Es sind – sehr wahrscheinlich – gerade die letzten Stunden eines intakten Waldes. Das Osterholz ist eine Waldfläche von über 5ha zwischen Wuppertal und Haan mit gesunden Buchenbaumbeständen, mit vernetzten Ökotopen, seltenen Pflanzen, usw. und soll zeitnah für die Erweiterung einer Abraumhalde gerodet werden. Eigentlich sollte bereits seit mehreren Jahren hier gerodet werden – durch die sehr aktive BI Osterholzbleibt und durch eine Besetzung Osterholzwaldbesetzung konnte dies bis jetzt verhindert werden. Leider haben die EntscheidungsträgerInnen in der Verwaltung und Politik dies Zeit nicht genutzt und sich für eine der unterschiedlichen anderen Lösungen zu entscheiden… Politikversagen auf so vielen Ebenen.
Schlagwort: osterholz
Stechpalme versus Abraumschutt.
Solch Mikrohabitate in alten Waldbeständen sind selten geworden und somit wertvoll und besonders schützenswert. Besonders alte Buchenwälder in denen sich Stechpalmen sich halten. By the way – in Deutschland steht die Stechpalme nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz. Okay, außer man will Schutt und Abraum aus einem Steinbruch entsorgen… dann gilt dies offensichtlich nicht. Aus meiner Sicht zeigt die Situation im Osterholz warum immer mehr Menschen an der Politik verzweifeln.
Abraumhalden oder Wald?
In Wuppertal soll ein intakter Mischwald gerodet werden um dort den Schutt aus einem angrenzenden Steinbruch zu lagern. Und dies trotz mehreren realistischer Alternativkonzepte. Eine Möglichkeit wäre die Grube Neandertal mit Material zur Verfüllung und Hangsicherung zu versorgen. Gibt auch andere Flächen und Lösungen – aber es wurde die Genehmigung zur Rodung von der Bezirksregierung Düsseldorf erteilt. In diesem Plot werden alle IPCC Berichte und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimakrise ignoriert… Dieser Eingriff in ein Landschaftsschutzgebiet ist genehmigt worden und wird eigentlich nur durch eine Besetzung und einer aktiven Bürgerinitiative und aufgehalten. Es sind noch verschiedene Klagen gegen die Genehmigung beim Verwaltungsgericht anhängig… danach kann es direkt zu einer Räumung des Protestcamps und zur Teilrodung des Waldes kommen. Auf diesen Tag X bereiten sich aktuell viele Gruppen und Organisationen vor – um sich aktiv für den Erhalt vom Osterholz einzusetzen. Lasst es uns versuchen – gemeinsam sind wir bunt, kreativ & unausstehlich 😉 Jeder kann aktiv werden und supporten. #osterholz #jederbaumzählt




