Allgemein Innenstadtgrün

Wenn die U-Bahn Pakete ausfährt.

Gerade in der taz gelesen 🙂 Madrid macht gerade etwas, das man sich auch hier in Düsseldorf gut vorstellen könnte: Die U-Bahn transportiert dort täglich Päckchen, damit weniger Lieferverkehr durch die Stadt rollt.
Seit Mitte April stehen in der Metro 57 intelligente Schließfächer, an 19 Stationen der Linie 3, und rund 1.000 Pakete kommen dort frühmorgens vor der Rushhour an.

Die Idee ist ziemlich naheliegend. Warum sollten Lieferwagen jede einzelne Straße nochmal einzeln abklappern, wenn viele Sendungen auch gebündelt an einem Ort ankommen können? Genau das ist der Punkt bei der sogenannten letzten Meile, die als besonders belastend für die Umwelt gilt, weil Zustellungen oft nicht beim ersten Mal klappen und dann nochmal gefahren werden muss. Madrid spart sich laut Verkehrsminister Jorge Rodrigo dadurch täglich rund 50.000 Kilometer an herkömmlichen Zustellfahrten.

Da drängt sich die Frage fast von selbst auf: Warum nicht ein solches Modell für die Rheinbahn adaptieren?

Stationen als Abholorte, Schließfächer an Knotenpunkten, Pakete per QR-Code, weniger Lieferverkehr in den Vierteln. Gerade an stark frequentierten Haltestellen könnte so etwas den Alltag entlasten und die letzte Meile ein Stück vernünftiger organisieren… Wer sowieso täglich mit der Rheinbahn unterwegs ist, könnte kleine Sendungen gleich mitnehmen, statt dass dafür ein Lieferwagen noch eine Extra-Runde dreht. Das wäre nicht nur praktisch, sondern auch ein ziemlich normaler Schritt in Richtung Stadt, die Verkehr nicht nur verwaltet, sondern klüger macht


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