Klimazwillinge. Warum Düsseldorf bald so warm sein könnte wie Toulouse.

Wie sich Düsseldorf in Richtung Süden bewegt – und warum mich das nicht loslässt.

Der Klimawandel ist leichter zu verdrängen ist, solange es abstrakt bleibt. Aber wenn man weiß, wie sich Toulouse im August anfühlt, bekommt man eine Ahnung, was auf uns zukommt. Und vielleicht auch eine Idee, wie wir uns vorbereiten können – als Stadt, als Nachbarschaft, als Menschen, die hier wohnen.

Es gibt Themen, die einen nicht loslassen. Mich zum Beispiel das Klima. Nicht als Schlagzeile, sondern als etwas, das sich verändert, leise und stetig. Ich habe an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – damals noch HHUD – Geographie bei Professor Jordan studiert. Im Studium sprachen wir über Wärmeinseln, Albedo-Effekte, über die Wechselwirkung von Boden, Luft und Stadtstruktur. Über Klimaerwärmung und Kipppunkte. Das klang damals theoretisch, fast fern. Heute reicht ein Sommerabend am Bilker Bahnhof, um zu verstehen, was gemeint war. Wenn der Asphalt selbst nach Mitternacht noch Wärme abstrahlt und die Luft steht, dann ist das Stadtklima kein Lehrbuchbegriff mehr, sondern Realität. Vor zwei Jahren bin ich auf ein Konzept gestoßen, das den Klimawandel greifbarer macht als jede Statistik: die Klimatischen Zwillinge.

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Mal wieder viel Regen in kurzer Zeit.

Vom leichtem Nieselregen bis zum ausgewachsenen Starkregenereignis – war alles dabei. Im Durchschnitt landen im September in Düsseldorf etwa 53 mm Niederschlag – gemessen über lange Jahre hinweg – Nimmt man das Klimamittel des DWD für Deutschland – laut Statistiken etwa 63 mm.

Die Wetterstation Düsseldorf meldete für den 08.09.2025: 25,9 mm Niederschlag – ziemlich ordentlich für einen Tag… Ein einziger Tag hat damit fast die Hälfte der üblichen Monatsmenge gebracht. Starkregenereignisse bedeuten für Städte vor allem eines: Überforderung der Infrastruktur. überlastete Kanäle, überflutete Straßen, vollgelaufene Keller. Besonders kritisch wird es, weil Städte stark versiegelt sind: Asphalt, Beton und Pflaster lassen kein Wasser versickern, alles läuft sofort oberirdisch ab.

Genau hier setzt die Idee der Schwammstadt an. Anstatt Regenwasser so schnell wie möglich „wegzuleiten“, wird die Stadt so gestaltet, dass sie es aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben kann – wie ein Schwamm.

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Tegelwippen. Aus Grau mach Grün.

In den Niederlanden sorgt die Aktion „Tegelwippen“ seit 2020 für Aufsehen. Jedes Jahr verwandeln engagierte Bürger:innen graue Pflasterflächen in bunte Blumenbeete und Stadtgrün. Ich glaube Düsseldorf kann von dieser Idee lernen und NRW könnte dies perfekt adaptieren…

Alles begann mit einem Wettbewerb zwischen Amsterdam und Rotterdam, angestoßen von der Kreativagentur Frank Lee und der Plattform Dus Wat Gaan Wij Doen. Ziel war es, herauszufinden, welche Stadt mehr versiegelte Flächen entsiegeln kann. Der Begriff „Tegelwippen“ beschreibt dabei wörtlich das Entfernen von Gehwegplatten, um Platz für Pflanzen und Grünflächen zu schaffen.

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Waldspaziergang in der Nähe von Mordor

Am letzten Sonntag haben wir wieder mal Zeit bei den wahren WaldschützerInnen des Hambacher Waldes verbracht. Mit ihren Baumhäusern und ihrer konsequenten Anwesenheit sichern diese Menschen den letzten verbleibenden Rest dieses wertvollen Waldgebietes vor der Zerstörung durch den Braunkohleabbau.

Vor genau 10 Jahren begann der breitere, bürgerliche Protest mit dem ersten Waldspaziergang von Michael Zobel und Eva Töller. Mit ihren regelmäßigen Wanderungen durch diesen Wald trugen sie dazu bei, den Protest zu erweitern und für die Öffentlichkeit zugänglicher zu machen und mehr Menschen für den Erhalt der einzigartigen Natur zu mobilisieren. Endlich begann man über die Bedeutung dieses wertvollen Ökosystems zu sprechen, was neue UnterstützerInnen gewann.
Der Kampf für den Erhalt der Wälder und auch der Dörfer im rheinischen Braunkohlerevier ist schon immer vielfältig und komplex.

