Lokalen Agenda – „Leben in der Stadt“

Die morgige Tagesordnung (18.08.14 / 16 Uhr) des Lokalen Agenda – Fachforum II klingt spannend. Es wird neben dem „Leben in der Stadt“ um „Lebendiges Grün in Düsseldorf“ im allgemeinen, aber auch um Baumschutz und den Reisholzer Hafen gehen (!) Hier ist der Link zur Einladung https://www.duesseldorflebensraum.de/tagesordnung.pdf Das Fachforum der Lokalen Agenda Düsseldorf trifft sich im Sitzungsraum des Stadtplanungsamts (Raum 4003) auf der Brinckmannstraße 5.

Letze Anmerkung von mir dazu: Die Sitzungen sind öffentlich, um Anmeldung wird gebeten. Ansprechpartner: Reinhard Streckmann, Stadtplanungsamt per E-Mail oder Tel.: 0211 89 96713

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Neue Bäume für Düsseldorf

bei der kurzen morgenkaffeelektüre ist mir die folgende passage in einer der letzten mitteilungen des neuen OBs aufgefallen – „Ich lade alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, alle Firmen und Verbände in der Landeshauptstadt herzlich ein, sich an der Erneuerung unseres schönen Düsseldorf zu beteiligen“… und es lässt mich wirklich hoffen – hoffen auf einen neuen politikstil in der stadt und das sich ein neues selbstverständnis der bürgerInnen so entwickeln kann. weg von dieser konsum- und erwartungshaltung – hinzu einem kooperativen und kollaborativen ansatz… auf geht’s – es ist auch unsere stadt.

hier die komplette erklärung von thomas geisel (veröffentlicht auf facebook, am 27.06.2014):

DIE ERNEUERUNG DÜSSELDORFS IST EINE CHANCE

Thomas Geisel: „Düsseldorf steht vor einer enormen Herausforderung. Der Aufbau nach dem Orkan wird Jahre dauern. Um diese Herausforderung zu meistern, müssen wir zusammenarbeiten und strategisch vorgehen.“

Mit dieser Ankündigung macht der gewählte Oberbürgermeister Thomas Geisel klar, dass er die Verantwortung für das Aufbauprogramm nach dem verheerenden Orkan vom Pfingstmontag übernehmen wird. Zuerst wird er die offizielle Schadensbilanz in der Ratssitzung am 3. Juli abwarten. Klar ist bereits, das ein hoher zweistelliger Millionenbetrag zur Schadensbehebung und teilweise Neukonzeption erforderlich wird.

In der Zwischenzeit wird im Büro von Thomas Geisel in enger Zusammenarbeit mit dem Gründezernat ein Runder Tisch vorbereitet, zu dem Ämter, Verbände, Spender und Firmen eingeladen werden, die sich am Aufbau der Neuen Gartenstadt Düsseldorf beteiligen wollen. Der Runde Tisch tagt erstmals unmittelbar nach Geisels Amtsübernahme Anfang September.

„Ich lade alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, alle Firmen und Verbände in der Landeshauptstadt herzlich ein, sich an der Erneuerung unseres schönen Düsseldorf zu beteiligen“, sagt Thomas Geisel. „Darin sollte man auch eine große Chance sehen.“

Aus Sicherheitsgründen werden die laufenden Arbeiten vor allem durch das Gartenamt und beauftragte Fachfirmen in den nächsten Wochen fortgesetzt. Noch immer bestehen große Gefahren durch herabstürzende Äste.

Der gewählte Oberbürgermeister dankt allen Hilfskräften aus Düsseldorf und der Region, insbesondere auch den Feuerwehren und Hilfsorganisationen, aber ebenso dem Gartenamt, städtischen und privaten Betrieben und den Bürgern, die sofort mit angepackt haben. Er kündigt ein Dankeschön-Fest im Spätsommer an.

