
Es ist eine Nachricht, die sitzt: Yomaro schließt seinen Laden an der Lorettostraße. Nach über einem Jahrzehnt, nach 14 Sommern und unzähligen Frozen Yoghurts endet hier eine kleine Ära. Der Grund: Der Vermieter hat den Mietvertrag nicht verlängert. Offiziell heißt es, Beschwerden aus der Nachbarschaft hätten eine Rolle gespielt.
Und da bleibt die Frage: Sorry, aber wer auf die Lorettostraße zieht, bucht doch ein Gesamtpaket. Urbanes Leben, volle Straßen, Eisdiele vor der Tür, Gespräche bis spät in den Abend – das ist kein Störfaktor, sondern genau der Grund, warum man in so ein Viertel zieht. Wer absolute Ruhe sucht, sollte im Dorf bleiben oder in die Vororte ziehen und am Wochenende vorbeischauen. Aber mitten in der Stadt das Leben beschneiden zu wollen – das zerstört den Charme, den alle so schätzen.
Yomaro war mehr als nur Frozen Yogurt. Der Laden war ein fester Treffpunkt, ein Stück Nachbarschaft, ein Sommergefühl, das zu Unterbilk gehörte wie das Gedränge vor der Bäckerei oder die Fahrräder vor den Cafés. 2012 begann hier ihre Reise – genau hier, auf der Lorettostraße, öffnete der allererste Store. Dass nun gerade dieser Ursprungsort verschwinden muss, macht den Abschied doppelt bitter.
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