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the Amsterdam briefing

Eine bunte & chaotische Stadt und daher liegt auch eine bunte & chaotische Woche hinter mir – naja, auch noch vor mir 🙂 Mein Besuch ist durch eine gewisse Ruhe geprägt – er ist auch nicht durch die sonst üblichen touristischen Ansprüche motiviert. Durch meine zahlreichen Aufenthalte in dieser kosmopolitischen Stadt – ich liebe die vielen Kulturen und ganz besonders die 1281 Brücken – bin ich nicht mehr genötigt zum Rembrandthuis, Anne-Frank-Huis oder dem Rijksmuseum zu eilen. Ich kann die bekannten und üblichen touristischen Hotspots elegant umgehen – und mich mit finden, erleben und entdecken beschäftigen.
Als Startpunkte nutze ich eine Unterkunft im Stadtviertel „de Pijp“. Zwar nicht unmittelbar im Zentrum aber – on foot ist man in 10 Minuten mitten drin. De Pijp ist vergleichbar mit Bilk, Oberbilk oder Flingern – nur in de Pijp ist das Leben, im Unterschied zu dem in Düsseldorf, wirklich Multikulturell und zusätzlich auch noch stark alternativ-links-politisch beeinflusst. Die Hippiläden, EineWeltShops, Ökoläden, unzähligen Initiativen, das Molli (ein KraakerCafe), … usw. sprechen da eine deutliche Sprache 😉  Geprägt wird aber das Leben hier von den vielen verschiedenen Nationalitäten die zusammen leben. Wieviele Nationen hier leben lässt sich einfach auf dem Markt an der Albert Cuypstraat abschätzen. Egal – ob aus Waren aus Afrika, Gewürze aus Indonesien, Möbel aus Südamerika oder der Stoffe aus der Karibik – hier kann man alles erstehen. Und im Viertel kann man Essen aus Indien aber auch aus Peru bekommen und nebenan im „Hippiladen“ Kleidung aus Afghanistan oder Tibet erwerben.

Was ich mir in Amsterdam ansehe und schön finde sind die nicht so überlaufenen spots. Spots an denen die Bewohner selbst hingehen um einzukaufen oder zu entspannen. Schöne Orte befinden sich zum Beispiel an der Prinsengracht – hier liegt das Hausbootmuseum (Hausnummer 296), der Noordermarkt (ebenfalls an der Prinsengracht) mit seinen Obst und Gemüseständen (einmal in der Woche auch Bio/Ökomarkt), das Vrankrijk (Hausbesetzer Szenetreff) liegt zwar auf der Spuistraat (Nummer 216) und ist nur einen Steinwurf (sic!) entfernt. Dort auf dieser Straße befinden sich auch einge weitere spannende Läden – vom Tibet-Laden über Designerläden und Greenplanet (einem vegan Restaurant) sind hier aber auch einige Ateliers von Künstlern versteckt. Auf der Straße sind ganze Panden (große Komplexe) besetzt gewesen – aber jetzt über Verträge legalisiert.

Für Kulturangebote und Konzerte sind das Paradiso (Weteringschans 6) und das in der Nähe liegende Melkweg (Lijnbaansgracht 234a) perfekt geeignet. Im Paradiso, einer alten Kirche die vor 40 Jahren von Hippies „übernommen“ und „in-stand-besetzt“ wurde finden täglich Veranstaltungen statt und zum Wochenende auch Konzerte mit bis zu 2000 BesucherInnen. Kleiner Tipp von mir – es können auch schon mal Becher von den beiden Balkonen fallen… nur so. Aus meiner Sicht die beste Partylocation in der Stadt . Zakk, Stahlwerk oder Tor3 können da icht mithalten.
Ach ja – auch ein prima Thema: Essen gehen. Habe zwei Orte die ich empfehlen kann, beide vegetarisch bzw. vegan. Variante a) De Waghaals auf der Frans Halsstraat 29 – ein superleckeres biologisch, veganes Restaurant und b) De Peper (Overtoom 301) ein Kochkollektiv aus einem ehemaligen Hausbesetzerprojekt die ebenfalls veganes Essen anbieten (auch gerne unter dem Label: Volxkeuken, also mitmachen/kochen möglich). Generell – alternative Konzerte, Aktionen, Infoabende findet man über das Infoportal: http://radar.squat.net oder im Info- und Buchladen auf der Jodenbreestraat 24 (Nähe Waterlooplein).
Wer auf Kinofilme mit dem Zusatz „OmU“ setzt – und diese Filme in Düsseldorf sorgfältig suchen muss- der ist hier sowieso genau richtig. In allen Kinos laufen kaum Filme die nachsynchronisiert wurden, wäre auch zu teuer für ein kleines Land wie den Niederlanden; eigene niederländische Produktion sind natürlich nicht in English, logisch. Mit Preisen um die 9 Euro kann man schon für einen Kinobesuch einrechnen – und wie bei uns wird man mit 35 Minuten Werbung überschüttet. Nettes Kino ist das Kino Tuschinsky auf der Reguliersbreestraat 26. by the way – das aktuelle Filmprogramm aller Kinos findet man unter: www.filmladder.nl.

Hmmm – sonst bleibt nur zu sagen: gute Schuhe, kleine Tasche für die Flohmärkte (Waterlooplein) Blumenmarkt (Singlegracht – wohl nur für Touries), eine strippenkaart für die Bahn (für Fahrten im Zentrum und umliegende Stadviertel müssen zwei Felder abgestempelt werden) und eine kleine Karte. Einfach durch die Stadt laufen – es gibt so viel neben den üblichen Reiseführern zu sehen …
Erfrischungen und Essen gibt es überall.

Tot ziens

Ps. In den Parks der Stadt wird man alte Bekannte immer wieder sehen & hören – die Papageien die sich auch in Düsseldorf überall breitmachen sind hier ebenfalls zu finden.

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