Manche Menschen gehören einfach dazu. Ohne großes Aufheben, aber immer da. Pini war so jemand. Am 2. Juli 2026 ist Pini Libra, Keramikkünstlerin und Musikerin, nach kurzer schwerer Krankheit im Hospiz Düsseldorf verstorben. Für viele kam das überraschend. Umso größer ist die Lücke, die sie hinterlässt. Pini hat viel gesehen, viel erlebt. Berlin, England, Frankreich – und schon sehr lange Düsseldorf. Musik. Gitarre, Gesang – und der „Ton“ im doppelten Sinne, als Künstlerin und als Mensch gehörte einfach zu ihr.
Wer sie kannte, hat sie oft nicht auf der Bühne erlebt, sondern irgendwo dazwischen: beim Nachbarschaftsessen, auf dem Friedensplätzchen, beim Sommerfest der Initiative oder irgendwann zwischen den Jahren vorm ‚Modi‘. Ein kurzer Austausch, ein paar Worte, ein vertrautes Gesicht.
„Wie oft haben wir irgendwo gestanden und uns kurz unterhalten. Du gehörst zum Viertel, zur Nachbarschaft.“
Die aktuelle Hitzewelle bringt nicht nur Asphalt zum Flimmern, sondern auch den Rheinischen Bauernmarkt zur Planänderung: Am Freitag heißt es auf dem Friedensplätzchen schon um 14 Uhr Feierabend. Was für Schulen und Kitas funktioniert, gilt auch auf dem Wochenmarkt – Hitzefrei. Wer einkaufen will, sollte das am Freitag besser in die Vormittagsstunden verlegen.
Der Grund ist so naheliegend wie unausweichlich: Temperaturen jenseits der 30 Grad sind weder für frisches Obst und Gemüse noch für die Menschen hinter den Ständen wirklich zu stemmen. Was knackig bleiben soll, leidet – und wer verkauft, steht stundenlang in der prallen Sonne. Verständlich, dass hier die Reißleine gezogen wird.
Noch ein Hinweis für die kommende Woche: Der Stand der Gemüse und Obststand der Familie Esser bleibt am Dienstag leer. Grund ist das Schützenfest in Büttgen – da wird nicht verkauft, sondern gefeiert.
Unter dem Motto „PRÜF!“ geht es am 13.06.26 wieder auf die Straße – klar, sichtbar und mit einer einfachen, aber gewichtigen Forderung: Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden. Nicht kompliziert. Sondern konsequent.
Los geht es um 13:30 Uhr mit einer Kundgebung am Graf-Adolf-Platz. Um 14 Uhr startet der Demozug – pünktlich, versteht sich. Von dort führt die Strecke über die Kö und weiter durch die Innenstadt: vorbei an Orten, die viele aus dem Alltag kennen, die an diesem Tag aber zu einer gemeinsamen Route werden. Rund 2,5 Kilometer bis in den Hofgarten, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.
Man soll ja mit allem rechnen. Auch mit dem Unmöglichen. Zum Beispiel damit, dass unter einem ganz normalen Platz plötzlich ein Kulturort entsteht. Oder dass ein Verein, der einst aus einer alten Tankstelle heraus die Stadt ein bisschen bunter gemacht hat, Jahre später genau dort weitermacht, wo er gefühlt nie aufgehört hat: mittendrin.
Die „Brause“ bekommt ein neues Zuhause am Kirchplatz. Unter der Oberfläche, im besten Sinne. Wo früher eine öffentliche Toilettenanlage war, wächst gerade etwas, das deutlich mehr mit Begegnung als mit Funktion zu tun hat: rund 100 Quadratmeter Raum für Kunst, Musik, Austausch. Eröffnung: September 2026.
Und wer die Brause kennt, weiß: Das ist keine einfache Neueröffnung. Das ist eher ein Wiederauftauchen.
Eröffnung ist im Herbst 2026 – aber auf dem ‚Friedrichstraßen Straßenfest‘ am 13. Juni kann man schon mal gucken kommen 🙂
Eine Bank, die mehr kann – Wasser sammeln für die Stadt von morgen. Auf der Landesgartenschau in Neuss steht so eine: eine Sitzbank, die nicht nur zum Ausruhen da ist, sondern gleichzeitig Wasser sammelt. Regen, der sonst einfach abfließen würde, wird hier aufgefangen und gespeichert – und kann später genau dort eingesetzt werden, wo er gebraucht wird. Denn Wasser ist zu wertvoll, um es ungenutzt in die Kanalisation verschwinden zu lassen.
Gerade in der Stadt, wo Böden versiegelt sind und Grünflächen oft um jeden Tropfen kämpfen, kann so eine einfache Lösung viel bewirken. Das gesammelte Wasser lässt sich direkt vor Ort nutzen: für Baumscheiben, Pflanzkübel oder kleine Grüninseln, die das Stadtklima spürbar verbessern.
Wir müssen den Blick auf den öffentlichen Raum ändern. Eine Bank ist dann nicht mehr nur Möbel, sondern Teil eines Kreislaufs. Vielleicht ist genau das die Richtung, in die es gehen muss: smarter, lokaler, ein bisschen pragmatischer. Ein Ort zum Sitzen – und ein Beitrag zur nachhaltigen Stadt.
Fortuna Düsseldorf ist abgestiegen. Und auch wenn es nicht komplett unerwartet kam, fühlt es sich an wie ein Schlag in die Magengrube. Wir haben es zusammen mit den Kindern und den Großeltern geschaut, gelitten und gefiebert – und am Ende war da vor allem eines: Schock, Trauer und dieses dumpfe Gefühl, dass es diesmal richtig grütze ist.
