Samstag ist wieder Deppen-Demo in der Stadt

Danke für den Hinweis – heute ziehen wieder CoronaleugnerInnen durch die Straßen von Unterbilk / Bilk / Friedrichstadt / generell Innenstadt / Carlstadt / usw um von einer vermeintlichen Diktatur zu schwadronieren und Maskenpflicht als ‚Folter‘ zu beweinen und Impfungen als Instrument der Unterdrückung zu bezeichnen und dabei Gegenprotest und Journalisten bei Gelegenheit anzupöbeln und tätlich zu attackieren, dies alles unterstützt und mitorganisiert von Rechtsextremisten und Neonazis die schon bei DÜGIDA aktiv waren. Wäre das leugnen der COVID19 Pandemie und die unzähligen kruden Verschwörungstheorien und Umsturzphantasien nicht genug – nicht zu ertragen ist der Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus auf Plakaten und Stickern. Da kann man die Schauspieltruppen die sich in falsflag-Aktionen versuchen schon fast als harmlos ansehen. Die ‚strammen‘ Neonazikader aus Mitglieder der Burschenschaften, Hooligan-Gruppen und die Melange aus Identitäten Bewegung und AfD Mitglieder lassen sich nicht übersehen oder gar ignorieren…

Darum: Raus auf die Straße, vorher die Fenster dekorieren und mit Abstand laut gegen Nazis sein.

Sommer. Sonne. Trillerpfeife.

Sommer. Sonne. Trillerpfeife. Heute Nachmittag wollen Nazis an der Kö „ein wenig Mahnwachen“ – wer Lust auf ein wenig Bewegung & frische Luft hat könnte auch gleich ein wenig demonstrieren gehen…

Sommer. Sonne. Trillerpfeife. Heute Nachmittag wollen Nazis an der Kö „mahnwachen“ – wer Lust auf ein wenig Bewegung & frische Luft hat könnte auch gleich ein wenig demonstrieren gehen… Gemeinsam gegen Nazis auf die Straße gehen!

Am Sonntag, 28.5. mobilisiert die neonazistische Partei DIE RECHTE für 16 Uhr vor das ungarische Konsulat nach Düsseldorf auf die Aderstr. 12-14. Das Thema der Kundgebung ist „Freiheit für Horst Mahler“.
In Deutschland war Horst Mahler 2009 wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe
verurteilt worden. Im Sommer 2015 hatte die deutsche Justiz die Verbüßung der restlichen Haftstrafe in Anbetracht von Mahlers schlechtem Gesundheitszustand ausgesetzt. Die Aussetzung wurde später wieder aufgehoben. Mahler entzog sich im April dieses Jahres der Ladung zur Verbüßung der Reststrafe und tauchte unter. In Ungarn hat Horst Mahler versucht Asyl zu beantragen, sitzt jetzt allerdings in Abschiebehaft und soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Am Sonntag kommen Holocaustleugner und Neonazis nach Düsseldorf um ihre Solidarität zu bekunden.(…) Wie bei Dügida rufen wir euch auf, am Sonntag mit uns auf die Straße zu gehen und sich den Neonazis in den Weg zu stellen und ihre Veranstaltung massiv zu stören!!!

Picknick mit Torten & Dosenbier gegen Sarrazin

Großes Picknick mit Torten & Dosenbier gegen einen geistigen Brandstifter und seine „das wird man doch mal sagen“-Anhängerschaft. #dssq #duesseldorf

Großes Picknick mit Torten & Dosenbier gegen einen geistigen Brandstifter und seine „das wird man doch mal sagen“-Anhängerschaft. Gegen seine rassistischen Thesen kann man nur Flagge zeigen. Am Abend haben circa 150 Menschen gegen die Lesung von Herrn Sarrazin am Fürstenplatz demonstriert. Nur so als Reminder: Heute Abend wird er wieder am Fürstenplatz lesen und heute gibt es parallel ein Nachbarschaftsfest – denn wir sind & leben bereits seit Jahren in einem multikulturellen Viertel. Dies kann man sich wohl in einer Villa in einem noblen Viertel Berlins nicht vorstellen wie dies funktionieren soll – ebenso geht es auch seiner angereisten Anhängerschaft. Diese Lesung ist die pure Provokation und hat auch nix einem Angebot zum Diskurs zu tun… Gestern kam der Vorwurf wir wären intolerant – okay, ja dies ist richtig: Wir haben keine Toleranz für Rassismus, keine Akzeptanz für Hass und wollen keine Menschenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft.

