Mal wieder viel Regen in kurzer Zeit.

Vom leichtem Nieselregen bis zum ausgewachsenen Starkregenereignis – war alles dabei. Im Durchschnitt landen im September in Düsseldorf etwa 53 mm Niederschlag – gemessen über lange Jahre hinweg – Nimmt man das Klimamittel des DWD für Deutschland – laut Statistiken etwa 63 mm.

Die Wetterstation Düsseldorf meldete für den 08.09.2025: 25,9 mm Niederschlag – ziemlich ordentlich für einen Tag… Ein einziger Tag hat damit fast die Hälfte der üblichen Monatsmenge gebracht. Starkregenereignisse bedeuten für Städte vor allem eines: Überforderung der Infrastruktur. überlastete Kanäle, überflutete Straßen, vollgelaufene Keller. Besonders kritisch wird es, weil Städte stark versiegelt sind: Asphalt, Beton und Pflaster lassen kein Wasser versickern, alles läuft sofort oberirdisch ab.

Genau hier setzt die Idee der Schwammstadt an. Anstatt Regenwasser so schnell wie möglich „wegzuleiten“, wird die Stadt so gestaltet, dass sie es aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben kann – wie ein Schwamm.

Das bedeutet:

  • Mehr Grünflächen und Bäume: Sie nehmen Wasser auf, kühlen durch Verdunstung und spenden Schatten.
  • Gründächer und Fassadenbegrünung: Sie halten Regen zurück, verzögern den Abfluss und verbessern gleichzeitig das Mikroklima.
  • Entsiegelte Flächen: Pflastersteine raus, Grün rein – damit Wasser wieder versickern kann.
  • Regenwasserspeicher: Zisternen und Mulden sammeln Wasser und stellen es später zur Verfügung, z. B. für Bewässerung.

Für eine Stadt wie Düsseldorf heißt das: Mit mehr Bäumen, entsiegelten Innenhöfen und Gründächern ließe sich nicht nur das Risiko von Überschwemmungen verringern. Gleichzeitig würde die Stadt im Sommer auch kühler und lebenswerter – ein doppelter Gewinn für Klima und Menschen.

Autor: micha_koester

Ich bin Blogger, Kleingärtner und gerne auch politisch-bewegt.

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