
Wer in Düsseldorf mit dem Rad unterwegs ist, merkt: Da hat sich was getan. Fahrradachsen, neue Wegweisung, Oberziele auf den Schildern – die Stadt ist deutlich lesbarer geworden. Laut Stadt sind heute rund 350 Kilometer mit einheitlicher Radwegweisung beschildert, die alle Stadtteile über durchgehende Routen verbindet. Dazu kommt ein Knotenpunkt-System nach niederländischem Vorbild, mit dem sich Routen „nach Zahlen“ planen lassen… brauch ich persönlich nicht, habe da eine Mentalmap nach der ich navigiere. Diese Hinweisschilder fühlen sich in meinem Alltag ehrlich gesagt wie eine Verbesserung um 250 Prozent an 🙂
Der Unterschied fällt besonders auf, wenn man an die Stadtgrenze kommt. Innerhalb Düsseldorfs gibt es inzwischen ein Netz, das sich zumindest erahnen und nutzen lässt – inkl. Knotenpunkten, Themenrouten und klaren Zielangaben. Dann rollt man ein paar Meter weiter in die Nachbarkommune – und steht plötzlich im Nichts. Keine Achsen, keine Anschlusswegweiser – die berühmte „Lücke“ zwischen zwei Netzen. In den Niederlanden sieht das völlig anders aus. Dort kann man sich von der Grenze aus einmal durchs ganze Land hangeln – nur über die Knotenpunkte und Wegweiser („Pilze“) mit Nummern, Richtungen und Entfernungen zur nächsten Stadt oder zum nächsten Knotenpunkt. Das System ist so durchgängig, dass man von Provinz zu Provinz mehr oder weniger ohne Kartenchaos durchkommt. Man merkt: Das ist keine Sammlung von Einzelprojekten, sondern ein richtig zu Ende gedachtes Netz.
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