„Fortuna braucht uns“

Der vorletzte Spieltag hat es wirklich extrem in sich: Fortuna Düsseldorf braucht im letzten Heimspiel gegen die SV Elversberg unbedingt Punkte, um im Abstiegskampf am Leben zu bleiben. Anstoß ist um 13.30 Uhr im Rheinstadion – und die Rechnung ist simpel: Nur mit maximalem Einsatz bleibt die Hoffnung auf den Klassenerhalt bestehen! Leicht wird das nicht. Elversberg reist als Spitzenteam an und steckt mitten im Aufstiegsrennen – wir müssen auf uns vertrauen und es ist egal wie andere Teams im Tabellenkeller spielen. Jetzt zählt nicht mehr Schönheit, sondern Haltung. Fortuna muss kämpfen, grätschen, laufen und sich in jeden Ball werfen – und auf den Rängen braucht es dafür genau diese Mischung aus Trotz, Tempo und Zusammenhalt.

Auf geht’s Fortuna kämpfen und siegen!

Letztes Heimspiel der Saison. Alle ins Stadion.

Am 10. Mai ist kein normales Heimspiel – sondern ein Spieltag der wie ein Endspiel ist. Die Fortuna steht tief im Keller der 2. Bundesliga, und dieses letzte Heimspiel gegen die SV Elversberg könnte eines der wichtigsten der ganzen Saison werden. Klassenerhalt.

Es gibt diese Fortuna-Momente, die mehr sind als Fußball. Der traditionelle Fahrradkorso am letzten Heimspieltag gehört genau dazu. Update: Das passeirt wenn man einen Artikel eine Woche vorher schreibt und terminiert – es wird diesmal einen Fanmarsch geben. Wenn sich am Sonntag, 10. Mai 2026, wieder alles um das letzte Heimspiel der Saison dreht, dann beginnt der Tag für viele nicht erst in der Arena, sondern schon am Fortuna-Büdchen am Joseph-Beuys-Ufer. Ab 11:30 Uhr 10:00 Uhr wird sich dort gesammelt, gequatscht, gewartet und dann gemeinsam in Bewegung gesetzt – wie schon im Vorjahr wieder auf zwei Rädern, immer am Rhein entlang.

Die Fortuna gehört in die zweite Liga. Und wenn sie dort bleiben soll, dann nur gemeinsam – mit vollen Rängen, mit Energie und mit einer Stadt, die in diesem Moment nicht wegschaut.

Ciao Stau – mehr Platz fürs Rad!

Unter dem Motto „Ciao Stau – mehr Platz fürs Rad!“ rollt am Sonntag, 3. Mai die ADFC-FahrradSternfahrt NRW wieder quer durch Düsseldorf. Die Sternfahrt macht die Königsallee für einen Sonntag zu einem ganz anderen Ort: weniger Glitzer, mehr Fahrräder, mehr Lastenräder, mehr Menschen, die auf zweien statt auf vier Rädern kommen 🙂

Los geht es um 14:00 Uhr mit dem Sammeln auf der Kö, um 14:30 Uhr, folgt die Kundgebung auf der Königsallee, Höhe Corneliusplatz. Um 15:00 Uhr setzt sich die Runde in Bewegung: eine gut 15 Kilometer lange Rundfahrt quer durch Düsseldorf (leider ohne Rheinufertunnel), mit dem einfachen Versprechen, dass dieses Stück gemeinsames Radfahren auch ein Stück Widerstand gegen Chaos, Stau und Dauerblockade ist.

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Endspiele für den Klassenerhalt

Fünf Spiele, fünf Niederlagen, Abstiegsrang, ein Herz am Anschlag. Das Restprogramm der Fortuna liest sich wie ein kleines Nerven‑Experiment: zuerst Dynamo Dresden zu Hause, dann ein Auswärtsspiel bei Schalke 04, und zum Ende wieder ein Heimspiel gegen Elversberg um dann in Fürth zu spielen. Alles Endspiele, alles muss jetzt gelingen – oder die Saison endet mit dem Abstieg in die 3. Liga.

