf den Rheinturm und das Ständehaus…
Mal ein paar Bilder vom Rosenmontagszug in Düsseldorf.
Herzlich, offen, bunt, lustig aber auch manchmal schräg, hin&wieder bissig aber immer mit einem schelmischen Augenzwinkern – es war uns ein Fest!


