Kein Podium für Remigrationsfantasien

Ein wichtiger Aktionsaufruf von Düsseldorf stellt sich quer : Am 27.04. will die AfD Düsseldorf im Bürgerhaus Bilk – also direkt an den Arcaden – erneut einer der radikalsten Vertreterinnen ihres menschenfeindlichen Projektes eine Bühne geben. „Remigration“ klingt harmlos, meint aber rassistische Vertreibung, Ausgrenzung und die Idee, Menschen nach Herkunft oder politischer Haltung aus dem Land zu deportieren.

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Kurzer Reminder: Kino. Kette. Kurbel.

(Photo: Copyright Wie_der_Hase_läuft_©El_Flamingo )

Diesen Sonntag (26. April 2026) macht die Bike Film Tour – Season 2 Station im Savoy Theater und bringt die besten internationalen Filme rund um Fahrradkultur, Reisen und nachhaltige Mobilität auf die Leinwand. Mit dabei: sechs Filme, die dokumentieren, wie vielseitig Radfahren sein kann – vom Bikepacking-Abenteuer bis zum Blick auf den Alltag eines Düsseldorfer Fahrradkuriers.

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Unterbilk hat Geschichte(n).

Geschichten aus unserem Viertel. Auf der Lorettostraße (am Viertelladen)hängt gerade ein Aushang – es werden Geschichten aus dem Viertel gesucht. Nicht die glatten, sondern die echten.

Mir fallen da zum Beispiel solche ein: Wie war das eigentlich, als hier noch die Straßenbahn auf der Lorettostraße fuhr? Als der Plus auf der Lo im Sommer regelmäßig kapitulierte, weil die Kühlschränke streikten? Als das Friedensplätzchen einfach… nicht da war?
Oder noch weiter zurück: Als Unterbilk nicht „angesagt“, sondern einfach nah am Hafen war. Und mit Hafen meine ich nicht den Medienhafen mit Architekturpreisen, sondern den mit Lärm, Staub und diesem ganz eigenen Geruch. Eine Zeit, in der hier niemand freiwillig hinzog – und „Gentrifizierung“ eher nach Seminarraum klang als nach Realität vor der Haustür. Die vielen Hausprojekte, WGs, Kinderläden, Kollektive die es im Viertel gab.

30, 40, 50 Jahre – eigentlich nicht lange her. Und doch eine ganz andere Stadt. Genau solche Geschichten sucht ein Projekt der HSD. Wer Lust hat, Unterbilk nicht nur zu erleben, sondern festzuhalten: info@viertelladen.de

Vielleicht ist jetzt genau der Moment, diese kleinen Erinnerungen zu retten, bevor sie einfach verschwinden.

Erinnerung an die Bücherverbrennung in Düsseldorf

„Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald auch Menschen.“ – Heinrich Heines warnende Worte sind heute aktueller denn je.

Gerade hier, in unserer Stadt, ist dieses Kapitel der Geschichte besonders nah: Am 11. April 1933, vor dem damaligen Planetarium – der heutigen Tonhalle – brannten in Düsseldorf die Werke zahlreicher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Organisiert wurde die Aktion nicht etwa von der Universität, sondern von der Hitlerjugend, angekündigt als „Kundgebung der Düsseldorfer Jugend“.
Unter dem Motto „wider den undeutschen Geist“ wurden die Bücher von Heinrich Heine, Erich Maria Remarque, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner, Anna Seghers, Else Lasker-Schüler, Karl Marx, Sigmund Freud und vielen anderen in die Flammen geworfen. Die bekannteste dieser Aktionen fand wenige Wochen später – am 10. Mai 1933 – auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen August-Bebel-Platz, statt.

Am 11. April 2026 um 11 Uhr laden die Omas gegen Rechts Düsseldorf zur öffentlichen Lesung auf dem Schadowplatz ein – mit Texten jener Autorinnen und Autoren, deren Stimmen damals ausgelöscht werden sollten.

