
Jeden zweiten Freitag im Monat wird der Fürstenplatz kurz vor 19 Uhr in einen Treffpunkt für Radler*innen. Die Critical Mass Düsseldorf startet am Industriebrunnen und rollt dann gemeinsam durch die Stadt – eine monatliche Radtour, bei der es nicht um Geschwindigkeit geht, sondern um Präsenz, Sichtbarkeit und ein bisschen mehr Platz für unmotorisierten Verkehr.
Critical Mass ist keine angemeldete Demonstration, sondern eine Idee von bestechender Einfachheit: Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer fahren gemeinsam durch die Stadt, halten sich an die Verkehrsregeln und zeigen, dass Radverkehr ganz normal zum Stadtbild gehört. Es geht nicht darum, den Autoverkehr zu blockieren – der blockiert sich in Düsseldorf schließlich auch ohne Hilfe selbst, Tag für Tag.
Die Critrical Mass fährt langsam, bleibt zusammen, bildet bei mehr als 15 Teilnehmenden einen geschlossenen Verband nach StVO und nutzt damit auch mal die ganze Fahrbahn. Ziel ist es, kompakt zu bleiben, damit niemand von drängelnden Autos auseinandergerissen wird.
Es wird Musik geben mit der man dann geschmeidig durch die Stadt rollen kann. Es sind alles Menschen, die den sonst so hektischen Straßenverkehr friedvoller mitgestalten wollen. Bei der Critical Mass ist jede und jeder willkommen – ohne Einstiegshürden, ohne besonderes Können. Die einzige Bedingung: unmotorisiert sein. E-Bikes zählen als Fahrräder, alles andere passt nicht ins Konzept.
Die Tour findet bei jedem Wetter statt, auch an Feiertagen. Organisiert wird nichts im klassischen Sinn – Critical Mass organisiert sich von selbst. Je mehr Leute Bescheid wissen, desto größer die Masse. Und je größer die Masse, desto sichtbarer die Botschaft.
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