Wohn(t)räume endlich aktivieren

Dieser Umbau des Bilker-Bunkers macht eigentlich richtig Mut. Dies stadtteilprägende Gebäude mit dem riesigen Mural von Farbfieber konnte vor dem Abriss bewahrt werden und bietet Platz für Wohnungen und Kreativität, Kunst& Kultur.

Eigentlich gab es vor einigen Jahren noch Planungen den alten Luftschutzbunker aufwändig abzureißen und dann zur Refinanzierung hier Luxuswohnungen entstehen zu lassen. Dagegen hatten sich viele Menschen (nicht nur aus der direkten Nachbarschaft) engagiert und zahlreiche Ideen und Konzepte kreiert, diskutiert und protestiert. Es ging immer um den Erhalt des Gebäudes ( in weiten Tueilen ) und um eine sinnvolle Nutzung mit Mehrwert (Kunst & Kultur, Werkstätten und Wohnen ) für das Quartier und die Menschen die hier leben. 

Und genau dies wird nun langsam Wirklichkeit – der alte Hochbunker (ist mittlerweile als Denkmal gelistet) bleibt dank ‚KÜSSDENFROSCH Häuserwachküssgesellschaft’ erhalten und soll, neben den neuen exklusiven Wohnungen auf dem Dach, auch bald Proberäume, Ausstellungsräume, Ateliers, Fahrradgarage, VerticalFarming usw im Gebäudekörper beherbergen. 

Diesen Spirit sollte man doch eigentlich auch endlich mal auf andere leerstehende Objekte im Stadtgebiet übertragen. Es fehlt Wohnraum und es gibt genug Leerstand der „wachgeküsst“ werden sollte 😉 

Ich denke da spontan an Häuser mit potentiell mehr als 5 Wohneinheiten, wie an das ‚Kronenhaus‘ (Leerstand seit > 15 Jahren) oder den zwei Häusern auf der Elisabethstraße (Leerstand seit >5 Jahre), an ein Haus auf der Gladbacherstraße (>10 Jahre Leerstand) oder an dies Mehrfamilienhaus auf der Kronprinzenstraße (> 5 Jahre Leerstand) oder an dies  größere Gebäude auf der Martinstraße (>5 Jahre) usw. 

Es müssten ja nicht zwangsläufig hochpreisige Luxuswohnungen entstehen – durch die jahrelangen Spekulationen sind die Preise ins astronomische gestiegen, diese Preise können Genossenschaften oder soziale Projekte schon lange nicht mehr aufbringen. Generell müsste die Stadt hier schon länger eingreifen und als KäuferIn auftreten… es wäre eine win-win-Situation für unser Viertel wenn es eine Art soziale Erhaltungsverordnung gäbe und soziale Verdrängung (Gentrifizierung) endlich Einheit geboten würde.

Hausbesuch am Kronenhaus.

Trotz Ferien und Hitze kamen heute Abend rund 40 AnwohnerInnen und BürgerInnen zusammen um a) für den Erhalt des Kronenhauses b) für mehr bezahlbaren Wohnraum zu demonstrieren.

Trotz Ferien und Hitze kamen heute Abend rund 40 AnwohnerInnen und BürgerInnen zusammen um a) für den Erhalt des Kronenhauses b) für mehr bezahlbaren Wohnraum zu demonstrieren. Der Leerstand (und dies ist nur ein Objekt von etlichen anderen – Stichwort Gladbacher- oder Elisabethstraße oder Höhenstraße etc.) in dieser Größenordnung ist nicht vermittelbar und auch nicht akzeptabel. Wenn ein Investor über Jahre hinweg keine Ideen hat (und noch nicht mal eine Zwischennutzung in Betracht zieht) was er mit einem Objekt in dieser Größe anfangen soll – dann soll es die Stadt kaufen und einer Nutzung zuführen. Der Bedarf ist da und es gibt auch genug Konzepte um ein solches Haus auch übt einen öffentlichen Träger zu vermieten oder gar über eine Genossenschaft zu betreiben. Nur ist aktuell der Erwerb, egal für wen, in dem künstlich hochgejazzten Spekulationsmarkt in Düsseldorf schwer – aber möglich. Es wäre schön wenn mehr Städte ihr Vorkaufsrecht (es bedarf dazu einer Satzungsänderung) nutzen würden, um bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und zu schaffen. Verrückte Idee – man könnte Leerstand einfach mal kartieren

Spekulationsobjekt statt Lebensraum. Leerstand in Düsseldorf.

