
Bioabfall ist kein Restmüll, sondern ein wertvoller Rohstoff. Die Stadtverwaltung wurde ganz aktuell vom Rat gebeten ein Konzept zu erarbeiten, wie die Nutzung der Biotonne weiter erhöht werden kann. Oder welche Alternativen es geben könnte, damit nicht fast ein Drittel des Restmülls immer teuer verbrannt werden muss.
Nur so als Anregung – wir haben 2018 in Amsterdam dies Wormenhotel gefunden – und der Name ist so charmant wie das Prinzip dahinter. Dort wohnen tausende Würmer, die sich durch Schalen von Obst und Gemüse arbeiten und daraus wertvollen Kompost machen. Was übrig bleibt, ist kein Müll mehr, sondern nährstoffreiche Erde für Pflanzen, Balkonkästen und Gärten.
Im Wurmhotel landet alles, was die kleinen Kompostprofis mögen: Schalen von Gemüse und Obst, Blätter, Kaffeesatz, Teebeutel, Papier, nasses Karton, Stroh und dünne Zweige. Gekocht Gegessenes, Soßen, Öl, Brot, Gebäck, Fleisch und Pasta gehören dagegen ausdrücklich nicht auf die Speisekarte. Auch (Bio-)Plastik und grobes Gartenmaterial bleiben draußen.
Das Schöne an der Idee: Die ganze Nachbarschaft macht mit. Aus Küchenresten wird Kompost, aus Kompost wird fruchtbare Erde, und die landet später wieder bei den Pflanzen auf Balkon und im Viertel. So schließt sich der Kreislauf vor Ort – mit mehr Blumen, mehr Insekten und einer etwas entspannteren Beziehung zum Bioabfall.
Könnte man auch an einer schattigen Stelle in einer zu kleinen / ungünstigen Parkbucht aufstellen.
Gibt es auch in anderer Bauform wie hier in Peronne, Frankreich.

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