Angezählte Bäume in der Stadt. Rodungssaison auch hier.
Mag noch gar nicht daran denken – in wenigen Tagen beginnt wieder die Rodungssaison. Man muss noch noch nicht mal an den #osterholz bei Wuppertal denken (hier soll eine Abraumhalde trotz Alternativen entstehen) oder an #keyenberg und #lützerath (hier will NRW das RWE Braunkohle abbaggern kann) oder oder oder… es gibt es auch Bauvorhaben bei uns im Viertel bei denen alte, stattliche, gesunde Bäume für MicroApartments (wie auf der Reichsstrasse) gefällt werden sollen. Ich bin der Meinung das #jederbaumzählt . Ich bin mir auch sicher das die Bilanz in der Stadt @duesseldorf, was Aufforstung und Ersatz- und Kompensationen angeht, nicht ausgeglichen ist. #baum4dusWeniger anzeigen
Osterholz bleibt. Bäume sind wichtiger als Abraum & Schutt.
Ein Spaziergang durch den Wald soll wirklich gesund und entspannend sein… und darum sind wir vor ein paar Tagen einfach mal in den Osterholz zwischen Haan und Wuppertal gefahren.
Zugegeben, es ging mir nicht ‚nur’ um die frische Luft im Wald – ich wollte mir selbst ein Bild von der Situation in dem durch Rodung bedrohten Wald machen. Dieser Mischwald soll seit 2019 auf einer Fläche von 5 Hektar innerhalb der Zusammenhängenden Waldfläche sowie zuzüglich 3,5 Hektar in einer Neuaufforstungen gerodet werden um Platz für eine Abraumhalde zu schaffen. Konkret soll hier der Aushub und Abraum des angrenzenden Steinbruchs aufgeschüttet werden… die Halden kann man bereits von den Waldwegen aus erkennen. Also Schutt statt Wald. Ernsthaft jetzt?! Kannst du dir nicht ausdenken :-/ Es ist für mich unbegreiflich wie in dee heutigen Zeit eine solche Maßnahme überhaupt genehmigt wird und wieso es keine Alternativen Lösungen angestrebt werden. Einen intakten Mischwald – mit zum Teil als Kompensationsflächen ausgewiesen Parzellen – soll zur Gewinnmaximierung eines privat Unternehmens gerodet werden. Die Lösung ist doch ganz einfach – die Politik muss die realen Kosten für die Schaffung einer identischen Waldfläche durch Renaturierungsmaßnahmen ansetzen. Schon werden andere Lösungen vi el ‚attraktiver‘ für die beteiligten Firmen. Kleiner Hinweis wofür ein Teil des abgebauten Kalks gebraucht wird … er wird in den Kraftwerken von RWE zur Rauchgasentschwefelung benötigt. RWE vernichtet nicht nur im rheinischen Braunkohlerevier durch ihre Tagebaue unwiederbringlich Ökotope und ganze Ökosysteme und betrachtet Menschen als Verschiebemasse – nein, auch hier sind sie an der Zerstörung von Biotopen mittelbar beteiligt.
Kurz zur Situation: Eine kleines Waldstücks wird seit über einem Jahr von einer Gruppe von AktivistInnen besetzt gehalten und sie schützen so, also durch ihre pure Anwesenheit, den Wald vor der Rodung. Wie man aber im #hambi oder im #danni gesehen hat können mit diesen Protestaktionen die Rodungen nicht wirklich verhindert werden… aber man kann sie verzögern und auch eine breite Öffentlichkeit erzeugt werden.





Es gibt rund um das kleine Hüttendorf einige Barrikaden – aber der Wald lässt sich natürlich frei betreten (also falls jetzt jemand Angst oder Bedenken haben sollte). Wenn man mit den BewohnerInnen sprechen möchte – einfach hingehen und fragen „warum es hier so schön ist“. Steht schließlich auf einem transpa 😉 Nicht wundern – es laufen gerettete Gänse zwischen den Hütten herum…
Auf der Webseite der Initiative https://osterholzbleibt.org/ könnt ihr euch über die Situation und die Hintergründe weiter informieren und auch die Termine für die Waldspaziergänge im Osterholz erfahren. Über den twitterkanal von @osterholzbleibt und @fhosterholz sowie @jederbaumzaehlt sowie die entsprechenden hashtags #osterholzbleibt und #jederbaumzaehlt bleibt ihr ebenfalls gut informiert – denn die Rodungssaison endet in wenigen Wochen… es ist aber zu befürchten das vorher noch Fakten geschaffen werden. Auch weil die Politik nicht handeln will.
‚Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.‘
Vor einem Jahr gab es nur eine kleine Chance die angesetzte Rodung des „Hambi“ zu verhindern oder wenigstens zu verzögern…

Vor einem Jahr gab es nur eine kleine Chance die angesetzte Rodung des „Hambi“ zu verhindern oder wenigstens zu verzögern… Durch viel Penetranz & Hartnäckigkeit von vielen, vielen unterschiedlichen Menschen und einem Gerichtsurteil konnte ein Aufschub erwirkt werden. Und mehr aber auch nicht! Der Wald mit den alten Bäumen ist noch da weil viele Menschen aktiv waren, viel riskiert haben und auch einen hohen Preis gezahlt haben. Ein Mensch ist bei der erzwungenen, erlogenen und politisch umstrittenen Räumung des alten Waldes tödlich verunglückt. Es geht aber in mehr. Es braucht endlich eine Entscheidung der Landesregierung und von RWE diesen Wald und auch die bedrohten Ortschaften im rheinischen Braunkohlerevier zu verschonen und endlich den Ausstieg aus dieser überholten Energieerzeugung zu vollziehen. Der Wirkungsgrad ist wirklich schlecht und die Kosten für diesen CO2-intensiven Energieträger sind zu hoch und würden wir SteuerzahlerInnen dies nicht seit Jahren hoch subventionieren auch völlig unrentabel für den RWE Konzern. Nutzen wir den Rodungsstopp im Hambacher Forst um politisch eine Entscheidung zu erstreiten und erhöhen wir den Druck um auch andere sinnlose Rodungen wie in Osterholz bei Wuppertal zu verhindern