Upcycling ist immer noch besser als Recycling :-)


Ein paar Gedanken zum Thema: Plastik und Konsum. Diese ehemalige Umverpackung wurde zu einer kleinen Tasche umgebaut und hat jetzt bereits zwei Jahre treue Dienste geleistet (die Farbe geht ab – daher die Aufkleber). Ursprünglich war diese Plastiktüte eine Gefrierkost-Verpackung und wäre nach einmaliger Nutzung direkt entsorgt worden… Gibt mir schon zu denken was wir Konsum-Menschen so tagtäglich an Plastikmüll produzieren. Recycling hin oder her – die größere Menge des Plastikmülls wird aktuell „thermisch“ behandelt, also verbrannt.

„Bis zum Meer und dann links“ – übers Wochenende nach Holland

Einer der wirklich grandiosen Vorteile an Düsseldorf ist die Nähe zum Meer! „Hä??? Ja klar!!!“ werden jetzt Einige von euch denken. Da kann ich als gebürtige Sächsin nur sagen: wenn man damit aufwächst, dass egal in welche Himmelsrichtung, das nächste Meer mindestens 500km weg ist, dann kommen dir 286km auf einmal wie eine Fahrt von Unterbilk nach Unterrath vor.

Trotzdem lebe ich seit sechs Jahren in Düsseldorf und habe es in der ganzen Zeit nicht geschafft, mal nach Holland ans Meer zu fahren. Die (vorgeschobenen) Gründe waren meistens „für ein Wochenende doch zu weit weg“ und „ist bestimmt richtig teuer“. Pustekuchen! Letztes Wochenende war ich mit zwei Freunden am Meer – in Domburg (gefühlt das Palma de Mallorca von Holland). Samstag morgen 8.30 Uhr los, Sonntag Abend 23.00 Uhr wieder zu Hause. Dazwischen lagen 36 Stunden Füße im Sand, Sonne im Gesicht und Seele baumeln lassen. Und das Ganze für nicht mal 200 Euro.


Wieder im heimischen Unterbilk angekommen, stell´ ich mir die Frage, wieso man das eigentlich nicht öfter macht? Und da ich als Hollandanfängerin gerne den nächsten Wochenendtrip ans Meer plane, meine Frage an euch: Welche schönen Ecken, Restaurants, Hotels etc. könnt ihr empfehlen? In der Zwischenzeit habe ich ja Leos Grill gleich um´s Eck, falls es mich mal nach holländischem Essen düngt 😉

Meine Tipps:

Fracking im Rheinland?

Gasgewinnung durch Fracking“ Passend zur anstehenden Kommunalwahl – „CDU und FDP verweigern Stopp von Fracking im Kreis Mettmann“ und ein SPD-Bürgermeisterkandidat der sich diese Option der Energiegewinnung offen halten möchte… *Ürgs* Und ich dachte es gibt ein rot-grüne Moraturium? Naja, Fakt ist das der Multikonzern BASF in unserer Nachbarstadt Mettmann mit den ersten geologischen Erkundungen – im Fachjargon auch Exploration genannt – der Lagerstätten beginnen will. Zitat des Kreises Mettmann dau : „Die bergbaurechtliche Genehmigung zum Aufspüren potenzieller Gasvorkommen in Ratingen, Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath und Mettmann haben interessierte Firmen nämlich bereits erhalten.“ Genau, man möchte nur mal nachsehen ob sich die Fracking und wenn es sich lohnt, dann viele Chemikalien in die geologischen Schichten verpressen ohne zu wissen was dies für Folgen haben wird… naja, was sind denn schon Ewigkeitskosten – darum können sich doch die anderen kümmern.

Update (1.04.2014): die Bergbehörde hat die Genehmigung für Wintershall um drei Jahre verlängert und gleichzeitig dementiert das Unternehmen die Pläne für Probebohrungen im Kreis Mettmann… *kopfschüttel* dann brauchen die auch auch keine Genehmigung  😐

Rechts im Bild erkennt man die 30% Wirkungsgrad der Braunkohlekraftwerke und Links den Landtag.

