Wie wäre es mit einem lebenden Weihnachtsbaum für das Friedensplätzchen?

Was haltet ihr von der folgenden Idee, die nicht nur das Viertel verschönern, sondern auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen könnte: Ein lebender Weihnachtsbaum auf dem Friedensplätzchen!

Nachdem vor wenigen Wochen ein Baum auf dem Friedensplätzchen gefällt werden musste, bietet sich die Chance, einen dauerhaften Ersatz zu pflanzen.Jedes Jahr werden in ganz Deutschland unzählige Bäume gefällt, um für ein paar Wochen als Weihnachtsdeko zu dienen. Auch bei uns in Unterbilk wird jährlich ein 20 bis 25 Jahre alter Baum gefällt und ins Viertel transportiert, nur um dann kurze Zeit später entsorgt zu werden. Dieser jährliche Kreislauf ist nicht nur ressourcenintensiv, sondern auch angesichts der Klimakrise schlichtweg sinnlos.

Warum nicht einen lebenden Weihnachtsbaum pflanzen, der über viele Jahre hinweg das Friedensplätzchen schmückt? So wie es bereits am Zoopark oder Fürstenplatz erfolgreich umgesetzt wurde, könnte auch Unterbilk von einem dauerhaften Weihnachtsbaum profitieren. Dieser Baum würde das ganze Jahr über wachsen und gedeihen, und während der Weihnachtszeit das Viertel in festlichem Glanz erstrahlen lassen – ohne dass dafür ein anderer Baum gefällt werden muss.Nachhaltigkeit beginnt nun mal vor der eigenen Haustür – und vielleicht auch schon bald auf dem Friedensplätzchen 🙂

#kleingartenglück und wie wir die Ernte „teilen“.

Heute war ich wieder einmal in unserem kleinen Garten und konnte mich über die Ernten des Anfängergemüses freuen. Aktuell sind neben Salaten wieder Radieschen und Rucola reif. Ich mag den Anblick, wenn man die knallroten Radieschen aus der Erde ploppen und sich den frischen, pfeffrigen Duft des Rucolas in der Nase.

Doch wie es oft im Leben: Geteilte Freude ist doppelte Freude. In diesem Fall teilen wir unseren Ernteerfolg leider mit den kleinen vierbeinigen Mitbewohnern des Gartens. Die Mäuse haben sich offenbar ebenfalls in unsere knackigen Radieschen und den würzigen Rucola verliebt und viele der Blätter und Knollen angeknabbert.

Zunächst war ich etwas frustriert, doch dann habe ich mich an die Worte eines lieben Gartenfreundes erinnert: “Wenn die Tiere deinen Garten mögen, dann machst du etwas richtig!” Und so sehe ich es jetzt auch – unser Gemüse schmeckt nicht nur uns, sondern auch der heimischen Fauna.

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht? Wie schützt ihr eure Gartenpflanzen vor hungrigen Mäusen und anderen Tieren? Ich freue mich auf eure Tipps und Geschichten!

Müllproblem endlich anpacken.

Heute habe ich erneut bei unserem Kleingartenverein am Dreck-Weg-Tag mitgeholfen. Es ist immer wieder krass-erschütternd was wir jedes Frühjahr aus den Büschen und Grünstreifen sammeln … und dies trotz aller Bemühungen der Stadt Düsseldorf und der AWISTA bleibt immer noch zu viel Müll in unserer Umwelt zurück. Wie ignorant, rücksichtslos und egoistisch kann man nur sein?

Seit über 20 Jahren kommen im Frühjahr mehr als 10.000 freiwillige Helfer:innen aus Vereinen, Initiativen, KiTas, Schulen und anderen Organisationen zusammen, um Müll in Parks, Straßen, Plätzen, am Rheinufer und in der Natur aufzusammeln.

Heute war es wenig einladend im Nieselregen – aber die Straßen um unser Vereinsgelände bis zum Südring und die umliegenden Wege mussten einfach wieder mal gereinigt werden. Es wurden wieder viele alte Autoreifen, Bauschutt, unzählige Kaffeebecherdeckel, auf unserem Abschnitt über 60 Schnapsflaschen, Verpackungen von McDonalds und anderen Fastfood-Ketten und immer wieder Reste von Renovierungsarbeiten inklusive Energiesparlampen gesammelt. Man macht sich die Mühe und bringt es dorthin, aber nicht zum Recyclinghof? Ich verstehe es nicht.

