Sonntag am Sündewäldchen – Zeigt, dass dieser Wald nicht allein ist.

Der Sündewäldchen bei Manheim steht wieder im Zentrum eines Konflikts, den wir längst überwunden glaubten. Während sich der Tagebau langsam an das letzte Stück Wald heranschiebt, wächst auch der Druck auf die Besetzer*innen und die beiden Mahnwachen, die seit Jahren versuchen, zu schützen, was von einer ganzen Landschaft noch übrig ist. Seit zwei Wochen gibt es eine neu gebaute Rampe direkt aus dem Tagebau, die unverkennbar in Richtung des verbleibenden Waldstücks zeigt. Im Umfeld des Waldes wurden in den letzten Tagen Hubsteiger, Gitter, Baustrahler, Radlader – ein Arsenal, das nur eine Botschaft hat: Die Räumung wird erwartet. Und bald. Umso wichtiger ist es jetzt, sichtbar zu sein.
Umso wichtiger ist es, nicht still zu bleiben.

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Wir werden euch vermissen

Es ist Herbst – die Blätter sind schön bunt oder schon matschig am Boden.
Und auch auf dem rheinischen Bauernmarkt hat die Jahreszeit gewechselt. Die letzten Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika sind verkauft, das Essen schmeckt nicht mehr nach Sommer, sondern mehr nach Erde…
Jetzt übernehmen Kürbis, Sellerie, Lauch und Rote Bete das Zepter. Wie mir Anne bereits gesteckt hat „In zwei Wochen gibt’s wieder Flower Sprouts!“ – dieses wunderbar eigenwillige Kind aus Rosen- und Grünkohl 🙂 Der Herbst ist nicht das Ende, sondern einfach ein anderer Geschmack von Fülle.

Ein Plätzchen für alle.

Ein Plätzchen für alle – Nachbarschaftstreffen auf dem Friedensplätzchen

Freitag, 14. November 2025, 17.30 bis 19.00 Uhr – Friedensplätzchen, Unterbilk

In vielen Straßen unseres Viertels verändert sich das Gesicht der Nachbarschaft – leise, aber spürbar. Häuser wechseln den Besitzer, Mieten steigen, vertraute Menschen ziehen aus. Was früher selbstverständlich war – ein Zuhause in einem lebenswerten Stadtteil – wird für viele zunehmend unerschwinglich.

Die Wohnungsnot in Düsseldorf ist längst keine abstrakte Zahl mehr. Sie ist da, sichtbar und konkret. Sie betrifft Nachbarinnen, Freundinnen, Familien. Sie betrifft Unterbilk. Doch dort, wo Menschen sich begegnen, reden und sich gegenseitig stützen, wächst auch etwas anderes: Zusammenhalt.
Darum laden „Zeit zu bleiben“ und das „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum Düsseldorf“ am 14. November zu einem Nachbarschaftstreffen auf dem Friedensplätzchen ein – unter dem Motto „Ein Plätzchen auf dem Plätzchen – Zeit zu bleiben!“

Bei warmen Getränken und Plätzchen soll Raum entstehen – für Gespräche, Ideen und den gemeinsamen Willen, sich nicht verdrängen zu lassen.
Denn: Wer seine Nachbarschaft kennt, bleibt nicht allein. Wer sich vernetzt, bleibt sichtbar. Und wer zusammenhält, kann etwas bewegen.

Unterbilk sollte ein Ort bleiben, an dem Menschen wohnen können – nicht nur investieren. Ein Viertel lebt von seinen Bewohner*innen, nicht von Quadratmeterpreisen.

Kommt vorbei. Bleibt. Redet mit.

Mehr Informationen: www.bezahlbarer-wohnraum-duesseldorf.de

5 Minuten Harry Potter mit Coldmirror. 60 Minuten zum Aufräumen, Kochen, LEGO sortieren

Manche Podcasts bringen dich zum Denken. Andere bringen dich zum Lachen. Und dann gibt’s noch Coldmirror – die bringt dich dazu, gleichzeitig zu lachen, zu denken und beim Aufräumen stecken zu bleiben. Es ist – wenn auch schon älter – zeitlos hörenswert.

