
Das Sündenwäldchen, der Sündi, dieses kleine Waldstück direkt am Tagebau Hambach, ist geräumt. Die Baumhäuser, Plattformen, Seilstrukturen – verschwunden. Die Besetzung, die dort seit weit mehr als einem Jahr gelebt, gewacht, ausgehalten hat, wurde beendet. Und der Wald selbst: alle Bäume gefällt.
Was bleibt, ist ein Ort, der nicht mehr atmet.
Der Sündi war klein. Aber er war ein Trittstein. Ein Schutzraum. Ein Zeichen dafür, dass es noch Orte gibt, an denen Menschen sagen: Bis hierhin und nicht weiter.
Jetzt ist er weg. Was bleibt, ist die Leerstelle.