Autor: MeS

„Bis zum Meer und dann links“ – übers Wochenende nach Holland

Einer der wirklich grandiosen Vorteile an Düsseldorf ist die Nähe zum Meer! „Hä??? Ja klar!!!“ werden jetzt Einige von euch denken. Da kann ich als gebürtige Sächsin nur sagen: wenn man damit aufwächst, dass egal in welche Himmelsrichtung, das nächste Meer mindestens 500km weg ist, dann kommen dir 286km auf einmal wie eine Fahrt von Unterbilk nach Unterrath vor.

Trotzdem lebe ich seit sechs Jahren in Düsseldorf und habe es in der ganzen Zeit nicht geschafft, mal nach Holland ans Meer zu fahren. Die (vorgeschobenen) Gründe waren meistens „für ein Wochenende doch zu weit weg“ und „ist bestimmt richtig teuer“. Pustekuchen! Letztes Wochenende war ich mit zwei Freunden am Meer – in Domburg (gefühlt das Palma de Mallorca von Holland). Samstag morgen 8.30 Uhr los, Sonntag Abend 23.00 Uhr wieder zu Hause. Dazwischen lagen 36 Stunden Füße im Sand, Sonne im Gesicht und Seele baumeln lassen. Und das Ganze für nicht mal 200 Euro.


Wieder im heimischen Unterbilk angekommen, stell´ ich mir die Frage, wieso man das eigentlich nicht öfter macht? Und da ich als Hollandanfängerin gerne den nächsten Wochenendtrip ans Meer plane, meine Frage an euch: Welche schönen Ecken, Restaurants, Hotels etc. könnt ihr empfehlen? In der Zwischenzeit habe ich ja Leos Grill gleich um´s Eck, falls es mich mal nach holländischem Essen düngt 😉

Meine Tipps:

Bücherschränke: Basislager für Bücherwürmer

Heute ist Welttag des Buches. Für mich als Leseratte der willkommene Anlass, auf die in ganz Düsseldorf verteilten Bücherschränke aufmerksam zu machen. Ich denke, dass viele von euch sie kennen und nutzen. Aber vielleicht ist auch einer dabei, der bisher achtlos an den Glaskästen vorbeigelaufen ist. Bücherschränke sind toll! Viele von uns haben alte Bücher zu Hause, die sie nicht mehr lesen oder vielleicht als Geburtstagsgeschenk doppelt bekommen haben. Oder ihr braucht Inspiration bei der nächsten Literaturwahl? Der perfekt Anlass, zum Bücherschrank zu gehen. Denn das System ist einfach: Jeder darf Bücher reinstellen (was manchmal zu skurrilen Entdeckungen führt) und Jeder darf Bücher mitnehmen. Bisher gibt es in Düsseldorf fünf Bücherschränke (zumindest von denen ich weiß):

  • Bilk: auf dem Friedensplätzchen
  • Innenstadt: am Mannesmannufer, direkt neben dem KIT
  • Gerresheim: Gerricusplatz
  • Zooviertel: Schillerplatz
  • Golzheim, Derendorf und Pempelfort: Ecke Roßstraße/ Jülicher Straße

Ich wünsche mir, dass noch viele Bücherschränke mehr aufgestellt werden.

Bücher Buecherschrank_Friedensplaetzchen

Übrigens: Alle Bücherschränke werden von Ehrenamtlichen gehegt und gepflegt. Falls ihr also Interesse habt, schreibt uns und wir stellen gerne einen Kontakt für den Bücherschrank auf dem Friedensplätzchen her.

Auswärtsspiel: Bilker on ice

Während ihr letzte Woche erste Bilker Frühlingsluft schnuppern konntet, eroberten vier Unterbilker Mädels (plus drei Düsseldorf-Emigrantinnen) auf den Brettern die die Welt bedeuten die Schweiz. Eine Woche Skifahren und Snowboarden in Les Crosets – es war grandios! So grandios, dass wir sogar unseren heiligen Killepitsch mit Kölnern teilten! Hier also ein paar Impressionen aus acht Tagen Sonne, Schnee, Sport und Seelebaumeln.

Öfter mal Programmkino!

Gerade komme ich aus dem Cinema (August: Osage County – Eine absolute Filmempfehlung!) und vor nicht ganz drei Wochen besuchte ich das Metropol (12 years a slave – Der Oscar für den „Besten Film“ ist hochverdient!) – zwei tolle Kinoabende.