Es geht jetzt nicht mehr um Schönspielerei, nicht mehr um Erklärungen im Nachhinein und auch nicht um die Diskussion über unser Lazarett oder gar den Trainerstab und warum diese Saison wieder so wackelig geworden ist. Es geht jetzt um das Überleben in der 2. Bundesliga – um alles, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde und im Falle eines Abstiegs auf dem Spiel stünde.

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Kurzer Reminder: Kino. Kette. Kurbel.

(Photo: Copyright Wie_der_Hase_läuft_©El_Flamingo )

Diesen Sonntag (26. April 2026) macht die Bike Film Tour – Season 2 Station im Savoy Theater und bringt die besten internationalen Filme rund um Fahrradkultur, Reisen und nachhaltige Mobilität auf die Leinwand. Mit dabei: sechs Filme, die dokumentieren, wie vielseitig Radfahren sein kann – vom Bikepacking-Abenteuer bis zum Blick auf den Alltag eines Düsseldorfer Fahrradkuriers.

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Kettenkino bringt Radkultur und Kurzfilme auf die Straße

Die Idee ist so einfach wie genial. Eine Gruppe Radfahrer:innen macht sich auf den Weg, etwa 20 Kilometer durch die Stadt. An verschiedenen Stationen werden mit Beamern und Soundanlagen Fahrradkurzfilme an die Wand geworfen – kuratiert vom International Cycling Film Festival (ICFF) aus Herne. Die Filme reichen von urbanen Radabenteuern bis zu poetischen Geschichten auf zwei Rädern. Inspiriert ist das Ganze vom Kettenkino der Velokitchen Dortmund, das schon länger zeigt, wie Radkultur und Film zusammenpassen.

Am 11. April 2026, ab 20 Uhr, startet das Kettenkino am Fürstenplatz – und wer mitradelt, erlebt die Stadt aus einer völlig neuen Perspektive. Kein klassisches Kino, keine festen Sitze, keine überteuerten Snacks. Stattdessen: Fassaden und Unterführungen als Leinwände, eine Radtour als Kinosaal, und Kurzfilme, die speziell für Fahrradfans gemacht sind.

Wer mitmachen will, braucht ein verkehrssicheres Fahrrad, am besten etwas Regenfeste Kleidung (Aprilwetter ist unberechenbar), Snacks und Getränke für unterwegs, und etwa zwei Stunden Zeit. Eine Anmeldung ist nicht nötig – einfach am Fürstenplatz auftauchen und losradeln. Infos gibt’s beim ADFC Düsseldorf: adfc.de/duesseldorf. Alles powerde by Lastenhelfer Düsseldorf

Wer Lust auf einen Vorgeschmack hat, kann sich hier ein Video vom Kettenkino in Düsseldorf vor einigen Jahren anschauen: Kettenkino – Eindrücke aus Dortmund.

Endlich mehr Platz auf dem Gehwegen und sichere Abstellmöglichkeiten.

Sobald der Frühling kommt, wachsen nicht nur die Blumen, sondern auch neue Fahrradbügel. Es gibt sie tatsächlich – diese seltenen Momente, in denen man durch die Stadt geht und denkt: Ja, das ergibt Sinn! Und genau so ein Moment war es, als die neuen Fahrradbügel aufgestellt wurden.

Nicht auf dem Gehweg, nicht dort, wo Menschen mit Kinderwagen, Rollatoren oder einfach nur zu Fuß unterwegs sind, sondern genau da, wo vorher ein Auto stand. Ein Parkplatz für ein Fahrzeug wurde in Abstellmöglichkeiten für sechs bis acht Fahrzeuge verwandelt. Ein fairer Deal, oder? Schließlich sind Autos in der Stadt meist keine Fahrzeuge, sondern Stehzeuge – sie stehen mehr, als sie fahren und sie verbrauchen viel Platz. Kontrovers, I know.

Mehr davon, bitte! Denn jeder zusätzliche Fahrradparkplatz bedeutet weniger Chaos auf dem Gehweg, weniger genervte Fußgänger:innen und mehr Platz für alle, die sich auf zwei Rädern durch die Stadt bewegen.

