Erinnerung an die Bücherverbrennung in Düsseldorf

„Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man bald auch Menschen.“ – Heinrich Heines warnende Worte sind heute aktueller denn je.

Gerade hier, in unserer Stadt, ist dieses Kapitel der Geschichte besonders nah: Am 11. April 1933, vor dem damaligen Planetarium – der heutigen Tonhalle – brannten in Düsseldorf die Werke zahlreicher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Organisiert wurde die Aktion nicht etwa von der Universität, sondern von der Hitlerjugend, angekündigt als „Kundgebung der Düsseldorfer Jugend“.
Unter dem Motto „wider den undeutschen Geist“ wurden die Bücher von Heinrich Heine, Erich Maria Remarque, Lion Feuchtwanger, Erich Kästner, Anna Seghers, Else Lasker-Schüler, Karl Marx, Sigmund Freud und vielen anderen in die Flammen geworfen. Die bekannteste dieser Aktionen fand wenige Wochen später – am 10. Mai 1933 – auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen August-Bebel-Platz, statt.

Am 11. April 2026 um 11 Uhr laden die Omas gegen Rechts Düsseldorf zur öffentlichen Lesung auf dem Schadowplatz ein – mit Texten jener Autorinnen und Autoren, deren Stimmen damals ausgelöscht werden sollten.

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