In ihrem „5 Minuten Harry Podcast“ nimmt Coldmirror den Film Harry Potter und der Stein der Weisen buchstäblich Szene für Szene auseinander. Fünf Minuten Film – eine Folge Podcast. Dies hat sie von 2018 bis ins Jahr 2023 durchgezogen. Klingt nach Wahnsinn? Ist es auch. Aber auf die beste Art.

Mit messerscharfer Beobachtung, Halbwissen das mit Recherche ergänzt und einer beeindruckenden Leidenschaft für Wikipedia-Zitate verwandelt sie jede Szene in ein absurdes Mini-Seminar über Film, Sprache, Logikfehler und das, was man nur mit Humor erträgt. Coldmirror kommentiert nicht einfach – sie seziert, spottet, liebt. Und irgendwie driftet sie in alle möglichen rabitt-holes ab und trifft dabei immer den Kern. Herrlich.

Dieser Podcast (30 Folgen) ist eine Mischung aus Nostalgie, Klamauk und Analysekunst. Er ist perfekt zum Erinnern, zum Einschlafen, zum Kichern – und, ja, zum Aufräumen. Oder zumindest, um sich vorzunehmen, irgendwann wieder damit anzufangen.

Den Podcast findet ihr in der ARD-Audiothek und auch auf den anderen Podcast Portalen.

Lagerfeuer mit Geistergeschichte und Stockbrot

Eine magische Stimmung. Kürbisse, Lichterketten, Lagerfeuer – liebevoll vorbereitet, mit viel Fantasie, ein bisschen Gänsehaut und ganz viel Herz. Der Halloween-Abend im Gartenverein war für alle ein Erlebnis – zwischen Fledermausgirlanden und Windlichtern tummelten sich kleine Hexen, alte Vampire und auch Gespenster. Jede*r hatte etwas mitgebracht – selbstgemachte Gruselhappen, Kuchen, Snacks, Apfelschorle, Kinderpunsch und die ein oder andere geheime Zutat, die bestimmt nichts mit Rum zu tun hatte… Was diesen Abend so besonders machte, war das Miteinander. Viele fleißige Hände, viel Liebe zum Detail, kein großes Budget, aber jede Menge Herzblut. Danke an alle, die dabei waren und geholfen haben, dass aus einer Idee wieder ein richtig schöner Abend wurde.

Schnellkurs in Anatomie und Knochenkunde auf dem Backblech

Gruselig lecker. Halloween im Gartenverein – das heißt Lagerfeuer, Taschenlampen, Gespenstergeschichten … und natürlich etwas Leckeres zu essen. Dieses Jahr hatten wir neben Kürbissuppe und Stockbrot einen echten Hingucker auf dem Buffet: Laugenknochen. Einfach, witzig und so lecker, dass selbst die kleinen Vampire und Hexen nochmal nachgelegt haben.

Das Rezept ist perfekt für alle, die nicht stundenlang in der Küche stehen wollen. Denn alles, was man braucht, sind TK-Laugenstangen, etwas grobes Salz. So geht’s:

Die Laugenstangen einfach auftauen lassen und der Länge nach halbieren.
Dann oben und unten mittig einschneiden und die Enden so einrollen, dass sie wie kleine Knochen aussehen. Das Ganze auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit grobem Salz bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 20 Minuten goldbraun backen.

Vielleicht wird das ja unsere neue Halloween-Tradition – Laugenknochen vom Grillplatz statt Zuckerberge vom Supermarkt.

Der Blick geht nicht wirklich in die Landschaft.

Den #hambibleibt im Rücken und den #suendibleibt fest im Blick. Was RWE hier anrichtet, ist schwer in Worte zu fassen. Die ökologischen Schäden sind gewaltig – und sie werden sich nie wirklich ausgleichen oder kompensieren lassen.

Und doch gibt es sie: die Menschen, die immer noch vor Ort sind. Die sich im letzten Rest des Waldes den Plänen entgegenstellen. Still, entschlossen, unbeirrt.

Manchmal braucht es nicht viele Worte – nur die Erinnerung daran, dass Widerstand auch Ausdauer bedeutet. Und es gilt immer noch das alte Motto: Gemeinsam sind wir unausstehlich 😉