Der Dreck-Weg-Tag ist nicht nur eine Gelegenheit, unsere Umwelt sauber zu halten, sondern auch eine Gelegenheit, gemeinsam als Gruppe aktiv zu sein. Ich finde es toll, dass so viele Menschen mitgemacht und dazu beigetragen haben, dass unsere Stadt ein bisschen sauberer wird

Pflanzen aus der Nachbarschaft

Als Kleingartenbesitzer ist die Verlockung immer wieder groß – aber es gibt wirklich bessere Möglichkeiten, als sich Setzlinge per Post zu bestellen. Abgesehen vom unnötigen Verpackungsmüll und den weiten Transportwegen gibt es noch viele andere Nachteile, die mit dem Versand von Setzlingen verbunden sind. Zum Beispiel ist es schwierig, die Qualität und Frische der Setzlinge zu beurteilen – insbesondere wenn man sie nicht persönlich aussuchen kann. Außerdem kann es aufgrund von Lieferverzögerungen oder Schäden während des Transports zu unerwünschten Verzögerungen kommen, die die Entwicklung der Setzlinge beeinträchtigen können.

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Der Müll der Anderen.

Gestern war erneut „DreckWegTag“ in Düsseldorf – quasi gemeinsames aufräumen und entrümpeln auf öffentlichen Flächen damit der Frühling auch kommen kann (so lange man noch an alle Umverpackungen mit dem goldenen M, Flaschen aller Größen, Dosen, Plastik-Tüten, Plastikdeckel, Kaffeebecher usw. herankommt und sie noch nicht überwuchert sind).

Hab diesmal wieder am Kleingartenverein mitgeholfen und mit 16 anderen NachbarInnen den Müll der Anderen weggeräumt. Wir haben uns getroffen um die Straßen und Wege zum Vereinsgelände, den öffentlichen Parkplätzen und die Straße zwischen Kompostanlage und dem Südring zu säubern.

Und es war negativ beeindruckend, was wir alles gefunden haben! Von weggeworfenen Schränken, einer Bank, 3 Autoreifen, viel Bauschutt bis hin zu Farbdosen und Farbeimern, Toastern und vor allem Wohlstandsmüll war alles dabei.

Als Belohnung für ihre harte Arbeit gab es zum Abschluss noch Brötchen und lokale Getränke an der Tischtennisplatte – wo auch sonst?
Solche Aktionen sind nicht nur wichtig für die Umwelt, sondern auch für das Gemeinschaftsgefühl. Menschen die zusammenkommen, um ihr Umfeld / ihre Nachbarschaft sauberer zu machen und auch zu gestalten, übernehmen Verantwortung und machen soziale Gruppen resilienter.

Aber zurück zum Anlass des Tages – zunehmender Egoismus, falschverstandener Hedonismus und eine Entfremdung, gepaart mit einer Zunahme der Rücksichtslosigkeit in weiten Teilen in Gesellschaft macht es notwenig das sich ehrenamtlich organisieren und Müll und Schrott einsammeln. Ich möchte nur zwei Projekte rausgreifen die solche Aktionen regelmäßig durchführen:

Das Projekt „RhineCleanUp“ ist seit 2018 aktiv und hat das Ziel, die Ufer der Flüsse in Deutschland aufzuräumen. Ursprünglich begann die Initiative am Rhein von der Quelle bis zur Mündung und wurde mittlerweile auf 21 weitere Flüsse ausgeweitet. Mit über 100.000 Freiwilligen in den letzten Jahren und der Sammlung von über 1.000 Tonnen Müll hat RhineCleanUp bereits viel erreicht. Neben den Freiwilligen sind auch FirmenCleanUps sehr beliebt geworden. Dieses Projekt ist ein großartiges Beispiel für gemeinschaftliches Engagement und Umweltschutz und verdient unsere Anerkennung und Unterstützung.

Mehr Informationen finden sich auf der Webseite www.rhinecleanup.org

Das Projekt „Blockblocks Cleanup“ veranstaltet einmal im Monat zweistündige Cleanups für freiwillige Helfer an verschiedenen Stellen des Düsseldorfer Rheinufers. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, mit alten Kaffeesäcken Müll zu sammeln und ihn in Behältern für recycelbares Material zu trennen. Vor Ort werden Handschuhe und Greifer bereitgestellt, um eine sichere und hygienische Müllsammlung zu gewährleisten. Mehr Informationen finden sich auf der Webseite www.blockblocks.de.

