Erdbeeren & Tomaten aus dem Umland

Seit zwei Wochen gibt es wieder Tomaten, Erdbeeren, Paprika und Auberginen – alle aus der Region, alle mit kurzen Wegen. Ja, es ist konventionell angebaut, keine Bio‑Schildchen auf jeder Kiste, keine Instagram‑Perfektion auf dem Feld. Aber es ist vom Bauern vor Ort, nicht aus langen Transportketten aus dem europäischen Dahinter importiert. 80 Kilometer, mehr nicht. Kein Flug, keine Frostkammer, kein „gibt es schon das ganze Jahr über“-Gefühl, sondern ein „jetzt, in dieser Saison, hier, um die Ecke“.

Rheinischer Bauernmarkt Unterbilk am Friedensplätzchen:
Dienstags 8:00–13:00 Uhr, freitags 9:00–17:00 Uhr.

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Endspiele für den Klassenerhalt

Fünf Spiele, fünf Niederlagen, Abstiegsrang, ein Herz am Anschlag. Das Restprogramm der Fortuna liest sich wie ein kleines Nerven‑Experiment: zuerst Dynamo Dresden zu Hause, dann ein Auswärtsspiel bei Schalke 04, und zum Ende wieder ein Heimspiel gegen Elversberg um dann in Fürth zu spielen. Alles Endspiele, alles muss jetzt gelingen – oder die Saison endet mit dem Abstieg in die 3. Liga.

Es geht jetzt nicht mehr um Schönspielerei, nicht mehr um Erklärungen im Nachhinein und auch nicht um die Diskussion über unser Lazarett oder gar den Trainerstab und warum diese Saison wieder so wackelig geworden ist. Es geht jetzt um das Überleben in der 2. Bundesliga – um alles, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde und im Falle eines Abstiegs auf dem Spiel stünde.

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Kein Podium für Remigrationsfantasien

Ein wichtiger Aktionsaufruf von Düsseldorf stellt sich quer : Am 27.04. will die AfD Düsseldorf im Bürgerhaus Bilk – also direkt an den Arcaden – erneut einer der radikalsten Vertreterinnen ihres menschenfeindlichen Projektes eine Bühne geben. „Remigration“ klingt harmlos, meint aber rassistische Vertreibung, Ausgrenzung und die Idee, Menschen nach Herkunft oder politischer Haltung aus dem Land zu deportieren.

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Kurzer Reminder: Kino. Kette. Kurbel.

(Photo: Copyright Wie_der_Hase_läuft_©El_Flamingo )

Diesen Sonntag (26. April 2026) macht die Bike Film Tour – Season 2 Station im Savoy Theater und bringt die besten internationalen Filme rund um Fahrradkultur, Reisen und nachhaltige Mobilität auf die Leinwand. Mit dabei: sechs Filme, die dokumentieren, wie vielseitig Radfahren sein kann – vom Bikepacking-Abenteuer bis zum Blick auf den Alltag eines Düsseldorfer Fahrradkuriers.

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Unterbilk hat Geschichte(n).

Geschichten aus unserem Viertel. Auf der Lorettostraße (am Viertelladen)hängt gerade ein Aushang – es werden Geschichten aus dem Viertel gesucht. Nicht die glatten, sondern die echten.

Mir fallen da zum Beispiel solche ein: Wie war das eigentlich, als hier noch die Straßenbahn auf der Lorettostraße fuhr? Als der Plus auf der Lo im Sommer regelmäßig kapitulierte, weil die Kühlschränke streikten? Als das Friedensplätzchen einfach… nicht da war?
Oder noch weiter zurück: Als Unterbilk nicht „angesagt“, sondern einfach nah am Hafen war. Und mit Hafen meine ich nicht den Medienhafen mit Architekturpreisen, sondern den mit Lärm, Staub und diesem ganz eigenen Geruch. Eine Zeit, in der hier niemand freiwillig hinzog – und „Gentrifizierung“ eher nach Seminarraum klang als nach Realität vor der Haustür. Die vielen Hausprojekte, WGs, Kinderläden, Kollektive die es im Viertel gab.