Wie kann es sein das dies Gebäude über 10 Jahre leer steht und nicht genutzt wird?

Jedes Mal wenn ich an dem Kronenhaus vorbeikomme hab ich die folgende Liedzeile von der Band Fahnenflucht im Kopf „Eigentum verpflichtet, steht fest im Grundgesetz, zum Wohl der Allgemeinheit und nicht als Spekulationsobjekt. Doch das Reale lehrt uns anderes, auch das Recht hat seinen Preis, was man vorher davon wusste, was man nachher davon weiß. Eine Unzahl leerer Gebäude wird kriminell saniert, zur Maximierung des Gewinns, damit (…)“… Wie kann es sein das dies Gebäude über 10 Jahre leer steht und nicht genutzt wird? Wieso rentiert es sich eine solche Immobilie zu erwerben und nicht zu investieren oder sie zu sanieren? Bewohnt bringt es doch Mieteinnahmen oder saniert und verkauft einen klaren Gewinn… aber es zu erwerben und über Jahre sich Leerstand zu leisten scheint sich offensichtlich zu rentieren. Sorry, aber dies ist im wahrsten Sinne des Wortes Gesellschaft schädigend – sprich asozial.
Wenn die Not auf dem Wohnungsmarkt groß ist – dann wirkt es als wolle man mit einem solchen Verhalten den Markt künstlich verknappen bzw als würde man auf höhere Grundstückspreise spekulieren. Ist natürlich unbewohnt einfacher es wieder zu verkaufen – ohne diese lästigen MieterInnen… Die Pläne des aktuellen Investors sieht jetzt übrigens folgendes vor : Abriss und hochpreisige Wohnungen bauen. Hoffen wir mal das die Initiative @bilkwohnenfueralle ein Umdenken erreicht und dies Gebäude erhalten bleibt und sinnvoll genutzt wird. Öffentlichkeit hilft dabei um politischen Druck zu erzeugen

Leerstand auf der Friedrichstraße

Es erschüttert noch immer wieder wenn ich über diese ehemals belebte Straße wusel…

Es erschüttert noch immer wieder wenn ich über diese ehemals belebte Straße wusel und sehe wie ein Ladenlokal nach dem nächsten verklebt wird… Ja, es gibt bestimmt mehrere Gründe die diese Situation (sagen wir ruhig Ansätze einer erkennbaren Abwärtsspirale) begünstigen – WestLB weg, Sternverlag ist weg, die Straßenbahn ist zu einer U-Bahn geworden, usw. Wie kann man diesen Trend umdrehen? Die Methoden und Strategien haben bis jetzt nicht funktioniert und es ist eher schlimmer als besser geworden… Zwischennutzung statt Leerstand, umwandeln in Büros oder Wohnungen ist bestimmt schwierig aber auch eventuell sinnvoller als zu warten, denn es sind neue POIs in Planung und die ziehen eher Kaufkraft ab… I know – es gibt keinen Masterplan, aber kaufen wir doch erst mal wieder dort ein und nicht im Web.

Leerstand und Gammel statt Ideen und Konzepte.

Beim Thema Leerstand und Mangel an bezahlbarem Wohnraum fallen mir in Bilk aktuell einige Objekte ein die leer stehen – und nicht nur Wohnungen, sondern ganze Häuser. In einem solchen Gebäude wie dem hier könnte man sicherlich 10-12 Wohnungen und Appartements unterbringen. (10/2017)

Schade aber auch leider symptomatisch 😞 Nun wurde über Jahre gezögert und überlegt bzw nix gemacht das aus dem #leerstand des alten EVK Verwaltungsgebäudes wohl ein Fall für die Abrissbirne wird. Statt dies schöne, alte Objekt einer sinnvollen Nutzung zuzuführen – verrückte Idee : Wohnen für Jung & Alt – wurde lieber der Leerstand favorisiert. Aber auch Denkmalschutz kann man anscheinend einfach umgehen – man muss es nur ordentlich vergammeln lassen. Danke für nix! Hoffen wir mal das eine politische Initiative noch etwas bringt und dies schöne Gebäude erhalten wird und nicht einem weiteren Spekulanten-Bau weichen muss.