Der letzte Palettengarten vor der Unterführung …

Ein solcher Palettengarten wie an der Straßenecke am Cut Corner Hair & Barbershop in Unterbilk kann aus alten, ungenutzten Paletten gebaut werden… Charmante Idee und wäre eine smarte Lösung für einige Straßenecken.

Palettengärten sind eine großartige Möglichkeit, um kleine Gärten auf kleinem Raum zu schaffen und einen urbanen Dschungel in eine grüne Oase zu verwandeln.

Audio-Podcasts rund um das Thema Garten

Der Frühling steht vor der Tür und damit beginnt auch die Saison auf Fensterbank, Balkon und insbesondere im Garten.

Wer sich auf die kommenden Wochen vorbereiten möchte, kann sich ganz gut mit Hilfe von Podcasts inspirieren und informieren lassen (sowie auch Tipps und Anregungen abgreifen). In diesem Post liste ich euch kurz meine sechs abbonierten Podcasts für Gärtnerinnen und Gärtner auf… es sind meine all time favourites.

  1. Grünstadtmenschen: Der Podcast mit Silvia Appel und Sabine Reber
    Silvia Appel und Sabine Reber, beide passionierte Gärtnerinnen, sprechen in ihrem Podcast über alles rund um das Thema Garten. Dabei geht es nicht nur um Pflanzen und deren Pflege, sondern auch um Themen wie Nachhaltigkeit oder Urban Gardening.
  1. Garten: Alles Möhre, oder was?!
    In diesem Podcast von Deutschlandfunk Nova geht es um den Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten. Die Moderatorin Gesa Rünker spricht dabei mit Expertinnen und Experten über die richtige Pflanzenpflege, den Einsatz von Düngemitteln und vieles mehr.
  1. Komm mit in den Garten – Der MDR Garten-Podcast
    Dieser Podcast des Mitteldeutschen Rundfunks widmet sich ebenfalls dem Thema Garten und bietet interessante Einblicke in die Welt der Pflanzen. Moderatorin Susi Brandt spricht mit Gartenexperten und stellt verschiedene Gartenprojekte vor.
  1. Der fryd gartenpodcast
    In diesem Podcast spricht Gärtnermeister Peter Bausenwein über verschiedene Aspekte des Gartenbaus. Dabei geht es sowohl um die praktische Arbeit im Garten als auch um Themen wie Pflanzenkrankheiten oder die richtige Bodenbeschaffenheit.
  1. Gartenradio – der Garten Podcast
    In diesem Podcast von Gartenradio.de geht es um die vielfältigen Möglichkeiten des Gärtnerns. Dabei werden nicht nur Tipps zur Pflanzenpflege gegeben, sondern es werden auch Themen wie Gartenarchitektur oder Gartenreisen behandelt.
  1. Die Zarten im Garten. NDR 1 Welle nord
    In diesem Podcast von NDR 1 Welle Nord geht es um die Vielfalt der Pflanzenwelt. Die Moderatorin Birgit Klaus spricht mit Expertinnen und Experten über verschiedene Pflanzenarten und gibt Tipps zur Pflanzenpflege.

Welche Podcasts zum Thema Gärtnern hört ihr denn so? Klaro, es hängt natürlich immer deutlich von den persönlichen Interessen und Schwerpunkten ab … vielleicht hört ja jemand von euch die Podcasts vom SWR2 Garten Podcast oder den Gartenbauwissenschafts-Podcast der Universität Hohenheim… Bin ich noch nicht dazu gekommen bzw. nicht „drauf hängen geblieben“. Es gibt eine Fülle von interessanten Podcasts zum Thema Gärtnern, die uns dabei helfen können, besser und erfolgreicher zu gärtnern.

Fledermäuse brauchen mehr Nistmöglichkeiten.

Fledermäuse in der Stadt: Warum wir ihnen helfen müssen. Die ersten Fledermäuse haben bereits ihre Winterquartiere verlassen und fliegen in den Parks und Innenhöfen herum. Es ist zu warm und dies ist nicht normal…

Ich habe eine gewisse Leidenschaft für Fledermäuse. Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind zu viele Batman-Filme gesehen habe. Oder vielleicht liegt es daran, dass ich sie einfach faszinierend finde. Fledermäuse haben etwas Mysteriöses und Faszinierendes an sich, das mich immer wieder in ihren Bann zieht. Leider werden diese Tiere oft missverstanden und als unheimlich oder gefährlich angesehen. Doch in Wahrheit sind Fledermäuse unglaublich nützliche Tiere, die uns sogar dabei helfen können, Mückenplagen zu vermeiden.

