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UnityMedia will WLAN-Hotspots den Kunden verordnen

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„In den kommenden Wochen wird auf Ihrem WLAN-Router automatisch ein separates WLAN-Signal aktiviert“ Aha?! Alle Kunden bei Unitymedia haben wohl diesen Brief bekommen – in dem wird den Kunden ein öffentlich zugänglicher WLAN-Hotspots quasi „verordnet“. Das Ziel von Unitymedia ist es bis Ende des Jahres 1,5 Millionen WLAN-Hotspots anbieten… Sorry, ich möchte gefragt werden – wieso geht das Unternehmen denn davon aus das ich einverstanden bin? Merkwürdiger Stil. Und ich möchte meinen eigenen Wlan-Router weiter nutzen – der sieht dies freie Gästenetz nicht vor (also nicht generell). Lesenswerter Artikel auf golem.de zu diesen Plänen und was Verbraucherschützer davon halten. Da bleibe ich doch lieber bei der Idee von Freifunk 🙂

Unterschied zwischen frei und kostenlos

IMG_8540Ich möchte beim Thema „flächendeckend WLAN in der Stadt mit Unitymedia“ ein wenig Wasser in den Wein schütten – denn dies ist ein „kostenfreies WLan“ ein Werbenetzwerk und kein „freies WLan“. Dies hat mit „Frei“ wie im Sinne von „Freiheit“ nichts zu tun, sondern eher mit dem „Frei“ von „Freibier“…

Ich finde ja solche Projekte und Initiativen wie Freifunk da schon zielführender… dezentral, selbstorganisiert, eigenverantwortlich, usw.

Ausbau freier WLAN-Netze selbst in die Hand nehmen.

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Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung den WLAN-Ausbau in den Städten beschleunigen. Experten befürchten aber eher ein „WLAN-Sterben“, auch die Landesregierung ist alles andere als zufrieden. (WDR)

Es gibt gute Gründe sich aktiv am Aufbau von freien Netzwerken – zum beispiel über die Initiative Freifunk – zu beteiligen. Was ist falsch daran die Bandbreite, die ich selbst nicht benötige, mit meinen Nachbarn oder mit Passanten zu teilen? Nix. Und mal ganz ehrlich – stören euch freie Netze wirklich? Nein, ganz im Gegenteil – sie sind praktisch & hilfreich. Wenn jeder etwas abgibt, dann haben alle was davon.

Das Projekt Freifunk hat auch bei uns begonnen

11081112_10152874433708925_7240863763888689855_n…. einen WLAN Router zu ‚flashen‘ ist nicht wirklich kompliziert, dachte ich … nur wie und wo melde ich die Router an? Wie kann ich die Bandbreite festlegen die ich teilen will, geht das überhaupt?! Anyway. Werde wohl mit meinen beiden Routern im Rucksack mal bei Chaosdorf / CCC Düsseldorf e.V. oder bei einem Treffen von Freifunk Düsseldorf in der Butze reinschauen…

freifunk statt angst

„Kostenloser Internetzugang für alle und überall“ dazu muss aber die „Störerhaftung“ (Internetprovider haften nicht für das was ihre Kunden im Internet machen) neu geregelt werden, denn bei Hotspots im Cafe oder bei Nutzern des Projektes Freifunk ist dies nicht eindeutig geregelt… der aktuell eingeschlagene Weg der Bundesregierung für eine Änderung des Telemediengesetzes ist aber leider stuss. Lesenswert ist die Stellungnahme der FREIFUNK Initiative dazu: „WLAN-Gesetzesentwurf der Bundesregierung (§ 8 TMG) würde zu mehr Rechtsunsicherheit und einem negativen Effekt auf die Verbreitung von Funknetzwerken führen“ In Deutschland haften aktuell „Störer“ (unabhängig davon ob sie es verschulden) immer für das, was die Gäste ihre Funknetzwerke (WLANs) im Internet tun – diese WLAN-Störerhaftung verhindert somit einen freien Netzzugang für alle, denn dadurch lassen sich offene WLANs nicht betreiben, ohne Abmahnungen zu riskieren.

Lesepause – Freies WLAN in der Stadt

Kleine Lesepause. Eine lohnesnwerte Lektüre des Artikels „Freies WLAN in der Stadt – was man über Freifunk wissen muss“ in der WAZ . Mir persönlich gefällt besonders die Passage zum Thema ‚Störerhaftung‘ : „Der Verein Freifunk Rheinland ist (..) von der Störerhaftung ausgenommen. Er hat den Status eines Internet-Providers und muss damit (wie Telekom, Vodafone und Co.) nicht für Missbrauch Dritter haften.“ und „Wer sein WLAN öffnen will, braucht nur einen zusätzlichen Router für rund 20 Euro. Neben dem Strom (5 Euro im Jahr) fällt nichts mehr. Internet zahlt man eh.“