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deutliche demokratie-aversion in düsseldorf.

Das hatten sich alle Beteiligten etwas anders vorgestellt – 2/3 der Düsseldorfer kratzten sich die Plautze und räkeln sich   feist im Sofa. Am Wahltag wurden wohl nur DVD’s oder CD’s gewählt, der Biergarten besucht, nochmals Rauchzeichen in den Himmel gegrillt und gähnend powergechilled. Stramme Leistung – da ist wirklich wenig Zeit für eine Stimmabgabe. Ein Akt der nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt als 15 Minuten – da gibt es andere Akte die sind zeitintensiver…   im Theater zum Beispiel. Demokratie lebt von Beteiligung und Teilhabe – es reicht ja schon wenn es nur der Wahlgang alle paar Jahre ist. Dies ist jedoch eine zu hohe Hürde an einem warmen, lauschigen Sommertag. Okay – das dann auch noch die konserative Mischpoke Düsseldorfs noch knapp 60% bekommt… auch bitter. Das System Erwin greift wohl leider immer weiter um sich. Mit dem Ergebnis ist aber bei der geringen Beteiligung aber auch nicht gerade ein klares Signal für ein weiter-so-bis-zum-jüngsten-gericht abzulesen. Es ist eher der Ausdruck von Desinteresse und Lethargie. Düsseldorf hat neben etlichen anderen Problemen jetzt auch noch ein Demokratieproblem. Die Stimmung in der ehemaligen SPD-Hochburg und dem jetzigen Hort des Konserativismus zu ändern wird nicht einfach… aber: man wächst schließlich mit seinen Aufgaben. Let’s rock!

  1. die frage ist glaub ich viel grundsätzlicher. braucht man einen direkt gewählten oberbürgermeister? delegitimiert das nicht die ratsversammlung (oder wie das hier heißt)?
    ich halte personenwahlen eh schon für grenzwertig, aber personenwahlen für posten, die über dem parlament stehen (zumindest gefühlsmäßig) halte ich für sehr demokratiefeindlich.

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