In den letzten Jahren ist jedoch die Anzahl der Fledermäuse stark zurückgegangen. Eine der Hauptursachen ist der Verlust ihres natürlichen Lebensraums. Durch die zunehmende Bebauung von Städten und die Verwendung von Pestiziden auf landwirtschaftlichen Flächen verschwinden immer mehr Nistplätze und Nahrungsmittelquellen für Fledermäuse. Wenn wir nicht bald handeln, könnten Fledermäuse irgendwann ganz aus unserem Leben verschwinden.

Aber es gibt einen einfachen Weg, wie wir helfen können: indem wir Nisthilfen bauen und aufhängen. Es ist nicht nur einfach und kostengünstig, sondern auch effektiv. Nisthilfen bieten Fledermäusen sichere Rückzugsorte, in denen sie sich vor Feinden und schlechtem Wetter schützen können. Sie sind auch ein idealer Ort, um ihre Jungen aufzuziehen. Es ist erstaunlich, wie schnell Fledermäuse Nistkästen annehmen und sich darin niederlassen. Wenn Sie also einen Garten oder Balkon haben, können Sie ganz einfach dazu beitragen, den Bestand dieser faszinierenden Tiere zu schützen.

Aber es geht nicht nur um Nisthilfen. Fledermäuse brauchen auch Nahrung. Wenn wir mehr wildwachsende Pflanzen in der Stadt anpflanzen, können wir dazu beitragen, die Nahrungsquellen der Fledermäuse zu erhalten. Diese Pflanzen ziehen nicht nur Insekten an, die von Fledermäusen gefressen werden, sondern tragen auch zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. Es gibt viele Möglichkeiten, wilde Wiesen in der Stadt zu schaffen, von der Anlage von Blumenbeeten in Parks bis hin zur Anpflanzung von Wildblumen auf Balkonen.

Die Anlage von wilden Wiesen und die Aufhängung von Nistkästen ist nicht nur gut für Fledermäuse, sondern auch für andere Tiere und die Umwelt im Allgemeinen. Diese Maßnahmen tragen zur Verbesserung der Artenvielfalt und zur Schaffung von grünen Räumen in der Stadt bei. Sie bieten auch einen Zufluchtsort für andere Tiere, wie z.B. Vögel, Eichhörnchen und Insekten.

Ich habe selbst begonnen, Nisthilfen zu „installieren“ und Wildblumensaaten in meiner Nachbarschaft zu ööööhm „verlieren“ 😉 Es ist erstaunlich zu sehen, wie schnell neue Nistkästen angenommen haben und wie Tiere nun sicher und geschützt leben können.

Wir können alle dazu beitragen, die Tierwelt und Pflanzenwelt in unseren Städten zu schützen. Selbst wenn Sie keinen eigenen Garten haben, gibt es genug Möglichkeiten. Bezogen auf die Fledermäuse – es gibt ganz niederschwellige Angebote bei lokalen Umweltorganisationen wie zum Beispiel www.fledermaus.nrw und Projekte an denen man sich beteiligen kann oder die man fördern kann. Vielleicht gibt es in Ihrer Stadt bereits einen Fledermausverein, dem Sie beitreten können, um sich mit anderen Menschen zu vernetzen, die sich für den Schutz von Fledermäusen und ihrer Lebensräume einsetzen.

Wenn Sie einen Balkon oder eine Terrasse haben, können Sie auch selbst Nisthilfen bauen und aufhängen. Es gibt viele Anleitungen online, die erklären, wie man Nistkästen für Fledermäuse bauen kann.

Insgesamt ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass wir einen Einfluss auf unsere Umwelt haben. Wir müssen lernen, in Kooperation mit der Natur zu leben und dafür Sorge tragen, dass wir unsere Umwelt nicht zerstören. Indem wir Nisthilfen bauen, wilde Wiesen anlegen und auf Pestizide verzichten, können wir dazu beitragen, die Artenvielfalt in unseren Städten zu erhalten und zu fördern. Lasst uns also gemeinsam dafür sorgen, dass Fledermäuse und andere Tiere in unseren Städten einen sicheren Lebensraum finden.