
Der Sündewäldchen bei Manheim steht wieder im Zentrum eines Konflikts, den wir längst überwunden glaubten. Während sich der Tagebau langsam an das letzte Stück Wald heranschiebt, wächst auch der Druck auf die Besetzer*innen und die beiden Mahnwachen, die seit Jahren versuchen, zu schützen, was von einer ganzen Landschaft noch übrig ist. Seit zwei Wochen gibt es eine neu gebaute Rampe direkt aus dem Tagebau, die unverkennbar in Richtung des verbleibenden Waldstücks zeigt. Im Umfeld des Waldes wurden in den letzten Tagen Hubsteiger, Gitter, Baustrahler, Radlader – ein Arsenal, das nur eine Botschaft hat: Die Räumung wird erwartet. Und bald. Umso wichtiger ist es jetzt, sichtbar zu sein.
Umso wichtiger ist es, nicht still zu bleiben.
Am kommenden Sonntag um 12 Uhr findet wieder der Waldrundgang mit dem Waldpädagogen Zobel statt – ein Spaziergang, der längst mehr ist als ein Spaziergang: Er ist ein Zeichen. Ein Symbol dafür, dass dieser Wald nicht aufgegeben wird. Die geplante Fällung für Sand und Kies ist ökologisch und klimatologisch absurd. Die Ewigkeitskosten der Eingriffe werden – wie immer – nicht der Konzern tragen, sondern die Allgemeinheit. Die Bevölkerung. Die Gemeinden. Die kommenden Generatione
Dass wir in einer Zeit, in der Klimaanpassung und Artenschutz überlebenswichtig sind, überhaupt darüber diskutieren müssen, ob ein funktionierender Wald einem Abbauprojekt weichen soll, ist ein politischer Offenbarungseid.
Zeigt am Sonntag, was ihr von diesen Plänen haltet.

