Das Jahr 2015 ist entscheidend ob wir unsere Klimaschutzziele erreichen können oder nicht. Am 25. April 2015 wird es eine Menschenkette und Kundgebung am Tagebauloch geben – jetzt ist der Protest und ein Zeichen von uns BürgerInnen gefragt. Infos findet ihr auf www.anti-kohle-kette.de
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Rechts im Bild erkennt man die 30% Wirkungsgrad der Braunkohlekraftwerke und Links den Landtag.

Braunkohle: Die größte Dampfmaschine Deutschlands. (sic!) Wer in Düsseldorf zum Himmel blickt, kann es oft mit eigenen Augen sehen: die riesigen weißen Wolken, die aus den Kühltürmen der Braunkohlekraftwerke in NRW aufsteigen. Was viele nicht wissen: Diese Wolken bestehen nicht etwa aus „harmlosen Dampfwolken“, sondern sind sichtbarer Beleg für eine absurde Energieverschwendung.
30 % Wirkungsgrad – 70 % Abwärme für die Katz
Braunkohlekraftwerke arbeiten mit einem erschreckend schlechten Wirkungsgrad. Gerade einmal 30 % der eingesetzten Energie werden in Strom umgewandelt – der Rest, also 70 %, verpufft ungenutzt in Form von Abwärme. Diese gewaltige Energieverschwendung ist nicht nur ein technisches Versagen, sondern auch ein klimapolitisches Desaster. Während moderne Kraftwerke und erneuerbare Energien immer effizienter werden, setzen wir in Deutschland weiterhin auf eine Technologie, die mehr Wärme für den Himmel produziert als Strom für die Steckdose.
Vom NRW Landtag aus sichtbar – und dort könnte man es ändern
Wer vom Düsseldorfer Landtag aus nach Westen schaut, sieht links die Entscheidungsträger:innen und rechts die Abwärmewolken, die uns vor Augen führen, wie überholt Braunkohle als Energieträger ist. Hier, im politischen Zentrum NRWs, könnte der Weg in eine effizientere und klimafreundlichere Zukunft beschlossen werden. Doch stattdessen halten Teile der Politik weiterhin an der Kohle fest – aus wirtschaftlichen Interessen, aus Bequemlichkeit oder schlicht aus Ignoranz gegenüber dem Klimaschutz.
Energiewende retten! Mal wieder zusammen auf die Straße gehen :-)

Ein paar Fotos von der heutigen Demo für eine echte Energiewende und für mehr Klimaschutz in Düsseldorf.
„Energiewende retten! Mal wieder zusammen auf die Straße gehen :-)“ weiterlesenHambacher Forst besetzt – Bäume statt Bagger

Wer in der Umgebung von Neuss, Mönchengladbach oder Düsseldorf aufgewachsen ist der kennt die „Wolkenfabriken“ bei Grevenbroich, der kennt Orte wie Otzenrath oder Spenrath die verschwunden sind bzw. in Retortensiedlungen wie Neu-Garzweiler „umgesiedelt“ worden sind“ und der kennt natürlich auch die riesigen Tagebaulöcher an der Autobahn A61 nach Aachen. Die Debatte um Garzweiler II und um die richtige Energiepolik und um den Klimaschutz in NRW hatte vor etlichen Jahren beinahe eine rot-grüne Landesregierung beendet – es gab einen Kompromiss und der Protest wurde immer kleiner. NO zu Garzweiler ZWO! Die Proteste von alten BewohnerInnen in den Orten, von Bauern und Umweltgruppen wurden zwar leiser – aber sie hörtten nicht auf. Seit einigen Tagen gibt es wieder neue Aktionen – diesmal im Wald bei Hambach. Unter dem Motto „Wald statt Kohle“ halten seit Samstag einige Klimaaktivisten, Umweltschützer von RobinWood und BUND und Anwohner einen Teil eines Waldstücks besetzt. Ich möchte den Aufruf und die Erklärung der BesetzerInnen hier dokumentieren (Link: https://hambacherforst.blogsport.de):
„Hambacher Forst besetzt – Bäume statt Bagger“ weiterlesenZukunft statt Braunkohle!

Direkt am Rand des Tagebaulochs Garzweiler wurde von Mitgliedern des BUNDs (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) eine Obstbaumwiese besetzt. Ziel ist der Protest gegen den Braunkohlenabbau und deren Folgen. Seit Neujahr widersetzen sie sich gegen die von der RWE Power AG angekündigten Zwangsräumung und basteln an Ideen 😉 Mit dem gewaltfreien Widerstand wollen die BUND-Mitglieder und UnterstützerInnen die Fällung von 87 Obstbäumen und die Abbaggerung des 1 Hektar großen Grundstücks für die Erweiterung des Tagebaus verhindern. Laut BUND würde mit dem Aufschluss von Garzweiler II die Erdatmosphäre mit CO2-Emissionen aus der Verbrennung von 1,3 Milliarden Tonnen Kohle zusätzlich belastet.
Wir wollen alle einen wirksamen Klimaschutz – das ist aber nicht mit dem Projekt „Braunkohle“ zu erreichen. Mal abgesehen davon – für den Strom aus Garzweiler wird eine ganze Region geopfert. Uralte Ortschaften mit gewachsenen Strukturen zerstört – 4000 Menschen nur für Garzweiler II (30000 Menschen im Braunkohlenrevier) umgesiedelt – etlichen Biotope zerstört – in die Ökologie in einem Bereich von 70 km2 eingegriffen (mal abgesehen von dem Eingriff in die Geomorphologie, die Geologie und Hydrologie). Unvertretbar diese Technologie und unverständlich das sich das RWE leisten kann. Ich werde das Camp unterstützen und auch zur Räumung vor Ort sein – bin ja auch in guter Gesellschaft 😉 Zur Besetzung war ja auch der Landesvorsitzender der Grünen NRW Arndt Klocke vor Ort.