Wir haben einen Gletscher auf’m Dach.

Langsam löst sich die geschlossene Schneedecke auf den Dächern in Bilk auf – entweder wird es wärmer oder die BewohnerInnen haben die Heizung in Gang setzen können… Schade eigentlich. Bei uns sind auch schon die ersten „innerstädtischen Schneebretter“ gelöst und „urbane Dachlawinen“ in Richtung Gehweg gedonnert 😉 Und auf der Hofseite wächst langsam aber stetig ein kleiner Gletscher vor sich hin –  liebevoll auch „Bilk Ferner“ genannt. Leider ist das Einzugsgebiet dieses Hanggletschers nicht groß genug und auch der subglaziale Abfluß ist aktuell zu groß… ähm, ich hab zuviel Zeit – nix wie raus in den Schnee (und damit meine ich nicht den Skiweltcup in Düsseldorf!)

+++ BreakingNews ++++ Unser Mini-Gletscher ist einfach weg! Dies subglaziale Schmelzwasser wurde ihm wohl zum Verhängnis…

Winter in Düsseldorf

... und geschneit hat es auch noch.
… und da ist er ja wieder – der Winter. Morgens wird geschippt und gekratzt, die eigenen Schritte sind schön gedämpft, die Einkäufe werden mit klammen Fingern in die (hoffentlich) warme Wohnung bugsiert, das Fahrrad wird aus einem irrationalen persönlichen Sicherheitsempfinden im Keller eingemottet und die Schuhe müssen in einer Schmelzwasserpfütze vor der Tür bleiben… Also ich finde es schön 🙂

Und der Hauptgrund warum ich es schön finde: es gibt endlich mal wieder Weihnachtsmärkte die nach Winter aussehen!

Winterzauber in Bilk… vor ein paar Jahren.

… und da ist der Winter im Kiez eingekehrt. Überallem liegt ein schöne Schneeschicht: auf den Dächern, den Autos, dem Friedensplätzchen – weniger schön auf dem Fahrradsattel – und jeder Gang zur Post oder dem Türkischen Supermarkt an der Ecke wird zur kleinen Winterexpedition. Mehrere Schichten mittelwärmender Kleidung übereinander (Zwiebelschicht eben) und Multifunktionsunterwäsche darunter gehören wieder zur haute couture. Mensch wie spannend muss mein Leben eigentlich sein, dass ich bei heimeligen minus 5 Grad und traumhaftem Sonnenschein in der Bude hocke um euch dies mitzuteilen… ich bin jetzt raus 😉

Dachlawinen in Bilk

Achtung! Aus aktuellem Anlaß – es liegen (aufgerundet) 1,1 mm Schnee auf den Dächern im Kiez! Ganz gefährliche Situation – denn es sind noch nicht genug Dachverbauungen und Dachlawinenschutzeinrichtungen angebracht worden. Aus der harmlos anmutenden, dahin gepuderten weißen Pracht – kann schnell der weiße Tod werden. Mit Lawinen – auch im Innerstädtischen Bereich – ist nicht zu spaßen, sie stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr da … Was? Ja ich brauch noch einen Kaffee. Auf den Schreck… 😉 Mir graut schon vor den überforderten VerkehrsteilnehmerInnen…

Lichterglanz, Tannengrün und Nikolaus

nikolaus-friedensplaetzchen
Er hat es trotz Regenwetter und vollem Terminkalender doch noch in den Kiez geschafft. Der Nikolaus höchstpersönlich war heute kurz nach 16 Uhr in Bilk auf dem Friedensplätzchen zugegen. Mit kleinen Geschenken und Aufmerksamkeiten für die Kinder – deren Eltern sich derweil mit Glühwein beglückten. Der anhaltende Landregen zwang leider alle Anwesenden –   inklusive der Kinderwägen – unter die Gartenpartyzelte. Dies hatte aber auch etwas Gutes – denn Enge und Glühwein – und der Geruch nach frischen Waffeln – erzeugten den heimeligen Raum für einen Plausch unter Nachbarn. Das „klönen an sich“ scheint ja dem (Wahl-)Rheinländer im Blute zu liegen. 😉   Es ist eine ganz einfache Gleichung: Regenwetter + Weihnachtsmusik + Glühwein = Weihnachtsstimmung.

Regeln für angehende Eskimos


Was für eine weiße Pracht! Genialomat – endlich mal wieder ein Winter in den unsrigen Gefilden … also: 1! 2! 3! – Ein Hoch auf die Großwetterlage im Reinland! Die Düssel ist sogar zugefroren und wirklich jede Erhebung – und sei sie noch so pisselig – wird zur Rodelbahn ausgebaut. Ich finde es einfach nur genial…
Eltern die selber zu Kindern werden und dampfend ihre Kids im „Bilker Park“ immer wieder den Hang hinan ziehen finde ich einfach nur süß. Die einzig geltende Regel: Habt Spaß! Endlich mal wieder Schneemänner und -frauen erstellen, strategisch Schneeballschlachten durchführen, adrenalinmäßig Rodeln gehen (würde ja gerne – ist aber leider kein Schlitten in Sicht). Nebenbeibemerkt – der Blickwinkel auf die Stadt hat sich auch extrem positiv geändert. Die Palmen am Rheinufer sind im Schnee wirklich nett anzusehen. Nicht so nett anzusehen sind die nun gut sichtbaren Reviermarkierungen der domestizierten Hunde in der Stadt … by the way – dies ist dann wohl die wichtigste aller Eskimoregeln: Don’t eat yellow snow   😉 Danke Frank Zappa für diesen weisen Ratschlag („watch out where the huskies go“ ). Alles im Allen – Schnee und Rodel gut – daher: Weitermachen!

– Sylvester 2007 –

Sylvester 2007 – Wir feiern auf der Medienhafenbrücke.

Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist – und ein modernes Mobilphone sein eigen nennt – dann kommen schon mal etliche Bilder und Impressionen zusammen. Ungeordnet auf der „heimischen“ Festplatte machen sie sich zwar ganz gut – im Web 2.0 machen sie sich aber besser.
Ein kleiner Einblick in die vielfältigen Abbilder der Realität im Bilker-Kiez… Schon klar – es sind auch andere Realitäten möglich 😉  Mögen wir in interessanten Zeiten leben.