30, 40, 50 Jahre – eigentlich nicht lange her. Und doch eine ganz andere Stadt. Genau solche Geschichten sucht ein Projekt der HSD. Wer Lust hat, Unterbilk nicht nur zu erleben, sondern festzuhalten: info@viertelladen.de

Vielleicht ist jetzt genau der Moment, diese kleinen Erinnerungen zu retten, bevor sie einfach verschwinden.

(Fair)Teilen statt wegwerfen

Das Fairteilerfahrrad Friedchen Fielfrass auf dem Friedensplätzchen zeigt seit Jahren, wie einfach gelebte Nachhaltigkeit sein kann: ein offener Ort, mitten im Viertel, der aus Überfluss etwas Sinnvolles macht. Seit 2019 steht das Fair-Teiler-Fahrrad auf dem Friedensplätzchen – und es ist mehr als nur ein Lastenrad. Es ist ein sichtbares Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und für eine Stadt, in der Teilen ganz praktisch funktioniert.

Ein Fair-Teiler ist ein Ort, an dem alle Menschen Lebensmittel kostenlos bringen und mitnehmen dürfen – hier findest du alle Fairteiler in Düsseldorf. Foodsaver:innen bringen gerettete Lebensmittel dorthin, aber auch alle anderen können gut erhaltene Lebensmittel abgeben, die sie selbst nicht verbrauchen. Herausnehmen darf jede und jeder – ohne Voraussetzungen, ohne Hürde, ohne Anmeldung. Genau darin liegt die Stärke dieser Idee: niedrigschwellig, solidarisch und alltagstauglich.

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Vorfreude. Neuer Spielplatz am Kirchplatz :-)

Am Kirchplatz entsteht gerade ein neuer Spielplatz, direkt hinter der Kirche an der Kirchfeldstraße. Für viele Kinder im Viertel ist die Vorfreude schon jetzt groß, denn die neue Fläche verspricht genau das, was es in der Stadt so dringend braucht: Platz zum Spielen, Bewegen, Treffen und einfach Kind sein. „Das wird großartig“ sagen die kleinen Beobachterinnen und Beobachter mit denen ich unterwegs bin.

Geplant sind mehrere Spielgeräte, Sitzgelegenheiten und auch eine Fläche zum Boule-Spielen. Damit wird der Bereich nicht nur für Kinder attraktiv, sondern auch für Eltern, Großeltern und alle, die sich gern im Quartier aufhalten. Der Kirchplatz gewinnt damit einen weiteren Baustein als lebendiger Ort im Viertel, an dem sich verschiedene Generationen begegnen können.

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Erinnerung an die Bücherverbrennung in Düsseldorf

„Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald auch Menschen.“ – Heinrich Heines warnende Worte sind heute aktueller denn je.

Gerade hier, in unserer Stadt, ist dieses Kapitel der Geschichte besonders nah: Am 11. April 1933, vor dem damaligen Planetarium – der heutigen Tonhalle – brannten in Düsseldorf die Werke zahlreicher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Organisiert wurde die Aktion nicht etwa von der Universität, sondern von der Hitlerjugend, angekündigt als „Kundgebung der Düsseldorfer Jugend“.
Unter dem Motto „wider den undeutschen Geist“ wurden die Bücher von Heinrich Heine, Erich Maria Remarque, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner, Anna Seghers, Else Lasker-Schüler, Karl Marx, Sigmund Freud und vielen anderen in die Flammen geworfen. Die bekannteste dieser Aktionen fand wenige Wochen später – am 10. Mai 1933 – auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen August-Bebel-Platz, statt.

Am 11. April 2026 um 11 Uhr laden die Omas gegen Rechts Düsseldorf zur öffentlichen Lesung auf dem Schadowplatz ein – mit Texten jener Autorinnen und Autoren, deren Stimmen damals ausgelöscht werden sollten.