Jazz City Bilk. Bilk wird wieder zur Klangmeile

Jazz City Bilk ist längst mehr als ein Ersatz für die Jazz Rally: Das Festival hat sich in Bilk als eigenständiges, urbanes Kulturereignis etabliert und verbindet es Konzerte, Tanz und Kunst zu einem vielschichtigen Stadtteil-Festival.

Aus dem Wunsch heraus, die Jazzkultur in Düsseldorf lebendig zu halten und den Stadtteil Bilk als kulturelles Zentrum sichtbar zu machen ist dies Festival entstanden. Bilk wird über mehrere Tage hinweg zur offenen Musiklandschaft mit Spielorten wie Jazz-Schmiede, Bürgerhaus Bilk, Salzmannbau, Metropol Kino, Café Modigliani, Aachener Platz, Bilker Bunker und weiteren Orten. Genau dieser Mix aus etablierten Kulturorten, Nachbarschafts-Locations und Open-Air-Flächen macht den besonderen Reiz des Festivals aus.

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Wir wollen, dass ihr prüft – jetzt.

Am Samstag, 11.04.2026, um 14 Uhr ruft die Initiative PRÜF erneut auf die Wiese vor dem Landtag in Düsseldorf. Wer ein Zeichen für Demokratie setzen will, ist hier genau richtig: Kommt vorbei, bringt Freundinnen, Freunde und Kolleg:innen mit und zeigt gemeinsam Haltung.


PRÜF steht für „Prüfung rettet übrigens Freiheit!“. Die Forderung ist klar und dringend: Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden. Es geht um den Schutz unserer Demokratie, um klare Grenzen gegenüber Extremismus und darum, dass politisches Wegsehen keine Option bleibt.

Die Bewegung wächst sichtbar. Bereits 70.200+ Menschen haben an PRÜF-Demos teilgenommen, 94.125 Unterschriften wurden für die Petition gesammelt, und seit fünf Monaten gehen Menschen bei insgesamt 19 PRÜF-Demos auf die Straße. Das zeigt: Der Wunsch nach einer konsequenten Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus ist längst da.


Auch politisch gibt es einen klaren Hebel: Der Bundesrat kann die Prüfung ohne den Bundestag beantragen. Für eine Mehrheit reichen 35 von 69 Stimmen — es fehlen also nur noch 21 Stimmen. Jetzt ist der Moment, den Druck weiter zu erhöhen.
Also: Hin gehen, laut sein, sichtbar werden. Die Demo vor dem Landtag in NRW ist eine Gelegenheit, Demokratie nicht nur zu fordern, sondern sie auch gemeinsam zu verteidigen. Wir sehen uns auf der Straße 🙂

Schokohohlkörperfiguren. Osterfeuer. Mogelpackungen.

Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern – das klingt nach Kirchenbank, Eierfärben und ein bisschen Restfrömmigkeit im Supermarktregal. In Wahrheit ist das Fest längst ein seltsamer Mischmasch aus christlicher Heilserzählung, Frühlingsfolklore und knallhartem Konsum.
Nur zur Einordnung – der Gründonnerstag erinnert an das letzte Abendmahl, der Karfreitag an Tod und Trauer, Ostern an Auferstehung und Neubeginn. Und was macht der späte Kapitalismus daraus? Schokofiguren, Osterdeko, Rabattaktionen und eine Armada aus Hasen, die in Wahrheit vor allem eines sind: perfekt verpackte Verkaufsobjekte. Der Osterhase selbst ist dabei eine merkwürdige Erfolgsgeschichte. In der christlichen Bibel taucht er nicht auf, in der volkstümlichen Tradition aber wurde er zum Symbol für Fruchtbarkeit, Frühling und neues Leben. Heute ist er vor allem Markenfigur. Diese Schokohohlkörper, süß glänzenden Figuren, die außen nach viel aussehen und innen ziemlich luftige Verhältnisse bieten. Shrinkflation nennt man das, wenn der Preis bleibt, der Inhalt schrumpft und der Kunde am Ende die teure Luft bezahlt.

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