‚Lieber solidarisch,als solide arisch.‘

‚Lieber solidarisch,als solide arisch.‘

Der Aufruf des ZAKK unterstütze ich gerne. Mischa und Torsten wurden im Zusammenhang mit den Anti-DÜGIDA Protesten vom Amtsgericht zu einer hohen Geldstrafe wegen “ Aufrufs zu zivilem Ungehorsam“ verurteilt. Das ZAKK erklärt sich mit ihnen solidarisch und unterstützt sie bei Gericht am 12.4., 9 Uhr, Raum E111!

Unser Kollege Mischa Aschmoneit ist, zusammen mit dem Ex-Geschäftsführer der Düsseldorfer Falken, Torsten Nagel, angeklagt worden, bei Protesten von „Düsseldorf stellt sich quer“ gegen Rechtpopulisten und Neonazis zu zivilem Ungehorsam aufgerufen zu haben. Gegen die Strafbefehle von rund 10.000 € haben die beiden selbstverständlich Widerspruch eingelegt, der demnächst vor dem Amtsgericht Düsseldorf verhandelt werden soll.

Obwohl von vielen Seiten, bis hin in konservative Kreise, die „Wehrhaftigkeit unserer Demokratie“, die „Verantwortung der Zivilgesellschaft“ und der „Aufstand der Anständigen“ beschworen wird, wird seitens der Staatsanwaltschaft versucht einzelne Aktivisten stellvertretend zu kriminalisieren. Das darf nicht Schule machen.

Jede/r der bei den Protesten gegen Dügida in den letzten Jahren dabei war weiß ziemlich genau wie friedlich, vielfältig und bunt sie waren und von wem Aggressionen ausgingen. Systematisch wurde über Jahre hinweg rechte Gewalt und rechter Terrorismus nicht wahr genommen und verharmlost auch von staatlichen Stellen wie Justiz, Polizei oder Verfassungsschutz. Die NSU-Morde sind nur die Spitze des Eisberges einer gefährlichen Entwicklung unserer Gesellschaft.

„Mein Einsatzleiter“ Es war schon eine kleine Gala :-)

Das weiß ich nicht! Ich bin nicht aus Düsseldorf.“ „Tut mir leid. Da müssen Sie an der anderen Durchlassstelle mal fragen.“ Ein wenig Realsatire aus Düsseldorf – „Mein Einsatzleiter“ ist nun von der Straße auf die Bühne gewandert. Diese Veranstaltung war aber mehr als nur die Anekdoten aus einem Jahr Gegenprotest aus der Sicht des Anmelders und es war auch mehr als ein nettes, gemütliches (der Saal ist komplett voll) Beisammensein im Zakk 🙂
Frank Laubenburg hat als Anmelder von zahllosen Kundgebungen und Demos gegen Dügida viele Anekdoten im letzten Jahre gesammelt und zu einem wirklich kurzweiligen Abendprogramm arrangiert. Die Mischung aus „witzigen“ (sic!) Erinnerungsschnipseln und den „lehrreichen“ Parts zum Thema Versammlungsrecht machte den Abend gelungen und rund.
Trotz aller Kurzweil – wollen wir mal hoffen, dass es im kommenden Jahr nicht wieder ein solches Programm geben muss… in dem Sinne: ‪#‎nodügida‬

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Hurra! Keine Montags- oder Freitagsdemos mehr, die die Innenstadt lahmlegen.

… einige „gut unterrichtete Kreise“ haben es bereits über Twitter verbreitet – den rechtspopulistische Ableger von Pegida gibt es in Düsseldorf nicht mehr! Zumindest hat die bisherige Anmelderin über Facebook verkündet „Dügida findet nicht mehr statt“. Werten wir diesmal als Teilerfolg.