
Früher warst du ein leuchtendes Vorbild in Sachen Haltung
Hast voller Begeisterung für Punk-Rock geschwärmt
Heut sind wir leider nur noch äußerst selten einer Meinung (..)Ich mag’s nicht, wie du bist, wenn der Frust dich frisst
Du mit verkniffenem Gesicht deinen Hass rauslässt
Wenn du Wohnungslose und Journalisten disst
Und von Geflüchteten als Touristen sprichst. (…)Du driftest nach rechts! Ich verlier‘ dich an die Dunkelheit
Nach rechts!
Kein Plan, wie viel Zeit uns noch bleibt
Du driftest nach rechts!
Ich fürchte, bald ist es soweit
Nach rechts!
Dann muss ich geh’n, tut mir leid
Du driftest nach rechts, Fettes Brot.
Der Song von Fettes Brots „Du driftest nach rechts“ ist das leider aktuell mehr als nur Metapher… Alte Bekannte, die ich jahrelang als stabil hielt, äußern sich plötzlich auf Facebook rassistisch, teilen rechte Parolen oder finden Gefallen an rechtsextremen Parteien. Sorry, in komplizierten Zeiten mit komplexen gesellschaftlichen Fragen wird die Sehnsucht nach simplen Lösungen laut – die es aber schlicht nicht gibt! Die wahre Ursache für die Schieflage in unserer Gesellschaft sind nicht Menschen aus anderen Ländern. Die Schieflage ist Ergebnis von Kapitalismus und neoliberaler Politik, die Ungleichheit fördern und Spaltung begünstigen. Fettes Brot machen mit diesem Song deutlich: Wenn jemand nach rechts driftet, ist das kein harmloses „andere Meinung haben“ – es ist ein Verlust an Menschlichkeit, der Freundschaft und ein soziales Miteinander oder Teilhabe unmöglich macht.
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