Eine Sache, die mir eben während des Nachhausewegs auffiel/einfiel: Im Cinema war ich vorher zwar noch nie, aber das Metropol war das erste Kino, das ich in Düsseldorf besucht habe (vor knapp vier Jahren). Leider hat es aber auch vier Jahre gedauert, dem schnuckeligen Programmkino wieder einen Besuch abzustatten. In der Zwischenzeit war ich häufiger Besucher um UCI oder UFA (neben eher seltenen Ausflügen ins Savoy oder Bambi). Und genau das ärgert mich gerade.

Denn jedesmal, wenn ich mir einen Film in einem Programmkino anschaue, freue ich mich über die besondere Atmosphäre. Die Säle sind kleiner, die Stühle meistens schon etwas abgewetzter, das Popcorn riecht wärmer und süßer, die Kartenabreißer schenken ein Lächeln. Vielleicht mag das Einbildung sein, aber Programmkinos versprühen für mich ein gewisse Intimität – entgegen der gefühlten Massenabfertigung in den großen Filmhäusern.

Natürlich schaue ich mir Filme mit großen Spezialeffekten auch lieber in einem Saal an, der mit der dafür nötigen Technik ausgestattet ist, aber mal ehrlich: Entscheiden wir uns nicht manchmal viel zu schnell für das „Massenkino“? Gerade auch bei Filmen, die ohne 3D und 48 FPS auskommen? Mein Vorsatz ist es auf jeden Fall, gerade bei Filmen die sowohl im Programmkino als auch in den großen Häusern laufen, mich öfter und bewusster für das Programmkino zu entscheiden. Falls es euch auch so geht, noch ein kleiner Tipp: Für Vielkinogänger fällt mit dem Gilde-Pass die Wahl aufs Programmkino leichter 😉

Nächstes Wochenende: Schönes Wochenende

Ich liebe Musikfestivals!

Deswegen hängen die Tickets für das Haldern Pop (August) und das Island Airwaves (November) auch schon seit Wochen an meiner Pinnwand. Doch so weit weg muss es eigentlich gar nicht sein, denn ich finde, dass Düsseldorf einige tolle kleinere und größere Musikfestivals zu bieten hat.

Gestern bin ich über Twitter auf einen (für mich) Neuling im Musikreigen gestoßen: „Schönes Wochenende“ – Festival für modernes Hören.

„Festival für modernes Hören“? Klang für mich erstmal sperrig, weckte aber wahrscheinlich genau deshalb meine Neugier. Also mal checken, was die Veranstalter sagen…

„Schönes Wochenende“ ist ein Festival für „modernes Hören“: Es will Hörgewohnheiten herausfordern, Zäune einreißen und die Schubladen zertrümmern, in denen eben diese Hörgewohnheiten wohnen und so hinter der Gegenwart zurückbleiben.

Überfliegt man das Künstler/Komponisten-Line Up steht man gefühlt im musikalischen Gemischtwarenladen. Doch genau das ist gewollt:

Bild: Tonhalle Düsseldorf
Bild: Tonhalle Düsseldorf
Bild: Tonhalle Düsseldorf
Bild: Tonhalle Düsseldorf

Mich macht es auf jeden Fall neugierig. Euch auch? Dann bitteschön:

2 links, 2 rechts, 2 fallen lassen

Ich stricke.

Hätte mir das jemand vor fünf Jahren gesagt, ich hätte gelacht. Doch die Realität sieht so aus: Sechs Unterbilker Mädels (darunter die mittlerweile auf Stulpen spezialisierte Patty und des Schreiberlings Frau) treffen sich regelmäßig zum Stricken. Was für andere Yoga ist (habe ich nie probiert), sind für mich diese Strickabende. Denn während man sich konzentriert, Maschen zu- oder abzunehmen, links oder rechts oder zusammenzustricken, können die Gedanken herrlich schweifen oder eben abschalten. Stricken ist mein Yoga!

Besonders erfreuen mich Guerilla-Knitting-Aktionen, wie letztens direkt aus unserem Viertel. Liebe (mir unbekannte) Strickfreunde: Weiter so und bitte noch viel mehr davon! Denn solche Aktionen machen ein Viertel viel wohnlicher und bunter.

Gesehen auf der Kronenstraße. Bild: Svenja Jansen
Gesehen auf der Kronenstraße. Bild: Svenja Jansen

Heute übrigens feiert unsere kleine Stricktruppe (der eigentliche Name sei hier nicht verraten ;)) einjähriges Bestehen. Deshalb nehme ich jetzt meine Nadeln und (dem Anlass gebührend) eine Pulle Sekt und gehe zu meiner Yoga-Stunde.