
Geschichten aus unserem Viertel. Auf der Lorettostraße (am Viertelladen)hängt gerade ein Aushang – es werden Geschichten aus dem Viertel gesucht. Nicht die glatten, sondern die echten.
Mir fallen da zum Beispiel solche ein: Wie war das eigentlich, als hier noch die Straßenbahn auf der Lorettostraße fuhr? Als der Plus auf der Lo im Sommer regelmäßig kapitulierte, weil die Kühlschränke streikten? Als das Friedensplätzchen einfach… nicht da war?
Oder noch weiter zurück: Als Unterbilk nicht „angesagt“, sondern einfach nah am Hafen war. Und mit Hafen meine ich nicht den Medienhafen mit Architekturpreisen, sondern den mit Lärm, Staub und diesem ganz eigenen Geruch. Eine Zeit, in der hier niemand freiwillig hinzog – und „Gentrifizierung“ eher nach Seminarraum klang als nach Realität vor der Haustür. Die vielen Hausprojekte, WGs, Kinderläden, Kollektive die es im Viertel gab.
30, 40, 50 Jahre – eigentlich nicht lange her. Und doch eine ganz andere Stadt. Genau solche Geschichten sucht ein Projekt der HSD. Wer Lust hat, Unterbilk nicht nur zu erleben, sondern festzuhalten: info@viertelladen.de
Vielleicht ist jetzt genau der Moment, diese kleinen Erinnerungen zu retten, bevor sie einfach verschwinden.
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