So derle – die todo-Liste wird auch endlich kürzer und die Umbaumaßnahmen an der Wohnung sind fast abgeschlossen… So langsam dämmert mir – wenn die Mitarbeiter von Obi und Toom einen schon freundlich nickend grüßen, dann wird es Zeit FERTIG zu werden! Es macht aber auch einfach Spaß an allem zu werkeln und sich und die Wohnumwelt neu zu definieren. Nix ist schöner als Steckdosen zu setzen oder Wasseranschlüsse 5 mal neu zu verschrauben bis wirklich kein Tropfen mehr aus der Dichtung quillt. Bald ist es vollbracht & geschafft – denn: der Boden liegt schon, die Wände haben frische Farbe abbekommen (auch unsere Haare und Unterarme), die Möbel sind verschoben und verstellt oder gar ausgetauscht, einige Lampen gewechselt und viele Kleinigkeiten sind abgearbeitet – das Projekt „Wohnen 2.0“ bekommt langsam ein Gesicht.
Ein Dank an die Baubrigaden-Mitglieder, Werkzeugverleiher und Transporteure der letzten Tage. Bald gibt es ein Dankeschön-Abendessen in der neuen/alten Küche…
Schlagwort: umbau
in der ikea falle
Nun ja – vielleicht ist es auch nicht direkt die alleinige Falle des gelben Möbelherstellers – es könnte auch an der Servicewüste liegen. Seit Freitag frage ich mich: muss für einen „Großeinkauf “ (ein Schrank für das Badezimmer und eine Waschtischkombination) ein 3,5 Stunden Zeitfenster veranschlagt werden? Das Produkt stand schon fest – kein Entscheidungsprozess also. Der Katalog war auch dabei und die Produktnummer war auch parat… aber, die Ware gibt es nicht im integrierten Mitnahmelager (!) sondern musste an der Warenausgabe abgeholt werden. Dazu muss man nur an einem Servicepunkt in der entsprechenden Abteilung vorsprechen. Fallstrick (1) verschiedene Farbkombinationen, Fallstrick (2) verschiedene Türen und der Fallstrick (3) eine Bestellnummer, die sich als Sammelnummer herausstellt. Natürlich ist auch das Kleingedruckte immer wieder wichtig und löst beizeiten ein chaotisches Bewegungsmuster innerhalb des Geschäftes aus. Und nach nur drei, vier Fragerunden an unterschiedlichen Servicepunkten (Griffe und Einlegeböden) und etwas Wartezeit an der Warenausgabe kann man sich auch schon an den Umtauschprozess begeben. Falsche Türen und Farbe… Logisch. Zum Glück ist jetzt alles aufgebaut und verschraubt – habe auch ein vergleichbares Zeitäquivalent dazu benötigt – fehlte ja auch nur ein relevanter Dichtungsring.
Hoffe ehrlich das die beiden Leidensgenossen von der Warenausgabe mittlerweile mehr als die beiden Bettauflagen für ihr neues Doppelbett haben… Fazit für mich: Beim nächsten Mal wird online bestellt und ich lasse es liefern – hoffe so diesen ServiceHickhack zu umgehen. Bernd Begemann hat mit „Wir sind alle in der IKEA Falle“ nur recht. Denn zum Umschauen und Kleinteileinkauf werde ich mich trotz der unangenehmen Pärchendichte (purer Neid) wieder in das schwedische Möbelparadies begeben. Denn, schöne Möbel machen sie ja schon…
unterwegs im blätterwald – in zeiten der krise

Neulich im privaten Blätterwald… Um bestens gewappnet für die anstehenden Renovierungsvorkommnisse zu sein wurden über drei Monate die „durchnutzten“ Ausgaben der ZEIT gehortet. Neben den Druckerzeugnissen aus Hamburg wurden auch noch andere Papierprodukte diverer Verlagshäuser in das Archiv eingefügt. Mit dem strukturell eher chaotisch aufgebauten Archiv war logischerweise eine Recherche nur bedingt möglich. Bei spontanen Anfragen konnte mit dem Informations Retrieval schon mal Minuten vergehen – war aber auch nicht der eigentliche Sinn dieser Sammlung. Dieser Sinn sollte sich in der Verwendung als Verpackungsmaterial der Wohnräume á la Christo erschöpfen. Nur so, die Recallquote hat sich durch die neue Informationsorgansiation aber erheblich verbessert 😉 Es hatte bei der Streichsession einen gewissen Charme durch die letzten Wochen Informationsflut und somit auch „Wirtschaftskrise“ sic! zu wandern. Ein kleiner Ausflug durch den Blätterwald. Sind Journalisten dann eigentlich die Förster oder eher doch andere Waldbewohner in dem speziellen Wald – hmmm? Was mir aufgefallen ist – der ZEIT gelingt es (anderen Presse-Elaboraten nicht ganz) diese Krisensituation ohne hässliche Stressflecken zu bewerten. Ernst ist es – ja,… aber die Situation war absehbar und kommt nicht unerwartet in den Zeiten der Globaliserung. Die Frage die sich mir immer wieder aufdrängt – wieso wird eine Krise eigentlich herbei-geschrieben, -geredet und somit auch zur Realität? Laut dem Verpackungsmaterial aller Türen gab es wohl in den letzten Wochen nur ein Thema – schon fast eine Monokultur… daher tendentiell eher unschön. Naja. Zum Glück bildet sich dieser Zauberwald der Medienkratie in meiner Wohnung nur für einige wenige Stunden und entschwindet dann mit viel Geraschel in einen großen blauen Sack auf nimmer wiedersehen… vielleicht wird die Krise diesem Beispiel auch bald folgen.
Vom taz-Leser zum ZEIT-Leser ist es übrigens nicht weit 😉 falls sich jetzt hier einige Genossen aus alten Zeiten wundern…