Dass es so weit kommt, ist bitter für die Fans, bitter für die Stadt und bitter auch für die zweite Mannschaft. Man kann diesen Abstieg nicht auf ein einziges Spiel reduzieren. Die Fehler wurden nicht erst in dieser Saison gemacht, sondern haben schon in der Vorsaison angefangen. Am Ende steht trotzdem dieses brutale Ergebnis: voll verkackt.
Und doch ist da neben der Wut auch Mitgefühl. Für die Angestellten, für alle, die jeden Tag mit Herzblut an diesem Verein arbeiten, und für die Menschen, die Fortuna nicht nur am Wochenende verfolgen, sondern leben. Gerade das macht diesen Absturz so schmerzhaft: Er trifft nicht nur einen Tabellenplatz, sondern ein ganzes Stück städtischer Identität.
Die Erinnerungen an die letzten 17 Jahre verschwinden nicht mit dem Abstieg. Da waren besondere Spiele, Aufstiege, Rückschläge, Auswärtsfahrten und diese seltsame Mischung aus Hoffnung und Selbstironie, die Fortuna so oft begleitet hat. Und vielleicht ist genau das der Punkt: Fortuna war nie nur Erfolg. Fortuna war immer auch Durchhalten, Wiederaufstehen, Weitermachen. Gerade deshalb tut dieser Schritt so weh. Weil man weiß, was dieser Klub kann, wenn er wieder zusammenkommt.
Die kommende Saison wird nicht leicht, aber sie ist auch nicht das Ende. Bittere Abstiege gehören zum Fußball dazu, so sehr man sie auch verfluchen mag. Entscheidend ist, was danach kommt: Trauer zulassen, Wut sortieren, mutig bleiben. Liebe kennt eben keine Liga.
Und auch wenn es gerade verdammt schmerzt: Wir kommen wieder zurück. In der nächsten Saison gibt es dann eben wieder ein Straßenbahn-Derby mit Duisburg und die zwei Fahrten nach Köln…
Brauche trotzdem erst mal einen Schnaps zur Beruhigung…
Der Tagebau Garzweiler II gehört dem Energiekonzern RWE, das Dorf liegt (bzw lag) auf der Kohle. Der Kohleausstieg ist zwar beschlossen, die Bagger müssten sich langsam zurückziehen – doch RWE wollte weiter. Seit 2006 laufen Umsiedlungen, seit 2020 Rodung und Abriss, und doch: Niemand in Lützerath ging freiwillig. Stattdessen zog ein breites Bündnis ein, organisierte, baute Baumhäuser, errichtete Barrikaden, schrieb Statements, organisierte Aktionen – und machte aus einem kleinen Weiler ein Symbol der Klimadebatte. Lukas Reiter zeigt all das nicht nur aus der Distanz, sondern von innen.
Der Film ist nicht nur ein Bericht über Polizei, Bagger und Barrikaden, sondern auch ein Blick auf die Mechanik einer Bewegung – auf ihre Selbstzweifel, ihre inneren Spannungen, ihre kleinen, lebensbejahenden Momente. Es ist ein Film über Zerstörung, aber auch darüber, wie stark Widerstand sein kann, auch wenn er „verlieren“ kann. Die Bagger haben gewonnen, die Häuser sind weg – aber die kraftvollen Erinnerungen, der Mut und die Ideen, die dort entstanden sind, nicht.
Premiere im Kino Bambi am Dienstag, 19. Mai 2026 mit Gästen und Regisseur Lukas Reiter / Beginn 19:00 Uhr / Tickets zur Premiere.
Proteste können geräumt, Häuser abgerissen und Camps plattgemacht werden – aber die Kraft, die all diese Widerstände getragen hat, bleibt.
Es ist ein ganz normaler Samstagvormittag, und dann ploppt eine Nachricht im Elternchat auf: „Hoffe, ihr habt ein schönes Wochenende.“ Zwei Zeilen später folgt der Satz, den alle Insidern im Elternsektor kennen – dieses leise, aber mächtige Schlüsselwort: „haben da so einen Läuse-Verdacht…“ gefolgt von dem lapidaren „dachte, ihr solltet es wissen“.
Really?! Instant‑Trigger. Die Schublade mit den Medics auf und dies „Läuse‑Kit“ suchen – Plastiktüten, Kamm. Die Frage, ob man jetzt wirklich schon wieder „nichts Besseres zu tun“ hat, stellt sich gar nicht erst. Man hat ja sonst nix zu tun. Haare einsprühen, Plastiktüte drüber, Einwirkzeit, auskämmen, auswaschen – und zur Unterhaltung eine Checker‑Tony‑Folge. Das Nervengebälk von uns Eltern trägt auch dies noch … knirschend.
Der vorletzte Spieltag hat es wirklich extrem in sich: Fortuna Düsseldorf braucht im letzten Heimspiel gegen die SV Elversberg unbedingt Punkte, um im Abstiegskampf am Leben zu bleiben. Anstoß ist um 13.30 Uhr im Rheinstadion – und die Rechnung ist simpel: Nur mit maximalem Einsatz bleibt die Hoffnung auf den Klassenerhalt bestehen! Leicht wird das nicht. Elversberg reist als Spitzenteam an und steckt mitten im Aufstiegsrennen – wir müssen auf uns vertrauen und es ist egal wie andere Teams im Tabellenkeller spielen. Jetzt zählt nicht mehr Schönheit, sondern Haltung. Fortuna muss kämpfen, grätschen, laufen und sich in jeden Ball werfen – und auf den Rängen braucht es dafür genau diese Mischung aus Trotz, Tempo und Zusammenhalt.