// gentrifizierung

Kö-Bogen meets Sex and the City

Habe gerade den Werbefilm für den Kö-Bogen bei youtube gefunden – und mir wird ehrlich gesagt etwas übel… Mit dem Prestigeprojekt kann ich mich nicht anfreunden – beim besten Willen nicht. Da sind mir die Ideen von Lott stonn! und der Erhalt des Tausendfüßlers und die Alternativ-Entwürfe für den Umbau des Jan-Wellem-Platz 1000mal lieber… Auch ein solches Video ändert nichts an den Umbaukosten von 300 Millionen Euro – wann soll sich dies denn für die Stadt auszahlen? Ich freue mich schon auf die Werbevideos zur Wehrhahnlinie – frage mich nur welches TV-Serie dann als Vorlage herhalten muß… eine Arztserie vielleicht? ;-)

Bunter Wandschmuck am Mintropplatz

Am Samstag Mittag trafen sie sich – rund 100 Menschen an der wohl hässlichsten und dunkelsten S-Bahn Unterführung in Düsseldorf – sprich: am Mintropplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Anlass und Ziel war die Schenkung von 25 Metern bunter Wandfläche an die Stadt… Nicht alle der anwesenden waren KünstlerInnen (Streetart) – die meisten waren Kunstbegeisterte oder politisch Bewegte, ZuschauerInnen oder UnterstützerInnen – aber alle waren wichtig. Generalstabstmäßig wurden pünktlich um 13 Uhr zahlreiche Bierzeltgarnituren entladen, Stromgeneratoren gestartet, Boxen aufgebaut, Kuchen geschnitten und die Wände dekoriert… Schnell wurden Schablonen angebracht und ein erster Claim gesprayt und parallel dazu wurden die Umrisse der Grafitti-Figuren skizziert (als Character wurden Affen gewählt, sehr schöne Szenen übrigens) – an anderen Stellen wurden cutouts (quasi Papiergrafitti) angebracht… Über allem lag ein Soundteppich aus Jazz aber auch Rap & HipHop und anderer eingängige “Mukke” . weiter…

Es ist unsere Stadt – Freiräume schaffen!

Jammern, Nölen, Meckern und doch nix machen… Das sich auch Realitäten schaffen lassen zeigt die Initiative “Freiräume für Bewegung”, ein lockerer Verbund von alternativen Kunst- und Kulturschaffenden in Düsseldorf. Eine Entwicklung die es in zahlreichen Städten Europas zu beobachten ist – zum Teil ein “Echo” auf die Gentrifizierung. Die Idee: mit Aktionen und Schenkungen Düsseldorf gestalten, verändern, verschönern und verbessern. Einige beteilige Initiativen sind ja jetzt schon Garanten für schöne Ecken und Wände (Farbfieber), nette Kunstaktionen (Metzgerei Schnitzel) oder Präsentation der Musiksubkultur (triggerfish)… und jetzt werden diese Aktivitäten gebündelt ;-) weiter…

Abwertungskit und Gentrifizierung

Wer von uns sich noch nicht über steigende Mieten geärgert? Okay, der Vermieter – aber sonst? Damit ist es jetzt vorbei. Jeder kann sich aktiv für einen negativen Trend im Mietspiegels des Viertel sorgen. Bei einem “Symposiums” in Hamburg – Schwerpunkt war das Thema Gentrifizierung – wurde ein “Abwertungskit™” vorgestellt. Mit sechs kleinen Maßnahmen ist es möglich sich direkt in den allgemeinen sozialen Segregationsprozess einzubringen und diesen zu beeinflussen. Ein Beispiel: ein gewöhnliches Unterhemd (engl. “wifebeater”) im Fenster zum Trocknen aufhängen. Wirkt direkt “asozial” – insbesondere auf einem am Balkon oder Fenster montierten Wäscheständer. weiter…


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