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Lützerath lebt weiter

In unseren Herzen und unseren Aktionen. Es war gestern ein sehr bewegungsorientierter Tag – viele Menschen waren um den kleinen Ort #luetzerath unterwegs – nicht direkt um die Häuser zu retten. Sie sind ein Symbol , ein Symbol für die verfehlte Energiepolitik der letzten Jahrzehnte und ein reminder an die PolitikerInnen welche Ziele in Klimaschutz sie versprochen haben. Die Kohle wird nach mehreren Studien nicht mehr benötigt und wir müssen unseren CO2 Ausstoß reduzieren – dies geht sicherlich nicht mit dem schmutzigsten Energieträger den es gibt! Diese dicke Rechnung werden die nächsten Generationen zu zahlen habe – und damit meine ich nicht nur die Ewigkeitskosten (den nicht RWE als Verursacher trägt), sondern die unumkehrbaren Folgen des Klimawandels. Klimaschutz ist Handarbeit.

Alle Dörfer müssen bleiben. Auch Lützerath.

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche. Lasst uns alle am Samstag nach Lützerath fahren und ein Zeichen für Klimaschutz und gegen diese Politik zu setzen. Der Protest gegen die Räumung ist bunt und vielfältig – Infos über die Demo findet ihr auf www.alle-doerfer-bleiben.de/demo/.

Es geht nicht direkt um die restlichen Gebäude in dem ehemaligen Ort – es geht um die 280 Millionen Tonnen Braunkohle die verfeuert werden sollen. Natürlich auch um den empfundenen Wortbruch und diese Realpolitik die hier abgespult wird. Es ist ein konsequenter Klimaschutz notwendig um die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren und zukünftige Generationen vor den schwerwiegenden Folgen von Erderwärmung und extreme Wetterereignisse zu schützen. Der Klimawandel hat bereits Auswirkungen auf das Weltwetter, die Landwirtschaft, die Gesundheit und die Wirtschaft. Wenn wir nicht handeln, werden sich diese Auswirkungen verschlimmern und es wird immer schwieriger und teurer, sie zu bekämpfen.

Klimaschutz ist Handarbeit. Wir sehen uns am Samstag, 14. Januar um 12 Uhr an der L12 im Angesicht des Kohlebaggers und Lützerath.

Lützerath bleibt!

„Zone á defendre“ 1,5 Grad ist nicht verhandelbar.

Erschütternd das man dies noch erklären muss und das die EntscheiderInnen sich weggucken. Dann muss die Zivilgesellschaft eben Handel und gemeinsam an einer Zukunft ohne Braunkohle arbeiten. Es muss jetzt Schluss sein mit den Rodungen und Enteignungen. Als Gesellschaft braucht es jetzt ein Signal der Politik – zum Beispiel ein Moratorium für den Zeitraum der Regierungsbildung. Alle Dörfer müssen bleiben und RWE muss aufhören hier Fakten zu schaffen. Wir sehen uns in der #zadrheinland – denn hier vor dem Ort #lützerath verläuft die 1,5 Grad Linie – wenn die Politik es mit dem Klimaschutz ernst meint, dann bleiben diese Orte stehen und die Bagger beginnen mit dem Rückbau der Grube. Solange dies nicht geregelt ist gilt es diesen Ort zu halten und zu verteidigen.

Lützerath bleibt! Keyenberg auch!

Lützerath, Berverath, Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich… alles Orte die in den kommenden Jahren noch für unseren „günstigen“ Braunkohlestrom umgesiedelt werden sollen. Wir brauchen eine schnellere Energiewende und den politischen Willen den Konzern RWE zu stoppen.

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Die 1,5-Grad-Grenze verläuft direkt vor Lützerath.

Die 1,5-Grad-Grenze verläuft direkt vor Lützerath. Diesen Samstag (7. August 2021 / ab 12 Uhr) ist eine Menschenkette am Tagebau #Garzweiler geplant um für mehr Klimaschutz und gegen das abbaggern der Dörfer Berverath, #Keyenberg, Kuckum, Lützerath, Oberwestrich, Unterwestrich usw (dies gilt auch für die Orte an den Tagebaues Hambach und in der Lausitz) zu demonstrieren. Unsere Landes- und auch die Bundesregierung versagen beim Thema Klimaschutz seit Jahren auf ganzer Linie – und selbst ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts oder die Warnungen von 14.000 WissenschaftlerInnen oder die Extremwetterereignisse der letzten Jahre führen zu einem Umdenken. Wir brauchen endlich wirksame Schritte um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken.

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