
Fünf Spiele, fünf Niederlagen, Abstiegsrang, ein Herz am Anschlag. Das Restprogramm der Fortuna liest sich wie ein kleines Nerven‑Experiment: zuerst Dynamo Dresden zu Hause, dann ein Auswärtsspiel bei Schalke 04, und zum Ende wieder ein Heimspiel gegen Elversberg um dann in Fürth zu spielen. Alles Endspiele, alles muss jetzt gelingen – oder die Saison endet mit dem Abstieg in die 3. Liga.
Es geht jetzt nicht mehr um Schönspielerei, nicht mehr um Erklärungen im Nachhinein und auch nicht um die Diskussion über unser Lazarett oder gar den Trainerstab und warum diese Saison wieder so wackelig geworden ist. Es geht jetzt um das Überleben in der 2. Bundesliga – um alles, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde und im Falle eines Abstiegs auf dem Spiel stünde.
Nur eine Anmerkung wie wir in diese Situation geraten sind : In den letzten Jahren hat der Verein fast den gesamten Kader jede Saison einmal durchgeschoben. Die Fortuna hatte 54 Zugänge, 49 Abgänge – das ist kein Team, das zusammenwächst, das ist ein ständiger Übergangszustand. Wer dabei Teamgeist erwartet kann auch nur enttäuscht werden. Wer echte Geschlossenheit vermisst, hat recht – aber auch kein Recht, die Fortuna pauschal zu verurteilen. Die Strukturen, Kaderplanung, Trainerwechsel, fehlender Zugriff auf die Zwote – das ist ein anderes Kapitel. Dies wird nach dem letzten Spiel der Saison aufgearbeitet.
Ein Abstieg wäre nicht nur ein sportliches Desaster. Er wäre das Ende für viele Projekte die über die Jahre aufgebaut wurde: Projekte, Kooperationen, Ambitionen, Unterstützer:innen, Verträge, Geld. Vieles davon hängt am Verbleib in der Liga, viel davon wäre bei einem Abstieg erst einmal null und nichtig.

Fortuna ist aber kein sitting duck im Sinne eines Opfers, das nur noch ein subjektives Ziel ist. Wir haben noch drei Chancen – gegen Dresden, gegen Gelsenkirchen, gegen Elversberg.
Klassenerhalt ist alles. Jetzt ist Schluss mit Halbherzigkeit, Schluss mit „vielleicht reicht ja ein Punkt“, Schluss mit dem Gefühl, Fortuna wäre sowieso schon zum Abstieg verdammt. Die Saison entscheidet sich jetzt – nicht im Sommer, nicht in der Analyse, sondern in diesen drei Spielen, die wir alle gemeinsam tragen müssen.
Jeder, der zu Fortuna gehört, muss jetzt alles geben: Die Mannschaft – auf dem Rasen, mit jeder Minute Reserve, mit jedem Schrei nach dem nächsten Lauf, jedem Schuss, der Sitzenbleiben nicht zulässt. Das Trainer‑Team – mit klaren Taktiken, Mut zur Entscheidung, zum Vertrauen, zur Verantwortung. Der Verein – mit Stabilität im Hintergrund, mit Herz, mit dem Willen, das Projekt Fortuna in der 2. Liga zu halten. Wir als Fans – ob im Stadion, auf dem Sofa,in der Kneipe, ob im Block oder im Liveticker: mit dem gleichen Glauben, der kein „Schon gut, was soll’s“ mehr kennt.
Klassenerhalt ist nicht nur ein sportlicher Begriff. Er ist ein Versprechen an die Stadt, an die Stadtteile, an die Leute, die an Fortuna glauben – auch wenn sie längst nicht mehr im Stadion sind. Er ist die Garantie, dass all das, was aufgebaut wurde, noch eine Chance bekommt, weiterzuwachsen.
Also reißt euch den Arsch auf. Alle. Gemeinsam. Für jeden Punkt, für jeden Ball, für jede Minute – und für den Klassenerhalt.
Fortuna lebt, solange jemand an sie glaubt – und jetzt ist der Zeitpunkt, in dem genau dieses Leben entschieden wird.
Überblick über das Restprogramm
24.04.2026 – Fortuna Düsseldorf – SG Dynamo Dresden
Anpfiff: 18:30 Uhr – das Heimspiel in der Merkur Spiel-Arena ist das erste Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt.
02.05.2026 – FC Schalke 04 – Fortuna Düsseldorf
Anpfiff: 20:30 Uhr – ein Klassiker im Abstiegsthema, ein Spiel, in dem der Willen von außen bis nach Gelsenkirchen zu spüren sein muss.
10.05.2026 – Fortuna Düsseldorf – SV Elversberg
Anpfiff: 13:30 Uhr – wieder im eigenen Stadion, wieder mit dem gleichen Druck, das Ergebnis selbst zu machen.
17.05.2026 – SpVgg Greuther Fürth – Fortuna Düsseldorf
Anpfiff: 15:30 Uhr – der letzte Tag, die letzte Prüfung, das letzte Spiel, um den Klassenerhalt zu sichern.
Nie mehr dritte Liga.
Es ist erst zu Ende, wenn es zu Ende ist.
PS: Ich gehe seit einigen Jahren nicht mehr ins Stadion, stehe nicht mehr aktiv im Block, schreie mir nicht mehr die Seele raus. Die Gründe sind vielschichtig, aber : dies bedeuetet nicht, dass mir die Fortuna egal ist. Ich verfolge die Spiele im Ticker & Antenne Düsseldorf weiter, ich leide weiter, ich hoffe weiter.
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