Braunkohle: Die größte Dampfmaschine Deutschlands. (sic!) Wer in Düsseldorf zum Himmel blickt, kann es oft mit eigenen Augen sehen: die riesigen weißen Wolken, die aus den Kühltürmen der Braunkohlekraftwerke in NRW aufsteigen. Was viele nicht wissen: Diese Wolken bestehen nicht etwa aus „harmlosen Dampfwolken“, sondern sind sichtbarer Beleg für eine absurde Energieverschwendung.

30 % Wirkungsgrad – 70 % Abwärme für die Katz
Braunkohlekraftwerke arbeiten mit einem erschreckend schlechten Wirkungsgrad. Gerade einmal 30 % der eingesetzten Energie werden in Strom umgewandelt – der Rest, also 70 %, verpufft ungenutzt in Form von Abwärme. Diese gewaltige Energieverschwendung ist nicht nur ein technisches Versagen, sondern auch ein klimapolitisches Desaster. Während moderne Kraftwerke und erneuerbare Energien immer effizienter werden, setzen wir in Deutschland weiterhin auf eine Technologie, die mehr Wärme für den Himmel produziert als Strom für die Steckdose.

Vom NRW Landtag aus sichtbar – und dort könnte man es ändern
Wer vom Düsseldorfer Landtag aus nach Westen schaut, sieht links die Entscheidungsträger:innen und rechts die Abwärmewolken, die uns vor Augen führen, wie überholt Braunkohle als Energieträger ist. Hier, im politischen Zentrum NRWs, könnte der Weg in eine effizientere und klimafreundlichere Zukunft beschlossen werden. Doch stattdessen halten Teile der Politik weiterhin an der Kohle fest – aus wirtschaftlichen Interessen, aus Bequemlichkeit oder schlicht aus Ignoranz gegenüber dem Klimaschutz.

Auswärtsspiel: Bilker on ice

Während ihr letzte Woche erste Bilker Frühlingsluft schnuppern konntet, eroberten vier Unterbilker Mädels (plus drei Düsseldorf-Emigrantinnen) auf den Brettern die die Welt bedeuten die Schweiz. Eine Woche Skifahren und Snowboarden in Les Crosets – es war grandios! So grandios, dass wir sogar unseren heiligen Killepitsch mit Kölnern teilten! Hier also ein paar Impressionen aus acht Tagen Sonne, Schnee, Sport und Seelebaumeln.

Aktion Bienenweide

Gerade über Resi Lecker Baguette von der sinnvollen & unterstützenswerten Aktion Bienenweide in Düsseldorf gelesen. Klingt super – werde mal Kontakt aufnehmen und auch ein paar Samentüten organisieren. Ich habe kein Problem wenn Bienen im Jahresverlauf immer wieder unseren Blumenkasten und Balkon besuchen kommen 🙂

Hintergrund der Aktion – an vielen Orten in Europa ist die Population von Honigbienen und Wildbienen in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Viele wildlebende Insektenarten – und so auch die Bienen – sind aber für die Blütenbestäubung extrem wichtig. Im Prinzip geht es also um die Bewahrung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) und um die Sicherung unserer Nahrungsgrundlage. Mit wenig Aufwand – wie einer Blumenwiese mit Bienenweide-Pflanzen, blühenden Bäumen und Sträuchern und naturnahen Blumenbeeten – kann man die Bienen unterstützen. Weitere Infos gibt es unter anderem beim BUND und natürlich beim  Düsseldorfer Imkerverein… Auf ein blühendes & buntes Düsseldorf 🙂

sags-mit-blumen

 

Unsere Stadtverwaltung hasst anscheinend alle Bäume

Gibt es eigentlich eine öffentliche Aufstellung aller Fällungen und Ersatzpflanzungen? So eine Art Bilanz, Statistik oder Baumkataster aus der man erkennen kann wie alt die gefällten Bäume waren, Grund der Fällung und was als Kompensation gepflanzt wurde und auch wo… Damit meine ich aber auch alle Bäume im Stadtgebiet und nicht diese Winkelzüge zwischen Stadt- und Privatgrundstück… Dies sollte doch im Prinzip möglich sein, oder?