Gentrifizierung – ein Viertel zerfällt.

‚Wie viel wollt ihr uns noch wegnehmen, bis ihr merkt, dass wir es sind, die diese Stadt bunt machen.‘

‚Wie viel wollt ihr uns noch wegnehmen, bis ihr merkt, dass wir es sind, die diese Stadt bunt machen.‘ Es geht aber nicht nur um Subkultur. Man kann seit Jahren dabei zusehen wie gewachsene Milieus verdrängt werden 🙁 Diese Spirale von Wohnumfeldverbesserungen, Aufwertungen, Modernisierungen, Luxus-Sanierungen, Spekulationen mit Leerstand, „Ferienapartments“ statt Mietwohnungen usw. dreht sich immer schneller in unserer Stadt. Was bleibt eigentlich von den Vierteln noch übrig wenn diese sich keine RentnerInnen, Angestellten, HandwerkerInnen, StudentInnen, KünstlerInnen, junge Familien, Menschen die auf Stütze angewiesen sind, GründerInnen mit Ideen usw. mehr leisten können? Wohnquartiere leben von der Vielfalt – diese sozialräumliche Segregation und fortschreitende Yuppisierung zerstören die Viertel. Es geht nicht „nur“ um Subkultur – es geht um Menschen die hier seit Jahrzehnten leben.

Gedanken über einige Leerstände in Düsseldorf.

… über einige Leerstände in Düsseldorf (und ich meine ganze Häuser und nicht einzelne Wohneinheiten) kann ich mich nur wundern.

Bei Leerstand denke ich an ganze Häuser und nicht an einzelne Wohneinheiten – oft, wie zum Beispiel hier, kann man aber leider nur ‚spekulieren‘ ob es Desinteresse am Objekt oder Unklare Eigentumsverhältnisse oder doch nur Gewinnmaximierung ist… Aber, egal ob es nun Gebäudespezifischer Leerstand, Struktureller Leerstand oder Spekulativer Leerstand ist : Es gibt einen realen Bedarf an Wohnraum in Düsseldorf der nicht gedeckt wird und durch Luxussanierungen, Spekulationsobjekte, Umnutzung durch Ferienapartements usw. immer weiter verschärft wird.

Es wäre doch „charmant“ wenn solche Häuser bewohnt und mit Leben gefüllt wären – unten ein Café und daneben ein kleiner Laden oder Büro und im Haus leben gemeinsam junge und alte Menschen (Studierende, junge Familien, SeniorInnen) zusammen und es gibt eine Wohnung als sozialen Treffpunkt für die BewohnerInnen mit einem Spielzimmer, Werkraum, Platz für eine Tauschbörse für Bücher und alltägliche Dinge… *hoppala* sorry, ich drohe gerade ins hippieske abzudriften – dies darf es natürlich in unsere kapitalistischen Gesellschaft ja nicht geben, denn soziales Miteinander widerspricht dem Grundsatz der Gewinnmaximierung…

Nur so ein Gedanke : Es wird immer wieder beklagt das die Gesellschaft immer anonymer und kälter wird und die Ellbogen-Mentalität für ein soziales Zusammenleben nicht förderlich sei… Sorry, dann müssen eben Strukturen geschaffen werden die diese Entwicklung stoppen oder wenigstens entgegenwirken.

Neue Ideen in leeren Gebäuden. Convert #Leerstand into Workingspaces

Mir gefällt besonders das hier aus Leerstand ein Hub für startups und kleine Agenturen entsteht.

Freue mich schon auf die neuen Nachbarn von der werft16 – hoffe auf einen kreativen Schub und innovative Ideen 🙂 Mir gefällt besonders das hier aus Leerstand ein Hub für startups und kleine Agenturen entsteht. Dazu braucht es keinen Neubau – sondern kreative Konzepte und ein „in die Jahre gekommenes Gebäude“. Man sieht sich zur Eröffnung 🙂