60 Stunden Stillstand im Jahr. Ein Weckruf für nachhaltige Mobilität.

2024 war für deutsche Autofahrer:innen ein Jahr voller Geduldproben – durchschnittlich verbrachten sie 43 Stunden im Stau. Drei Stunden mehr als noch im Vorjahr. Besonders in Düsseldorf, der neuen Stauhauptstadt Deutschlands (sic!), spitzt sich die Lage zu: 60 Stunden Stillstand im Auto – mehr als in jeder anderen deutschen Stadt. Laut dem Verkehrsdaten-Dienstleister Inrix hat Düsseldorf Berlin in Sachen Stauzeit abgelöst. Grund dafür sind vor allem zahlreiche Baustellen auf den Autobahnen rund um die Stadt. Auf den nachfolgenden Plätzen der staureichsten Städte finden sich Stuttgart (58 Stunden), Köln (56 Stunden) und München (55 Stunden).

Vergleich mit Europa: London & Paris führen das Ranking an. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland aber noch „glimpflich“: London: 101 Stunden Paris: 97 Stunden Düsseldorf: 60 Stunden

Doch was sagen die Zahlen über die Mobilität der Zukunft? Rückkehr zum alten Verkehrsverhalten?
Das weltweit gestiegene Verkehrsaufkommen hängt laut Inrix mit der Rückkehr der Arbeitnehmer:innen ins Büro und sinkenden Spritpreisen zusammen. Die Pandemieeffekte scheinen nachzulassen. Doch Verkehrsexperten sehen die Analyse kritisch: Andreas Knie (WZB) merkt an, dass die Verkehrsleistung in Städten seit 2016 leicht rückläufig sei. Kai Nagel (TU Berlin) hingegen hält die Daten für plausibel und sieht steigenden Verkehr vor allem in Metropolen.

Mobilitätswende. Lösung für die Zukunft!
Klar ist: Der Klimawandel und der demografische Wandel machen eine ökologischere Verkehrspolitik unerlässlich. Mehr Radwege, weniger versiegelte Flächen, verkehrsberuhigte Bereiche – all das könnte nicht nur Staus, sondern auch Gesundheitsrisiken senken. Weert Canzler (WZB) betont: „Wer den Fahrradverkehr fördert, macht es auch für Autofahrer leichter.“

Es braucht mehr Mut für eine echte Verkehrswende in Düsseldorf.

Radwege für alle. Länger, breiter, sicherer.

Mit jedem Pedaltritt kommen wir dem Ziel näher, unsere Städte grüner, gesünder und lebenswerter zu machen. Heute waren rund 4000 RadlerInnen bei der ADFC Fahrrad Sternfahrt in Düsseldorf.
Die Fahrradbegeisterten kamen in die Stadt, um an der alljährlichen ADFC Fahrrad Sternfahrt teilzunehmen. Das Motto des Tages: „Radwege für alle. Länger, breiter, sicherer.“

Es war eine beeindruckende Vielfalt auf den Straßen zu sehen. Von normalen „Alltags-Rädern“, natürlich viele Lastenräder, Rennräder, Hollandräder, klappräder, Gravelbibes aber auch Custom Bikes, Hochräder und natürlich auch Fixies und Reiseräder – jede Art von Rad war vertreten. Jung und Alt fanden sich gleichermaßen auf ihren Zweirädern wieder, vereint in ihrem Einsatz für eine fahrradfreundlichere Stadt.

Der 17 Kilometer lange Rundkurs führte quer durch Düsseldorf und auch über die Brücken und durch den Rheinufertunnel und bot den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, die Vielseitigkeit und Schönheit der Stadt auf zwei Rädern zu erleben. Die Stimmung war ansteckend fröhlich und voller Enthusiasmus.

Solche Veranstaltungen sind nicht nur ein Ausdruck der Freude am Radfahren, sondern dienen auch als wichtige Plattform, um auf die Notwendigkeit von sicheren und gut ausgebauten Radwegen zu drängen. Durch solche Aktionen wird an die Politik gesendet: Es ist an der Zeit, unsere Straßen sicherer zu gestalten. Die Verkehrswende ist überfällig. Wir brauchen Radwege für alle!