
Es war ein wirklich schöner Spaziergang durch den Wald. Friedlich, ruhig und auch überraschend aufschlussreich für mich. Ich war aber nicht in einem ‚normalen’ Wald – ich war wieder im Hambacher Forst (bekannt von den Titelseiten und aktuellen Meldungen in den Medien) unterwegs. Eines vorab : Man kann sich im Hambacher Forst wirklich frei bewegen ohne in Fallgruben zu treten, ohne auf mittelalterliche Befestigungen oder von Vermummten umringt zu werden 😉 Es ist ein alter und ehrfurchtsvoller Hallenwald – mit hohen, alten, stattlichen Eichen und Hainbuchen und es ist das letzte Stück des ehemaligen 12.000 ha umfassenden Bürgewaldes. Bei dem Hambacher Forst handelt es sich um einen Wald mit hoher ökologischer Wertigkeit und es wird seit Jahren versucht – dies mit zugegen unterschiedlichen Mitteln (aber die Mischung macht es auch hier) – ihn vor den Braunkohlebaggern zu retten. Es geht mittlerweile auch um einiges mehr als um die verbliebenen Bäume – der liebevoll #Hambi genannte Wald ist zu einem Symbol einer veralteten Energiepolitik und eines halbherzigen Klimaschutzes geworden. Die Rettung und der Erhalt des vitalen Waldes wird eine echte Herausforderung – auch bei einem vollständigen, sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle.